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Landsberg

20.04.2015

Handballer hängen in der Luft

Da haben sich Alexander Schwarz (am Ball) und seine Teamkollegen im letzten Spiel klar durchgesetzt – und jetzt reicht es womöglich doch nicht für den direkten Klassenerhalt. Erst nach dem letzten Spiel in der dritten Liga wird die Entscheidung fallen, ob man in die Relegation muss. Bis dahin hängen die TSVler in der Luft.
Bild: Julian Leitenstorfer

Bezirksoberliga Kuriose Situation in den oberen Ligen zwingt die TSVler trotz des Erfolgs in Marktoberdorf vielleicht doch noch in die Relegation. Jetzt ist erst mal Geduld gefragt

Da haben die Landsberger Handballer – am Ende deutlich mit 32:21 – in Marktoberdorf gewonnen und müssen vielleicht doch noch in die Relegation. Das wird sich aber möglicherweise erst am 9. Mai herausstellen. Dann bestreitet nämlich Fürstenfeldbruck in der 3. Liga sein letztes Spiel und mit Bruck steht und fällt die weitere Abstiegsregelung.

Sollten die Brucker, derzeit auf dem viertletzten Platz, die Klasse halten, bleiben die Landsberger in der Bezirksoberliga und können in die Sommerpause gehen. Falls Bruck jedoch absteigt, wird es kompliziert, wie Andreas Beilich, Spielleiter der Gruppe Alpenvorland im Bayerischen Handballverband, mitteilt. Dann muss erst noch abgeklärt werden, ob eine Mannschaft auf einen Aufstieg verzichtet, eventuell ganz zurückzieht oder eine Spielgemeinschaft gründet. Erst wenn dies alles feststeht, entscheidet sich auch, ob die Landsberger ein Relegationsspiel durchführen müssen. „Im schlimmsten Fall kann es noch fünf Wochen dauern, bis diese Relegation stattfindet“, sagte Beilich auf LT-Anfrage.

Gegner der Landsberger wäre die SG Kaufbeuren/Neugablonz, der Dritte der Bezirksliga. Für die Landsberger bedeutet dies nun: weitertrainieren. Roland Neumeyer hat sich gestern noch mit Trainer Sofian Marrague abgesprochen. „Es bleibt nichts anderes“, lautete Neumeyers Kommentar. Er hatte zuvor erfahren, dass man zeitnah das Relegationsspiel austragen, es aber nur heranziehen würde, falls nötig – das hat sich nun erledigt.

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Immerhin – sollte es zum Entscheidungsspiel kommen: „Wir haben gegen Kaufbeuren in der Vorbereitung gespielt und klar gewonnen“, sagt Neumeyer. Seit damals habe sich die Mannschaft auch weiter verbessert: Sechs Punkte mehr als vergangene Saison und ein ausgeglichenes Torverhältnis spreche klar für die Mannschaft – und Trainer Sofian Marrague, der auch weiter in Landsberg bleiben wird.

In Marktoberdorf erwischten die Landsberger einen holprigen Start, aber schon bis zur Pause kam der TSV besser in Fahrt. So stand es nach 14 Minuten noch 7:7, dann aber zogen die Landsberger auf den 13:8-Pausenstand davon. Clever war dieser 13. Treffer von Alex Neumeyer erzielt worden, nämlich mit der „falschen“ linken Hand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte Marktoberdorf noch mal Druck, konnte den Abstand jedoch nicht verringern (17:12/35.). Dann kamen die Landsberger immer besser in Fahrt und bauten den Vorsprung aus. Auch wenn Alexander Schwarz weiterhin am Kreis massiv gedeckt wurde, die daraus folgenden Siebenmeter verwandelte Kai Roth sicher, und er traf auch vom Feld aus. Und im Rückraum setzte Max Matzer-Kernich Akzente. Mit teilweise sehr schön herausgespielten Aktionen kam man immer wieder zum Erfolg und gewann am Ende verdient mit 32:21.

„Heute zählte vor allem der Sieg, der war das Wichtigste“, lenkte der Landsberger Trainer Sofian Marrague nach dem Spiel den Blick auf das für ihn Wesentliche. „Klar können wir mit den vielen kleinen Fehlern am Anfang nicht zufrieden sein, aber die Mannschaft hat sich davon immer besser frei gemacht und am Schluss das Spiel souverän zu Ende gebracht.“ Insgesamt also ein Spiel, das Sicherheit geben sollte für die Relegation. (lt/mm)

TSV: Dominik Keller, Max Matzer-Kernich (7), Alexander Neumeyer (1), Andreas Riedl, Tom Steber (3), Florian Stöcker, Christian Eisen (4), Gatto Piepenburg, Alexander Schwarz (3), Kai Roth (11/5), Johannes Kauter (2), Mustafa Uyar (1), Christoph Stöcker.

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