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Penzing

23.10.2019

Der neue Trainer der Lechrain Volleys hat große Ziele

Martin Wagner im Kreise seiner Spielerinnen: Der neue Trainer der DamenI der Lechrain Volleys hat für die nächsten Jahre ehrgeizige Ziele.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Martin Wagner hat die Landesliga-Damen der Lechrain Volleys übernommen. Sport spielt für ihn schon immer eine große Rolle. Aber da gibt es noch ein anderes Hobby.

Martin Wagner ist 41 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder und seit ungefähr drei Monaten Volleyball-Trainer bei den Lechrain Volleys. Der Außendienstler aus Buchloe hofft, mit der ersten Damenmannschaft in der Landesliga den richtigen Flow zu finden, der in jedem Fall den Klassenerhalt sichern soll.

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Die Lechrain Volleys sind eine Spielergemeinschaft, die sich zusammensetzt aus den Volleyballern des TSV Landsberg, des SV Hurlach, des FC Penzing, des VfL Kaufering und des FC Weil. Mit dem Zusammenschluss und der Verpflichtung Wagners als neuem Trainer der DamenI stehen für die Spielerinnen die Zeichen auf Neuanfang, so zumindest sieht es ihr Trainer. Er wolle das Team behutsam an einen Umbruch zu jüngeren Spielerinnen heranführen, so das erklärte Ziel des Mannes, der selbst viele Jahre als Volleyballer auf dem Spielfeld stand.

Von Judo bis Fußball hat er alles ausprobiert

Wobei Wagner eigentlich aus einer anderen Sportart kommt. „Ich habe alles möglich ausprobiert, von Juda über Tischtennis und Fußball“, erinnert er sich an seine Kindheit zurück. Als Sohn einer sportbegeisterten Mutter, die als junges Mädchen in der Schweizer Nationalriege als Schwimmerin erfolgreich war, stand für Wagner schon sehr früh fest, dass es ein Leben ohne Sport niemals geben würde. „Von uns Kindern wurde einfach erwartet, dass wir uns sportlich betätigen“, sagt er.

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Und so kam es, dass der damals 14 Jahre alte Martin seine Liebe zum Handball entdeckte. Ein Kreuzbandriss im Alter von 19 Jahren zwang den jungen Sportler in die Knie und es folgte eine sportliche Zwangspause. Wagner aber ließ sich nicht unterkriegen, es zog ihn wieder aufs Spielfeld. Als Spieler und auch als Kindertrainer blieb er dem Handball treu.

Er kann sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen

Vier Jahre ging das gut, dann aber dann bremste ihn der nächste endgültig aus. „Ich war aber schon immer der einzige Handballer unter meinen Freunden“, erinnert sich der Trainer mit der B-Lizenz. Die anderen waren fast alle als Volleyballer aktiv. Und so war es fast logisch, dass Wagner, der von sich sagt, er könne sich ein Leben ohne Sport gar nicht vorstellen, sich als Volleyballer auspowerte.

Während seines Studiums der Medienwissenschaft stand Volleyball auf dem Stundenplan und in seiner Zeit bei Hilti in Kaufering war er in der Spielergemeinschaft Schongau/Landsberg aktiv. „Handball und Volleyball sind sich im Spielverständnis, beim Ballgefühl und auch in der Taktik ziemlich ähnlich“, sagt Wagner. Das sei ihm immer zugutegekommen. Überhaupt: „Der Ball war und ist schon immer meins.“

Seine Mutter ist Schweizerin, sein Vater Deutscher

Mit Wasser habe er eher weniger am Hut. Dieses Gen habe ihm seine Mutter nicht in die Wiege gelegt. „Schwimmen habe ich zwar schon vor dem Laufen gelernt“, scherzt Wagner, „aber der Bezug zum Wasser fehlt mir einfach.“ Auch schon sehr früh hat er das Skifahren gelernt. „Das ist bei den Schweizern ja ganz natürlich“, sagt Wagner, dessen Mutter Schweizerin und Vater Deutscher ist. Wenn er nicht gerade beruflich oder sportlich eingespannt ist, liebt es Martin Wagner, beim Kochen daheim abzuschalten. „Mit guter Musik nebenher macht das richtig Spaß.“ Ein bestimmtes Lieblingsgericht gibt es nicht, er koche alles mögliche – das Aufräumen im Anschluss teilt er sich aber dann doch mit seiner Frau.

Für die laufende Saison hat sich der neue Trainer der Lechrain Volleys so einiges vorgenommen. Der Background, der in der Mannschaft da sei, mache Hoffnung, in den nächsten ein bis drei Jahren den Aufstieg schaffen zu können. Denn es gebe viele junge Mädels mit Talent, die aber erst noch aufgebaut werden müssten.

Zwei junge Spielerinnen in den Kader berufen

Derzeit könne er im Stammkader nur auf eine sehr begrenzte Auswahl zurückgreifen, was die Arbeit ein wenig erschwere. „Ich habe halt so gut wie keine Möglichkeit im Spiel umzustellen“, erläutert Martin Wagner, der zur Heimpremiere der Landesliga-Damen am vergangenen Samstag zwei junge Spielerinnen in den Kader berufen hatte. „Die Mädchen müssen lernen mit dem Druck umzugehen und sollen die Atmosphäre beim Spiel in der Halle aufsaugen können.“

Mit viel Sanftmut und Motivation wolle er sein Team formen und für anstehende Aufgaben fit machen. „Ich bin streng, aber ich bin auch der Meinung, Brüllen bringt gar nichts.“ Veränderungen begännen im Kopf, ist Wagner überzeugt. „Du musst wollen, dann geht was“, lautet seine Devise, die er an seine Spielerinnen ausgibt. Dass was geht, haben die Volleyballerinnen beim Landespokal gezeigt und beim sensationellen 3:2-Sieg gegen Dachau vor eigenem Anhang.

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