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Landkreis Landsberg

06.07.2020

Fußball: Zwei Kontrahenten finden zusammen

Der TSV Landsberg und der VfL Kaufering haben gemeinsam den Zuschlag für das DFB-Nachwuchsausbildungszentrum erhalten. Im Bild von links: Sebastian Gilg (TSV-Abteilungsleiter), Sven Krauter (Jugendleiter VfL Kaufering), Stefan Drischberger (Jugendleiter TSV Landsberg), Bernhard Haller (VfL-Abteilungsleiter)
Bild: Thorsten Jordan

Plus Zwischen den Fußballern des TSV Landsberg und VfL Kaufering herrschte ein angespanntes Verhältnis. Jetzt ziehen beide Abteilungen an einem Strang. Was der DFB-Stützpunkt damit zu tun hat.

Der DFB-Stützpunkt suchte ein neues Zuhause. Sowohl die Fußball-Abteilung des TSV Landsberg als auch die des VfL Kaufering bewarben sich darum. Zunächst unabhängig von einander. Doch dann taten sich beide Vereine zusammen – und erhielten den Zuschlag. Die beiden „ewigen Rivalen“, lieferten eine überzeugende Bewerbung ab und nicht nur deshalb soll diese Kooperation nicht die letzte sein.

Seit mehr als zehn Jahren hielt der DFB sein Stützpunkttraining, durch das Fußballtalente aus der Region besonders gefördert werden, in Issing ab. Nun suchte man einen neuen Standort. Sowohl der TSV als auch der VfL gaben eine Bewerbung ab. „Wir haben dann voneinander erfahren“, sagt Sebastian Gilg, TSV-Abteilungsleiter. Daraufhin nahmen erst mal die beiden Jugendleiter Sven Krauter (VfL) und Stefan Drischberger (TSV) miteinander Kontakt auf. Sebastian Gilg und Bernhard Haller, sein Pendant beim VfL, führten diese Gespräche fort. Am Ende präsentierten beide Vereine eine gemeinsame Bewerbung, für die es viel Lob – und dann auch den Zuschlag gab. Damit will man die Fußballtalente im Landkreis weiter fördern.

Sehr gute Gespräche

Bernhard Haller, VfL-Abteilungsleiter, beschreibt die Gespräche als sehr gut. „Ich bin glücklich, mit der neuen Abteilungsleitung zusammenzuarbeiten“, sagte er. Habe man in der Vergangenheit „eher gegeneinander“ gearbeitet, sei es jetzt mehr ein Miteinander. „Es war ein Geben und Nehmen, wobei wir eher gegeben haben“, so Haller. Im Rahmen dieser DFB-Stützpunkt-Bewerbung sei man jetzt aber auch übereingekommen, dass der TSV keine A-Jugend-Spieler vom VfL mehr direkt ansprechen wird, gleichzeitig könnten Spieler ablösefrei zwischen den beiden Vereinen wechseln.

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Das komme auch dem Bayernligisten TSV Landsberg entgegen, so Sebastian Gilg. Junge Spieler, die zum TSV wechseln, dann aber doch nicht zum Zug kommen, könnten beim Bezirksligisten Kaufering erst mal Erfahrung sammeln und dann vielleicht einen zweiten Anlauf beim Nachbarn starten.

Beide Vereine bleiben eigenständig

Trotz der Zusammenarbeit würden aber beide Vereine eigenständig bleiben. „In einigen Jugendklassen wird es auch weiterhin Duelle geben“, sagte Sven Krauter. Hier war man sich ebenso einig, wie in der Tatsache, dass dieser Stützpunkt eine große Chance für die Nachwuchsspieler sei, wie Stefan Drischberger betonte.

Der DFB-Stützpunkt wird ein Mal wöchentlich in Landsberg beziehungsweise Kaufering trainieren. Wobei der Trainingsort monatlich wechseln soll. Allerdings wird aus dem Stützpunkt ein DFB-Nachwuchsausbildungszentrum. Unter anderem bedeutet dies, dass auch Vergleichsturniere in Landsberg/Kaufering ausgetragen werden. „Da kann man sicher sein, dass Scouts von allen Bundesligavereinen vor Ort sein werden“, sagt Sebastian Gilg. Bei jährlichen Talentsichtungstagen können sich die Buben und Mädchen der Altersklassen U13 und U15 für die Aufnahme am Stützpunkt bewerben.

Auch die Trainer profitieren

Aber auch die Trainer würden von diesem Training profitieren. Und zwar nicht nur die des TSV und VfL, sondern auch die der umliegenden Vereine. Sie könnten sich beim DFB-Training aus- und fortbilden. Beginnen soll das Training am 1. August, wenn es die Umstände aufgrund der Corona-Beschränkungen zulassen.

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