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Fußball

05.04.2021

Kreis Landsberg: Keine guten Aussichten für die Fußballer

Für die Fußballer sind die Aussichten auf den Restart schlecht.
Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Der Fußball-Verband stellt einen Zeitplan für den Restart auf. Der neu eingeführte Liga-Pokal steht praktisch vor dem Aus.

Wie geht es weiter für die Fußballer? Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat in einer Onlinesitzung einen Vier-Punkte-Plan verabschiedet, wie mit der unterbrochenen Saison 2019/21 umgegangen werden soll. Heinz Eckl, Spielleiter im Kreis Zugspitze, klingt allerdings sehr pessimistisch.

Dieser Plan des BFV beschäftigt sich sowohl mit der Meisterschaftsrunde als auch dem Liga-Pokal, der aufgrund der Pandemie und den Unterbrechungen neu eingeführt worden war. Und er berücksichtigt dabei auch einen möglichen Saisonabbruch. „Sollte ab dem 19. April 2021 kein flächendeckender Trainingsbetrieb mit Kontakt in Bayern möglich sein, ist die Durchführung des Liga-Pokal-Wettbewerbs nicht mehr möglich“, heißt es unter Punkt eins. Entsprechend werde dieser auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene gestrichen, ausgenommen ist die Regionalliga Bayern.

Das Zeitfenster reicht nicht für einen weiteren Wettbewerb

Heinz Eckl, Spielleiter im Kreis Zugspitze, sieht bereits jetzt den Liga-Pokal an einem Punkt angekommen, an dem dieser „keine Zukunft mehr hat und haben kann“, teilte er den Vereinen in einer Mail mit. Schon jetzt reiche das Zeitfenster nicht mehr aus, außerdem habe man bereits per Quotientenregelung und Beschluss das Teilnehmerfeld reduziert. „Eine nochmalige Reduzierung ist nicht im Sinne des Wettbewerbs, und sportlich fair wäre es auch nicht“, so Eckl. „Also kurzum: Der Liga-Pokal ist für mich nicht mehr machbar und der Abbruch für den Kreis Zugspitze ist beantragt.“

Was die Meisterschaftsrunde betrifft, hat der BFV folgende Entscheidung getroffen: „Um noch möglichst viele oder alle der ausstehenden Spiele der Punktrunden zu Ende zu bringen, braucht es einen nahezu uneingeschränkten Trainingsbetrieb ab spätestens 3. Mai 2021. Sollte dies nicht der Fall sein, muss über einen Abbruch der Verbandsspielrunden entschieden werden. Zuvor werde aber die Meinung der Vereine noch eingeholt. „Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die Bestimmungen der Spielordnung (§93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor“, heißt es weiter.

Den Fußballern fehlen auch die sozialen Kontakte

Schwierig schätzt auch Heinz Eckl die Situation ein. Abgesehen vom Sportlichen würden auch die sozialen Kontakte fehlen. Trotzdem schreibt er: „Ich persönlich glaube nicht, dass wir noch rechtzeitig zum Spielen kommen werden“, betont aber ausdrücklich, dass dies seine ganz persönliche Meinung sei und „ich bin dafür nicht der Maßstab“.

Einen Spielbetrieb mit der Voraussetzung, dass jeweils ein negativer Corona-Test vorzuweisen sei, hält der BFV für nicht realisierbar. Festhalten will man aber weiterhin am Toto-Pokal. „Bezüglich der möglichen Fortführung des Toto-Pokal-Wettbewerbs beziehungsweise der Ermittlung des Teilnehmers an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wird ein separater Vorschlag im Dialog mit den noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen durch den Verbandsvorstand erarbeitet“, heißt es in der Stellungnahme des BFV.

Im Kreis Zugspitze war die Teilnahme am Toto-Pokal mit dem Liga-Pokal verknüpft, sollte Letzterer aber nicht mehr ausgetragen werden können, blieben nicht viele Möglichkeiten, so Eckl. „Stand heute müssen wir einen Pokalsieger Zugspitze bringen und ermitteln, auf welchem Weg das dann passiert? Da bleibt dann vielleicht nur ein öffentliches Losverfahren“, spekuliert der Kreisspielleiter – viele Fragen bleiben auch weiterhin offen.

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