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Landsberg
10.10.2022

Projekt in Landsberg: So geht Inklusion im Theater

Für das Stück „Mondlicht“ wird in der Sporthalle in der Lechstraße in Landsberg geprobt. Das Foto zeigt Darstellerinnen und Darstellen mit Regisseur Emanuel Kasprowicz (Mitte) und Choreografin Lydia Liedl (links).
Foto: Thorsten Jordan

Menschen mit und ohne Behinderung stehen in Landsberg gemeinsam auf der Bühne. Wie die Künstler im audiovisuellen Stück "Mondlicht" durch ihren Körper kommunizieren.

Für viele gehört eine Beeinträchtigung im Leben dazu: nicht sehen, hören oder gehen können. Dies soll nicht nur für die Betroffenen, sondern auch in der Gesellschaft zur Normalität werden. Zu seinem zehnjährigen Jubiläum zeigt der Verein Randerscheinungen daher das audiovisuelle Tanz-Theater-Erlebnis „Mondlicht“ im Landsberger Stadttheater. Vier Jahre Planung, zwei Jahre Arbeit: Menschen mit und ohne Behinderung haben für das Projekt Musik komponiert, Tänze und Akrobatik einstudiert. Bei der Premiere am Donnerstag, 13. Oktober, erwartet die Besucherinnen und Besucher eine fremde Welt aus mysteriösen Klängen und wilden Kreaturen.

„Ich spiele das Wesen Mandragora, das geschaffen wurde, um den Menschen Halt zu geben. Denn oft sucht die Gesellschaft etwas, an was sie sich wenden kann, um vielleicht auch ein Stück weit Eigenverantwortung abzugeben“, sagt Emanuel Kasprowicz. Der Sänger und Musical-Darsteller aus Hamburg ist in Eching am Ammersee geboren und aufgewachsen. Seit 2017 ist er ein fester Bestandteil von Randerscheinungen und koordiniert das Stück Mondlicht.

Das Inklusionsprojekt soll letzte Barrieren abbauen. Denn Ausgrenzung sei ein Dauerthema. Seit 2012 setzt sich der Verein Randerscheinungen – wie der Name schon sagt – für Randgruppenthemen ein. Sexuelle Orientierung, Rassismus, Psyche und Gesundheit: Diskriminierung finde bis heute in jeglichen Situationen des Alltags statt.

Regisseur Emanuel Kasprowicz (Mitte) bei einer Probe in der Sporthalle in der Lechstraße in Landsberg.
Foto: Thorsten Jordan

„Es ist aber neu, dass sich Menschen heute trauen, dem Ganzen entgegenzuwirken, obwohl es schon ein ganz altes Thema ist“, meint Maximilian Huber. Er ist nicht nur Vereinsvorsitzender, sondern auch organisatorischer Leiter des Projekts. Der Sozialpädagoge erzählt, dass das Stück von den Darstellern und Darstellerinnen, Betroffenen sowie Interessierten selbst geschrieben wurde – von verschiedensten Menschen, die eben etwas bewegen wollen. Dabei gehe es immer um das Positive und vor allem darum, wie man Ausgrenzungen überwinden kann – mit Selbstliebe und Stärke.

An schwebenden Tüchern wird geturnt

Lydia Liedl leitet die Moving Art Studios in Kaufering und auch die Mondlicht-Tanzgruppe. Seit Mai treffen sie sich regelmäßig zu Tanz- und Luftakrobatik-Kursen, üben gemeinsam an schwebenden Tüchern zu turnen. „Viele Herausforderungen, von denen ich dachte, dass sie sie vielleicht nicht bestehen können, haben sich so gar nicht bewahrheitet“, sagt die 34-jährige Tänzerin. Die Teilnehmenden hätten nämlich ein außerordentliches Bewegungsgedächtnis und wurden mit der Zeit zu einem eingespielten Team.

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Das Stück ist für alle Mitwirkenden etwas Neues, da es rein audiovisuell und ohne Textsprache gespielt wird. Es wirkt allein über gezeigte Bilder, Kostüme, Videoprojektionen, Geräusche und die Stimmungen, die erzeugt werden. „In vielen Bereichen war das auch eine Herausforderung, da man sich nicht an den Stichworten festhalten konnte, um den roten Faden im Stück zu behalten“, sagt Liedl.

Proben für das Stück "Mondlicht", das im Landsberger Stadttheater zu sehen sein wird.
Foto: Thorsten Jordan

Regieassistentin Uli Geske arbeitete während ihrer beruflichen Laufbahn für das Mondlicht-Projekt zum ersten Mal mit beeinträchtigten Menschen. „Diese Zeit war nicht nur für mich sehr bereichernd“, sagt die 58-Jährige. Sie leitet die Bühnengruppe, die Schauspieler und Schauspielerinnen also, die die Handlung führen und erzählen. „Ich bin stolz, dass ich dabei sein darf und ich glaube, dass ich Teil etwas ganz Besonderem bin“, so Uli Geske.

Die Bühne des Landsberger Stadttheaters gibt Anna Maria Johannes Heimatgefühle. Die Kulturförderpreisträgerin des Landkreises (2012) freut sich, zum Vereinsjubiläum ein selbst choreografiertes Solo-Stück vorzuführen. Mit Maximilian Huber und Emanuel Kasprowicz plante die Tänzerin schon seit Langem eine Zusammenarbeit. Ihrer fast zehnminütigen Performance gab sie den Namen „Lost in isolation“, was so viel wie „verloren in der Isolation“ bedeutet. Ihre Bewegungen sollen das Gefühl der Einsamkeit, fehlender Warmherzigkeit und den Wahnsinn des Alltags verkörpern. Auf der Bühne steht sie zunächst allein – wird von den anderen Darstellerinnen im Hintergrund nicht beachtet. Bis es am Ende doch noch zu einem gemeinsamen Miteinander wird.

„Mondlicht“ feiert am Donnerstag, 13. Oktober, um 20 Uhr im Stadttheater Premiere. Weitere Aufführungen im Stadttheater: Freitag, 14. Oktober, Samstag, 15. Oktober, jeweils um 20 Uhr und Sonntag, 16. Oktober, um 19 Uhr.

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