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Landsberg
03.11.2022

Prozess: Hat sich eine Frau zu viel Cannabis verschreiben lassen?

Cannabisblüten sind bei verschiedenen Krankheiten auf Rezept erhältlich.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Symbol)

Hat sich eine Landsbergerin von ihrem Arzt zu große Mengen an Cannabisblüten verschreiben lassen? Vor dem Amtsgericht gibt es eine Wendung.

Cannabis ist als Medikament gegen verschiedene Krankheiten auf Rezept erhältlich. Beim Landsberger Amtsgericht ging es in einem Prozess nun um den Vorwurf der missbräuchlichen Verschreibung: Die Staatsanwaltschaft hatte eine 49-jährige Landsbergerin vor dem Schöffengericht angeklagt, die Cannabisblüten seit April 2017 auf Rezept gegen ihre schweren Depressionen erhielt. Zwischen Mai 2018 und September 2019 soll sie ihren Arzt zur Ausstellung von Verschreibungen veranlasst haben, die ihren durch medizinische Indikation festgestellten Bedarf bei Weitem überstieg.

Die zur Therapie ihrer Erkrankung benötigte Menge soll durchschnittlich 15 Gramm betragen haben. Die Angeklagte habe ihren Arzt aber zur Verschreibung einer größeren Menge angestiftet, sodass er von Mai 2018 bis September 2019 der Angeklagten monatlich zwischen 35 Gramm und 285 Gramm Blüten verordnet habe. Die Frau soll die Rezepte jeweils in verschiedenen Apotheken in Landsberg und Augsburg eingelöst haben. Diese rechneten die Kosten anschließend mit der Krankenkasse ab, der dadurch ein Gesamtschaden von mehr als 30.000 Euro entstanden sein soll.

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