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28.07.2010

Jubiläum wird international gefeiert

Alfred Graf legt selbst mit Hand an: Der neue S-Bogen könnte einige Reiter vor Schwierigkeiten stellen. Foto: Julian Leitenstorfer
Bild: Julian Leitenstorfer

Unterbeuern Ein Mal im Jahr steht Unterbeuern im Blickpunkt. Und das seit inzwischen 30 Jahren. Dann findet nämlich das Vielseitigkeitsturnier des RZV Lechtal statt. Ab Freitag ist es wieder so weit, und plötzlich ist Unterbeuern nicht nur in Bayern und Deutschland ein Begriff, auch Reiter aus dem Ausland werden in den kleinen Dießener Ortsteil kommen.

Über 50 Nennungen hat Alfred Graf, Vorsitzender des RZV und Organisator, heuer für sein CIC** erhalten und dabei sind auch Teilnehmer aus Österreich, Frankreich, der Schweiz oder Italien. Auch Prominenz ist am Start: Die Olympiateilnehmer Bodo Battenberg und Ludger Beerbaum haben das Turnier schätzen gelernt und sind nicht zum ersten Mal in Unterbeuern zu Gast.

Ganz klein hat Alfred Graf vor 30 Jahren mit dem Turnier begonnen. "Als ich von Reichling hierher kam, hat mich Dr. Stefan Rattenhuber überredet, dass wir hier doch Geländeritte machen könnten", erzählt er. Mit Aufbauprüfungen hat Graf 1980 die erste Erfahrung gesammelt und das Turnier immer weiter ausgebaut. Schließlich richtete er sogar die schwäbische Meisterschaft aus, da sich dort kein Ausrichter fand. "Inzwischen ist es eher umgekehrt und wir finden nur schwer Ausrichter für die Oberbayerische", erzählt er.

Von Aufbauprüfungen bis zur deutschen Meisterschaft

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Doch mit der Schwäbischen war noch nicht Schluss: Auch die deutsche Meisterschaft hat Graf bereits nach Unterbeuern geholt. Und er spielt mit dem Gedanken, dass die nationalen Meister bald wieder einmal bei ihm Station machen. "Der Aufwand ist eigentlich der gleiche", erklärt er, doch bei Titelkämpfen seien verhältnismäßig viele Teilnehmer garantiert.

Immerhin ist ein Vielseitigkeitsturnier mit hohen Kosten verbunden - allein das Material für die Hindernisse im Gelände hat seinen Preis. Graf hat den Vorteil, das "Material aus dem Wald" zu holen, doch wer in Unterbeuern einfache Holzstämme befürchtet, hat sich getäuscht. Über die Jahre hinweg hat Graf viel künstlerisches Talent und Fantasie bewiesen: Die Kirche von Unterbeuern beispielsweise wurde nachgebaut und vieles mehr.

Für das CIC** gibt es auch wieder zwei neue Hindernisse - unter anderem ein S-Bogen, der insgesamt drei Mal übersprungen werden muss. Dabei bietet Graf eine schnelle Variante, aber auch eine Sicherheits-Variante an. Überhaupt wird Sicherheit bei den Turnieren in Unterbeuern groß geschrieben. Graf als Züchter und langjähriger Turnierreiter bringt dafür die nötige Erfahrung mit. Praktisch alle Hindernisse sind mit Zweigen dekoriert, die das Hindernis selbst etwas "höher" machen - streift ein Pferd mit den Beinen, passiert nichts.

Wochenlange Vorbereitung

Viel Arbeit aber für Graf und sein Helfer-Team: "Wir bauen hier schon seit zwei Wochen auf", erzählt er. Zeit zum Training bleibt ihm da nicht mehr viel, aber er wird an den Start gehen. "Ich versuche es", sagt er mit einem Schmunzeln, auch wenn er derzeit eine Pechsträhne habe, aber "irgendwann kommt nach einem Tief ja auch wieder ein Hoch."

Auf Heimvorteil kann er dabei aber nicht bauen - im Gegenteil. "Die Pferde sind ja oft auf der Koppel und die Zäune gewöhnt, wenn die jetzt plötzlich weg sind, stocken sie erst mal", erklärt Graf. Bereits am Freitag beginnt das Turnier mit den bayerischen Meisterschaften für Reiter und Senioren sowie den Kreismeisterschaften. am Samstag startet das CIC**-Turnier mit Dressur und Springen, ehe es am Sonntag ins Gelände geht. Jetzt hofft Graf nur darauf, dass das Wetter mitspielt: "Es ist natürlich auch für die Teilnehmer schöner, wenn sie Zuschauer haben." Und dass auch zum 30. Jubiläum wieder alles unfallfrei über die Bühne geht. (mm)

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