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Landsberg
28.05.2024

Ausstellung: Die Kunst der Geräusche hat lange Tradition

Noise-Spezialist Anton Kaun alias "Rumpeln" Zedergalerie mit Noise-Performance
Foto: Thorsten Jordan

Zur aktuellen Ausstellung „Postfiction – bizarres Rumpeln“ zeigt der Visual Artist Anton Kaun eine Live-Performance. Strapazierfähige Hörorgane sind gefragt.

Bereits 1913 hatte der italienische Futurist Luigi Russolo in seinem Manifest „Die Kunst des Lärms“, Alltagsgeräusche als Kunst verklärt. Anton Kaun, einer der vier ausstellenden Künstler bei „Postfition – bizarres Rumpeln“, die noch bis zum 24. Juni in der Zedergalerie zu sehen ist, machte in einer entfesselten Noise Performance die effektvolle Weiterentwicklung der Geräuschkunst hör- und sichtbar. Den Video- und Noise-Künstler verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Musikern wie „The Notwist“, sowie „Tied and Tickled Trio“. Er produzierte Musikvideos für etliche Bands, ein eigenes Album und ist für zahlreiche Theaterproduktionen tätig. 

Modernste Form der Technik

Bert Praxenthaler, zweiter Vorsitzender des einladenden Galerievereins, warf ein kurzes Schlaglicht auf die Geschichte der Noise Kunst und erwähnte besonders John Cage, der mit seiner berühmt gewordenen Avantgarde-Komposition „4‘33“, keine instrumentalen Klänge erzeugen ließ, sondern vier Minuten und 33 Sekunden, die Aufmerksamkeit des Publikums bei der Premiere 1952 in der Maverick Concert Hall in Woodstock New York, auf Umgebungsgeräusche lenkte. Der 1974 in Weilheim geborene Visual Artist Anton Kaun, bekannt unter dem Pseudonym „Rumpeln“, (benannt nach den Rumpelfiltern an alten Geräten), formte mit modernster Technik eine tief-untergründig brodelnde eigene, elektroakustische Marke. „Anton Kaun, erinnert uns daran, dass wir nur auf einer dünnen Kruste leben, unter der es rumpelt, brodelt und arbeitet“, so formuliere es Bert Praxenthaler in seiner Einführung. 

Und schon legte Kaun los, mit seiner Ein-Mann-Show, vor der monotone Geräusche und stampfenden Lärm produzierenden Anlage, inmitten von circa 50 Zuhörenden. Er fuhr eine rasante Rallye, zu den, an die Wand auf seine Kunstwerke projizierten Videos, mit seltsam abstrakten Gebilden. Mit einer Art Mikro in der Hand, setzte er sich hüpfend und springend über jede Kontrolle hinweg und behielt doch die Übersicht auf ein funktionierendes System. 

Noise-Spezialist Anton Kaun in der Passage.
Foto: Thorsten Jordan

Kaun fokussierte sich auf die Klanggeber, vor denen er in wilden Bewegungen weg- und hinrotierte, sich mit vollem Kopf- und Körpereinsatz irgendwo festklammerte. Soundcluster erweiterten den Frequenzbereich, die Geräuschpalette lebte von einer exakten Auswahl an disharmonischen Soundeffekten. Der Noise-Spezialist blieb ständig in Bewegung, zu anfallartigem Zittern, das seinen Körper schüttelte, rollten akustische Klangwände auf die Umstehenden zu. Expressive Schreie brachen aus seinem Innersten, während er über den Boden kroch und wie in Trance durch den Ausstellungsraum wankte. Umherwirbelnd zerbrach er eine Langspielplatte, kniete vor seiner Anlage, steckte um, baute zusammen und wieder auseinander, das alles zu holprigen Rhythmen, die eher an eine Motorsäge im Einsatz erinnerten, als an erbaulich wirkende Harmonien. 

Mit Rattern, Knattern, lautstarkem Beifall und Bravorufen endete eine außergewöhnliche Darbietung für ein entflammtes Publikum mit robusten Ohren, starken Nerven und Spaß am Außergewöhnlichen. „Gemäß unserem Auftrag zeigen wir Kunst in allen Facetten“, so Silvia Großkopf, die Vorsitzende des Galerievereins. Bert Praxenthaler bedankte sich für das großartige Jubiläumsgeschehen, in der seit nunmehr fünf Jahren für die Kunst geöffneten Zedergalerie.

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