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Penzing

11.10.2019

Ein Stockschütze aus Penzing leistet Entwicklungshilfe in China

Matthias Peischer aus Penzing leistet in China Entwicklungshilfe in Sachen Stockschießen.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Matthias Peischer tritt mit den Penzinger Stockschützen in der 1. Bundesliga an. Jetzt hilft er in China mit, ein Team aufzubauen. Was die Olympischen Spiele damit zu tun haben.

Matthias Peischer ist unter die Entwicklungshelfer gegangen – er leistet Entwicklungshilfe in Sachen Stockschießen. Am Samstag macht er sich mit einer deutschen Delegation auf den Weg nach China. „Das ist eine Gelegenheit, die man sich entgehen lassen darf“, sagt der Penzinger Stockschütze, der mit seiner Mannschaft sowohl im Winter als auch Sommer in der Bundesliga antritt. Und er blickt ganz stark auf die Olympischen Spiele.

Peischer ist Nationaltrainer im Nachwuchs

Matthias Peischer ist auch Nationaltrainer im Nachwuchsbereich und dieser Posten hat ihm am Ende die China-Reise eingebracht. „Der Präsident des Internationalen Verbands ist ein Deutscher und er hat mich bei den Wettkämpfen immer wieder angesprochen“, erzählt der 28-Jährige. Schon seit Jahren sei man an dem Projekt drangewesen, schließlich wollen die Stockschützen olympisch werden. „2022 sind die Olympischen Winterspiele ja in China, aber ich glaube, das kommt zu früh“, sagt Peischer. 2020 allerdings, wenn die WM in Deutschland stattfindet, soll bereits ein chinesisches Team am Start sein.

Und dieses soll Peischer praktisch mit aufbauen. Gut eine Woche wird er mit der deutschen Mannschaft in China sein. Einen Tag davon können sie aber auch zu einem Sightseeing in Peking nutzten, die restlichen Tage werden die Stockschützen dann in der Eishalle verbringen. Und zwar in Harbin, nahe der russischen Grenze. „Ich habe von dieser Stadt auch noch nie gehört“, sagt Peischer – und hat sie deshalb mal gegoogelt. Auch, weil in dem Einladungsschreiben gleich mehrfach vor der „sehr kalten Eishalle“ gewarnt wird. Peischer macht das keine Sorgen: „Wir sind da einiges gewohnt, in Peiting ist es zum Beispiel auch immer extrem kalt.“

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Demonstrationswettkämpfe und Training mit den Chinesen

Vor dem ersten Internationalen Eisstock China-Cup werden die Mannschaften in der Eishalle vormittags Demonstrations-Wettkämpfe durchführen, nachmittags suchen sie sich dann die talentiertesten Chinesen raus und werden mit denen speziell trainieren. „Das wird sicher ein Erlebnis“, freut sich Matthias Peischer auf die Reise.

Einziges Problem, das er lösen musste: Ihr Equipment müssen die Stockschützen selber mitbringen. „Normalerweise haben wir ja immer sehr viele Platten dabei, da muss ich mich echt einschränken, um das Gesamtgewicht nicht zu überschreiten.“ Schließlich soll Kleidung ja auch noch in den Koffer. „Aber es sind ja nicht so viele Tage und die meisten verbringen wir sowieso in der Eishalle“, nimmt er es gelassen. Hauptsache, die warmen Jacken und Hosen passen noch zu dem Stöcken und Platten rein.

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