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Fußball

27.10.2020

Bei den Fußballern des TSV Landsberg rumort es gewaltig

Edgar Weiler (links) und Sven Kresin standen beim Heimspiel gegen Ismaning gemeinsam an der Linie – das gibt es künftig nicht mehr.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Nach der Klatsche gegen Bayernliga-Schlusslicht Nördlingen ziehen die Landsberger Konsequenzen. Zwei Spieler fliegen aus dem Kader und ein Trainer muss gehen.

Bei den Fußballern des TSV Landsberg rumort es. Nach dem 2:6-Debakel beim Bayernliga-Schlusslicht TSV Nördlingen gab es Anfang der Woche Konsequenzen: Zwei Spieler wurden aus dem Kader geworfen und auch auf der Trainerbank gibt es eine Änderung. Das alles vor dem wichtigen Spiel am Samstag gegen Jahn Regensburg II.

In Nördlingen waren viele Faktoren zusammengekommen: Schon nach vier Minuten war Landsberg durch eine verunglückte Flanke in Rückstand geraten, dann hatte sich Innenverteidiger Sebastian Schmeiser verletzt und schließlich hatte es auch noch Rot gegen Keeper Patrick Rösch gegeben – am Ende kassierte der TSV die deftige Niederlage.

Wie der Trainer die Entscheidung begründet

Und die führte zu einem ernsten Gespräch mit Konsequenzen. So wurde Julian Birkner mit sofortiger Wirkung in den Kader der zweiten Mannschaft geschoben und von Manuel Wolf hat sich der Verein getrennt. „Das sind Interna, die dazu geführt haben“, sagt TSV-Trainer Edgar Weiler. Auch wenn er darauf nicht weiter eingehen will, so bleibt die Tatsache bestehen, dass ihm mit den beiden zwei weitere Abwehrspieler fehlen. „Für einen Außenstehenden mag das schwer nachzuvollziehen sein“, räumt Weiler ein, doch es gebe gute Gründe für die Entscheidung.

Julian Birkner war in der Saison 15/16 zum TSV Landsberg gekommen und gehörte mit einer kurzen Unterbrechung – 2018 spielte er eine halbe Saison in Oberweikertshofen – zum Kernteam der Landsberger. In dieser Zeit absolvierte der 24-Jährige 81 Spiele für die erste Mannschaft des TSV in der Bayern- und Landesliga. Zu seinem Wechsel in den Kader der Kreisklassen-Mannschaft wollte Birkner auf Nachfrage des LT nichts sagen.

Manuel Wolf war zu Beginn der vergangenen Saison aus Kaufbeuren (Landesliga) nach Landsberg gekommen. In der Bayernliga war Wolf auch verletzungsbedingt auf 16 Spiele gekommen.

Landsberg fehlen die Abwehrspieler

Durch den Abgang wird es in der Abwehr der Landsberger sehr dünn, da könnte Edgar Weiler selbst aushelfen, da er unter anderem in der Regionalliga lange Erfahrung gesammelt hat. Doch dann könnte der 31-Jährige nicht mehr auf Fitnesstrainer Sven Kresin an der Linie zurückgreifen – von diesem hat man sich nämlich auch getrennt. „Es gab ein Gespräch“, sagt Weiler und will keine weiteren Details nennen. „Sven Kresin hat sich zuletzt vor allem darauf konzentriert, die verletzten Spieler wieder fit zu machen“, sagt der TSV-Trainer. Und dafür benötige er Ersatz, das habe er der Abteilungsleitung auch klargemacht.

Vor der Corona-Pause war Kresin noch der Cheftrainer der Landsberger gewesen. Er hatte den TSV 2014 in die Bayernliga geführt und hatte den Verein 2016 verlassen. Zu Beginn der Saison 2019/20 war Kresin zurückgekommen und hatte das Traineramt von Hermann Rietzler übernommen.

Während der Corona-Pause hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass die Landsberger sich nach einem neuen Cheftrainer umsehen. In dieser Zeit war auch Muriz Salemovic als neuer Sportlicher Leiter vom FC Pipinsried nach Landsberg zurückgekommen. Ende Juli war es dann offiziell: Edgar Weiler übernahm den Cheftrainerposten. Sven Kresin war ab da ausschließlich für die Fitness der Spieler zuständig. Für eine Stellungnahme war Kresin am Dienstag nicht zu erreichen.

Für Julian Birkner (rechts) ist kein Platz mehr im Kader der Bayernliga-Mannschaft.
Bild:  Julian Leitenstorfer (Archiv)

Ob auch für Birkner und Wolf Ersatz geholt wird, das stehe noch nicht fest. „Man muss abwarten, wie sich die Situation bei Dennis Hoffmann, Philipp Siegwart und Maximilian Holdenrieder entwickelt“, so Trainer Edgar Weiler. Alle seien nach ihren Verletzungen noch nicht zu 100 Prozent fit und konnten aufgrund der Corona-Krise wenig Spiele absolvieren. Allerdings könnte man frühestens im Januar wieder auf dem Spielermarkt aktiv werden. Und dann wird es eng für die Landsberger, um der Abstiegszone der Bayernliga noch zu entkommen.

Von Manuel Wolf hat sich der TSV Landsberg getrennt.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Denn bereits am Samstag, 31. Oktober, steht die Partie gegen Jahn Regensburg II auf dem Plan und am Samstag drauf, am 7. November, soll endlich auch das Spiel gegen Kirchanschöring nachgeholt werden. Dann stehen im nächsten Jahr noch sechs Spiele an, um den Klassenerhalt zu schaffen. Aktuell stehen die Landsberger auf dem 15. Platz, der die Relegation bedeutet, und haben vier Punkte Rückstand auf Rang 13, der den direkten Klassenerhalt sicherstellt. Die zweite Mannschaft von Regensburg liegt auf Rang zwölf und hat eben diese vier Punkte mehr als die Landsberger. Trotz der aktuellen Unruhen kann für Edgar Weiler und sein Team da nur ein Sieg zählen. „Ich glaube aber, jetzt hat auch der Letzte verstanden, worum es geht“, ist Edgar Weiler zuversichtlich, dass man noch in diesem Jahr die Kurve bekommt.

Auch der Toto-Pokal und der Ligapokal steht noch aus

Wobei nach den beiden Bayernligaspielen noch nicht Schluss ist – jedenfalls sind von Verbandsseite noch weitere Spiele geplant. So steht am Samstag, 14. November, das Toto-Pokal-Spiel gegen den Ligakonkurrenten FC Ismaning an. Danach sind noch zwei Spiele im Ligapokal vorgesehen. Zuerst erwarten Weiler und sein Team am Samstag, 21. November, den TSV Kottern und am 28. November sind sie beim TSV Schwabmünchen zu Gast. Das alles ist für den Landsberger Trainer aber noch weit weg: „Die Liga hat absolute Priorität“, betont er und auf die beiden anstehenden Partien werde man sich entsprechend vorbereiten. Die Heimspiele trägt der TSV Landsberg vorerst weiterhin im Sportzentrum aus.

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