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Landsberg

11.07.2020

Kontaktsportarten: Ran an den Gegenspieler

Die Spieler von Landsberg X-Press freuen sich über die Lockerung der Corona-Regeln.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Jetzt darf mit Kontakt trainiert werden. Bei den Sportlern im Landkreis herrscht Erleichterung.  Bei den Fußballern des TSV Landsberg tut sich was in der Trainerfrage.

„Packt alle die Schienbeinschoner ein“, wurde in der WhatsApp-Gruppe der Kauferinger Fußballer geschrieben. „Endlich darf wieder gezockt werden“, freuten sich die Basketballer der DJK Landsberg. Seit das Kontaktverbot im Training aufgehoben wurde, herrscht in vielen Sportarten wieder ein Stück mehr Normalität. Jetzt hofft man auf weitere Lockerungen. Auch der Bayernligist TSV Landsberg hat schon die ersten Einheiten absolviert – mit Trainer Sven Kresin. „Es geht in erster Linie darum, wieder zusammenzukommen“, sagt Abteilungsleiter Sebastian Gilg. Der sich auch zur Trainerfrage äußert.

Wie berichtet, war zuletzt offen, ob Kresin bleibt. Sein Vertrag ist zum 30. Juni ausgelaufen. Am Donnerstag hat er erstmals wieder eine Übungseinheit beim Fußball-Bayernligisten geleitet. Zur Trainerfrage äußert sich Gilg lediglich dahingehend: „Sven hat sich schon immer einen Co-Trainer gewünscht. Wir haben jetzt die Gespräche intensiviert, um die bestmögliche Lösung zu finden.“ In die Entscheidung seien neben ihm auch Sportlicher Leiter Muriz Salemovic und Kresin selbst involviert. Die Entscheidung will man vor dem offiziellen Trainingsbeginn bekannt geben, und dieser ist – wie berichtet – am 20. Juli. „Ich hoffe, dass es bis dahin noch weitere Lockerungen gibt“, sagt Gilg. Damit spricht er unter anderem die Benutzung der Umkleiden und Duschen an. Auch sei es dringend nötig, noch Testspiele absolvieren zu dürfen, ehe die Saison Anfang September wieder beginnen soll.

Trainer Sven Kresin leitete das Training des TSV Landsberg.
Bild: Julian Leitenstorfer

Schon seit Wochen im Training sind die Bezirksliga-Fußballer des VfL Kaufering – aber bislang eben mit Kontaktverbot. „Als die Nachricht bekannt wurde, haben einige gleich in unsere WhatsApp-Gruppe geschrieben, dass alle die Schienbeinschoner mitnehmen müssen“, sagt VfL-Trainer Benjamin Enthart mit einem Schmunzeln. Und er machte seinen Spielern auch die Freude, dass im ersten Training nach der Lockerung wirklich nur gespielt wurde. Die Befürchtung, dass einige Spieler auf das Training wegen des Kontakts verzichten würden, hat er nicht. „Es war jetzt schon immer freiwillig und die Beteiligung war höher als in den Zeiten zuvor.“

Kontaktsportarten: Ran an den Gegenspieler

Inzwischen steht auch fest, dass in der Bezirksliga mit dem Ligapokal begonnen werden soll. Im Herbst sind dann noch fünf Punktspiele geplant, ehe es in die Winterpause geht. Im Frühjahr geht es ebenfalls mit dem Pokal los, anschließend folgen die restlichen Punktspiele. Wie mehrfach berichtet, kann eine Mannschaft auch über den Ligapokal aufsteigen. Kaufering ist in einer Gruppe mit dem TSV Bobingen, Türk Königsbrunn und Viktoria Augsburg. „Dass zuerst der Pokal gespielt wird, finde ich ganz gut, dann kommt man wieder in den Rhythmus“, sagt Enthart.

Ebenfalls im September wollen auch die Basketballer der DJK Landsberg wieder in die Bayernligasaison starten. Das wurde beim Staffeltag bekannt gegeben, wie DJK-Chef Horst Geiger mitteilte. „Dem Ende der Kontaktsperre im Training haben natürlich alle entgegengefiebert“, sagt Geiger. Damit seien jetzt Voraussetzungen geschaffen, dass man auch mit der Saison pünktlich starten könne – immer vorausgesetzt, dass es keinen Rückschlag in Sachen Corona gebe.

Zwar ist die erste Mannschaft schon früher ins Training gestartet, aber der Tenor sei gewesen: „Ohne Zocken ist es Käse.“ Jetzt könne auch abwechslungsreicher trainiert werden. Nur die Beschränkung auf feste Trainingsgruppen engt die Basketballer etwas ein. „Vergangene Saison hatten alle Talente ab der U16 mit der ersten Mannschaft trainiert, jetzt müssen wir mit unserem Zielkader trainieren, um die feste Gruppe zu haben.“

Auch für die Footballer des Landsberg X-Press wird die Hoffnung größer, zumindest noch das eine oder andere Freundschaftsspiel in diesem Jahr bestreiten zu können, nachdem die Regionalligasaison abgesagt worden war. Dabei war Harald Göbel, stellvertretender Vorsitzender, zunächst eher enttäuscht. Er hatte Informationen erhalten, wonach im Football noch kein Körperkontakt zulässig sei. Auf Nachfrage des Landsberger Tagblatts konnte dies geklärt werden: Auch die Footballer dürfen jetzt wieder checken.

Einziges Problem der American Footballer: Sowohl die Offense als auch Defense besteht aus elf Spielern. Gegeneinander spielen ist also noch nicht möglich, da würde die Gruppe zu groß. „Aber wir sind jetzt auf jeden Fall wieder einen Schritt weiter“, freut sich Harald Göbel.

Und genauso empfinden auch die Handballer des TSV Landsberg. „Jetzt kann die Mannschaft auch taktisch wieder etwas machen“, sagt Abteilungsleiter Roland Neumeyer. „Das Thema ist eher, ob und wann die Saison startet.“ Bislang gebe es einen Rahmenterminplan, der einen Start der Bezirksoberliga im Oktober vorsehe. Und noch ein Problem sieht der Abteilungschef: „Wir bekommen bislang in den Ferien und an den Wochenenden keine Hallenzeiten.“ Wenn aber im Oktober gestartet würde, müsste man spätestens ab August regelmäßig in der Halle trainieren. Bei aller Freude über die nun beschlossene Lockerung – noch wissen die wenigsten Sportler, ob sie das Training auch für den Wettkampf nutzen können.

Lesen Sie dazu auch: Fußball: Bleibt Sven Kresin Trainer beim TSV Landsberg?

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