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Landsberg
15.05.2024

Kochen gegen Schmerzen: Wenn Nahrung ein Heilmittel sein kann

„Kochen gegen den Schmerz“: Oberarzt Dr. Johannes Fleckenstein, Diätassistentin Elisabeth Maisa und stellvertretender Küchenchef Marcel Gebauer haben das Konzept entwickelt.
Foto: Klinikum Landsberg

Ein Kurs im Schmerzzentrum des Klinikums Landsberg dreht sich ums Kochen und um die Ernährung. Augenmerk liegt dabei auf der traditionellen chinesischen Küche.

Fünf Männer und Frauen schnippeln eifrig Gemüse. Karotten zum Beispiel, Chicorée, Salat, Rotkohl, Paprika, Petersilie. Zwei weitere stehen am Herd und braten saftige Putensteaks an. Es duftet nach exotischen Gewürzen und frischen Vitaminen. Bald ist Mittagsessenszeit. Marcel Gebauer, der stellvertretende Küchenchef des Klinikums Landsberg, kommt mit einem kleinen Rollwagen voll Bananen, Haferflocken und Nüssen angefahren. Ort des Geschehens ist allerdings nicht die große Küche des Klinikums. Stattdessen arbeiten hier gerade viele fleißige Hände in den Räumen des Interdisziplinären Schmerzzentrums, und zwar im Kurs „Kochen gegen den Schmerz“, der Teil des Therapieprogramms ist.

Dr. Johannes Fleckenstein, Leitender Oberarzt des Schmerzzentrums, erklärt, was hier geschieht und warum: „Sowohl in der westlichen Ernährungswissenschaft als auch in der traditionellen chinesischen Medizin weiß man, wie gut sich die richtigen Lebensmittel auf die Gesundheit auswirken können. Die Ernährungstherapie kommt aber oft in einem Krankenhaus zu kurz – also haben wir uns ein Konzept dazu überlegt.“ Das Konzept stammt von Dr. Fleckenstein, Marcel Gebauer vom Küchenteam und Elisabeth Maisa, Diätassistentin des Klinikums. Gemeinsam haben sie beschlossen, das „Kochen gegen den Schmerz“ als festen Punkt ins Therapieprogramm der Männer und Frauen einzubinden, die aufgrund chronischer Schmerzerkrankungen in der Tagesklinik des Schmerzzentrums behandelt werden.

In der chinesischen Praxis wird zunächst die Ernährung unter die Lupe genommen

„Grundsätzlich geht es darum, gemeinsam und mit wenigen Lebensmitteln etwas Leckeres und Gesundes zu zaubern – und zwar nach vielen diätischen Grundprinzipien, die sich im Alltag praktisch umsetzen lassen“, so Dr. Fleckenstein. Er befasst sich speziell mit den Lehren der chinesischen Medizin intensiv: „In der chinesischen Praxis gehören Körper und Geist zusammen, sie sind eins. Schmerzen entstehen, wenn die Energie nicht fließen kann. So wird dort zuerst die Ernährung, dann erst der Rest unter die Lupe genommen.“ Und man ist sich über die gesundheitsfördernde und schmerzlindernde Wirkungsweise gewisser Gewürze gewahr: In der traditionellen chinesischen Küche wird daher häufig das Fünf-Gewürze-Pulver verwendet, bestehend aus Sternanis, Fenchelsamen, Zimt, Szechuanpfeffer und Nelken. Diese Gewürzmischung habe, so Fleckenstein, etwa entzündungshemmende Eigenschaften sowie eine verdauungsfördernde und analgetische Wirkung. 

Im Schmerzzentrum des Klinikums Landsberg wird auf Ernährungstherapie gesetzt.
Foto: Klinikum Landsberg

Die Nahrung nicht nur als Sättigung zu verstehen, sondern auch als Heilmittel zu nutzen, sei das Bestreben der chinesischen Diätetik. Aber auch der westliche Ernährungsansatz, in dem man um die positive Wirkung von Mikronährstoffen, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren weiß, wird in die Therapie integriert. Und so brutzeln nun besagte Putensteaks in der Schmerzzentrums-Küche in einer Fünf-Gewürze-Marinade. Das Frühlingsgemüse wird mit Ingwer und Kurkuma verfeinert. Denn beides hat – bei regelmäßiger Verwendung – ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung, ebenso wie grüner Kardamom. 

Zum Nachtisch gibt es „Energiebällchen“

Wie all diese Zutaten einfach im Alltag verarbeitet werden können, das lernen die Patientinnen und Patienten im Therapieprogramm ebenso. Gut gelaunt bereiten sie das gesunde Mittagessen vor, das sie sich danach im (zum Esszimmer umgebauten) Gymnastikraum des Schmerzzentrums schmecken lassen. Als Nachtisch gibt es „Energiebällchen“ aus Haferflocken, Nüssen, Bananen, Kokosraspeln und Trockenfrüchten. Fleckenstein erklärt: „Das schmeckt lecker und gibt neue Energie – aber eben ohne entzündungsfördernde Lebensmittel wie zum Beispiel Zucker oder Weizenmehl.“

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Diätassistentin Elisabeth Maisa schult die Teilnehmer auch in Sachen saisonale Lebensmittel. Und Koch Marcel Gebauer gibt Tipps, wie die Lebensmittel schmackhaft zubereitet werden können. „Das ist hier eine echt tolle interdisziplinäre Zusammenarbeit“, sagt Dr. Fleckenstein, der sich auf das nächste „Schnippeln gegen den Schmerz“ freut. (AZ)

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