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Landsberg

09.02.2020

Beim TSV Landsberg ist wieder Ruhe eingekehrt

Harry Reitmeir, Chef des TSV-Ehrungsrats (links) und Vorsitzender Hanns Haedenkamp mit dem neuen Ehrenmitglied Marianne Staroste.
Bild: Botschafter

Plus Bei der Jahreshauptversammlung des TSV Landsberg ist der Wirbel um den Wechsel der Handballer kein Thema mehr. Warum erstmals seit Jahren ein Minus in der Kasse des größten Sportvereins im Landkreis ist.

Die Handballer des TSV Landsberg hatten vor einigen Wochen mit ihrem Wechselgedanken zu Jahn für Wirbel gesorgt. Inzwischen ist beim größten Sportverein im Landkreis wieder Ruhe eingekehrt, das zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung. Dabei gab es diesmal ein Novum: Erstmals seit Jahren herrscht in der Kasse ein kleines Minus. TSV-Kassenwart Manfred Botschafter nannte den Grund dafür.

Eigentlich hätte die Versammlung im vergangenen November stattfinden sollen, zu der Zeit waren allerdings die Wechselwünsche der Handballer noch das große Thema. Deshalb hatte man sich entschlossen, die Versammlung zu verschieben. Dass inzwischen wieder Ruhe eingekehrt ist, darüber freute sich nicht nur TSV-Vorsitzender Hanns Haedenkamp, wie er bei seiner Rede betonte. Auch Oberbürgermeister Mathias Neuner, der ebenfalls gekommen war, zeigte sich angesichts der Entwicklung erfreut.

Starkes Team im Vorstand als Erfolgsgarant

Haedenkamp konnte insgesamt auch eine positive Bilanz ziehen. Das starke Team im Vorstand sei der Erfolgsgarant für den großen Verein, in dem Jung und Alt eine sportliche Heimat fänden. Und man habe noch einiges vor: etwa eine Vergrößerung der Anlage. Es würden mehr Parkplatz benötigt, aber auch mit den Spielfeldern stoße man an die Grenzen. Und eine Dreifachturnhalle sei ebenfalls angedacht. Landsberg wachse, deshalb wolle man expandieren. Was die Pläne der Dreifachturnhalle angehen, erklärte OB Neuner, die Pläne unterstützen zu wollen.

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Wie nötig weitere Hallenzeiten seien, zeigten die Berichte der Abteilungen. So sei die Hallensituation „in Ordnung“, war der Tenor, dennoch bräuchte man eigentlich mehr Hallenzeiten. Durchwegs positiv fiel das Fazit der Abteilungen aus. Die Handballer gaben einen kurzen Überblick über die aktuelle sportliche Lage, ebenso die Fußballer. Langfristiges Ziel, so der stellvertretende Abteilungsleiter Reiner Drüssler, sei für die erste Mannschaft die Regionalliga. Mit dem Inklusionsteam, das der TSV in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe stellt, werde man in Zukunft auch an Turnieren teilnehmen.

Hallenzeiten sind knapp

Nicht der Leistungsgedanke, sondern die Rehabilitation steht bei der Herz- und Diabetessportgruppe im Vordergrund. Hatte man in der Vergangenheit nicht genügend Ärzte, führte Hans Brand aus, so fehle es aktuell an Trainern. Über ihr neues Zuhause informierte die Billard- und Darts-Abteilung. Jetzt wolle man die Mitgliederwerbung intensivieren und eine Darts-Gruppe integrieren.

Von einem Novum berichtete Schatzmeister Manfred Botschafter, als er die Zahlen der Jahre 2017 und 2018 vorstellte. Zum ersten Mal, seit er im Amt ist – und das sind schon viele Jahre, gibt es ein Minus. Allerdings beläuft sich dieses auf nicht ganz 6000 Euro und hat seinen Ursprung noch aus der Zeit, als die Anlage an der Emmy-Nöther-Straße gebaut wurde. Mit einer auswärtigen Elektrofirma hatte es damals große Probleme gegeben, die in einem Rechtsstreit endeten. Jetzt kam es zu einem außergerichtlichen Vergleich, der den TSV rund 50000 Euro kostet.

Zwei Posten neu vergeben

Zwar hatte man schon von Beginn des Rechtsstreits an Rücklagen aufgebaut, gleichwohl aber das geringe Minus zu verzeichnen.

Wahlen standen auch an: Thomas Ebeling, bislang Leiter Veranstaltung, Presse und Marketing, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Patrick Freutsmiedl gehört als Pressewart und juristischer Beistand dem erweiterten Vorstand an.

Seit der Versammlung hat der TSV Landsberg auch zwei neue Ehrenmitglieder: Marianne Staroste und Maria-Theresia Vogt, die aber nicht anwesend war, erhielten diese Auszeichnung. Zudem wurden weitere Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue mit der Goldenen beziehungsweise Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet:

Goldene Ehrennadel: Matthias Arnold, Stefanie Becker-Redl, Karl Brunnacker, Ulrike Heinz, Wolfgang Klinker, Alexander Lachmund, Elisabeth Fruth, Josef Wiedemann.

Silberne Ehrennadel: Elke Blum, Anita Braunschmidt, Peter Dawid, Erwin Friesenegger, Michael Gerber, Anne Helminger, Lena Hierstetter, Angelika Jakob, Josef Lehnerer, Erwin Wolf. (rei/mm)

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