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Schondorf/Reit im Winkl

29.01.2019

Langlauf: Gold und Silber für Maximilian Lohse

Maximilian Lohse, amtierender „LT-Sportler des Jahres“ war bei der bayerischen Meisterschaft von Special Olympics wieder erfolgreich. In Reit im Winkl holte er Gold über fünf Kilometer und Silber über 7,5 Kilometer im Langlauf.
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Maximilian Lohse, amtierender „LT-Sportler des Jahres“ war bei der bayerischen Meisterschaft von Special Olympics wieder erfolgreich. In Reit im Winkl holte er Gold über fünf Kilometer und Silber über 7,5 Kilometer im Langlauf.
Bild: Georg Lohse

Die nächsten Titel für Maximilian Lohse: Der „LT-Sportler des Jahres“ ist bei der bayerischen Meisterschaft von Special Olympics erfolgreich. Er zeigt eine sehr sportliche Geste.

In Reit im Winkl fanden die bayerischen Meisterschaften von Special Olympics statt. Nach einer großartigen Eröffnungsfeier und unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Markus Söder kämpften rund 400 Athleten mit geistiger Behinderung bei idealen Wintersportbedingungen um Edelmetall. Mit dabei war der Schondorfer Maximilian Lohse, der amtierende „LT-Sportler des Jahres“. Mehr dazu erfahren Sie hier: Das Geheimnis um die Sportler des Jahres ist gelüftet

Der mittlerweile sehr wettkampferfahrene Maximilian Lohse trat im Langlauf über die 5- und 7,5-Kilometer im Skating an. Das Fünf-Kilometer-Rennen wurde im Einzelstart ausgetragen – perfekt für den Schondorfer. Quasi ungestört konnte er in seinen Rhythmus finden, zeigte der Konkurrenz seine Stärke und meisterte mit Bravour die teils schwierigen Passagen. Belohnt wurde er für diesen guten Lauf mit der Goldmedaille.

Lesen Sie dazu auch: Gold bei den Special Olympics

Den Massenstart mag er gar nicht

Ganz anders sah es beim zweiten Rennen aus. So merkte man Lohse an, dass die Motivation fehlte – denn mehr als Gold gibt es ja nicht und warum sich dann nochmals verausgaben? Hinzu kam noch, dass beim 7,5-Kilometer-Rennen ein Massenstart vorgesehen war, mit dem Maximilian Lohse auf Kriegsfuß steht. Die Erwartungen bei Trainern und Betreuern waren also gedämpft. Doch dann sollte es ein in mehrerlei Hinsicht bemerkenswertes Rennen werden.

Tatsächlich hielt sich Maximilian Lohse beim Start sehr zurück – die Angst vor einem Sturz konnte er nicht abschütteln. Und so verließ er den Start als einer der Letzten. Aber dann packte ihn offensichtlich der Ehrgeiz und die Motivation war größer denn je. Über die vier Runden überholte er einen Konkurrenten nach dem anderen. Schließlich gelang es ihm auch noch, auf den Führenden aufzuschließen. Dieser konnte ihn auch bis zum Zielbereich nicht mehr abschütteln, sodass die Silbermedaille in greifbarer Nähe war.

Mit dabei sind auch viele Stars des Wintersports

Und dann zeigte Lohse ein vorbildliches Fair Play: Auf der Zielgeraden stürzte der Führende und Lohse hätte die zweite Goldmedaille holen können.

Respektvoll nahm er stattdessen Geschwindigkeit raus und ermöglichte es damit seinem Konkurrenten, wieder aufzuschließen und schließlich auch als Erster über die Ziellinie zu gehen. Für Maximilian Lohse gab es dafür die hoch verdiente Silbermedaille.

Aber nicht nur der Wettkampf und die damit verbundene Freude „sich zu messen“ stand im Vordergrund. Auch die Wahrnehmung der Athleten durch außergewöhnliche Sportstars wie etwa Andreas Birnbacher, Tobias Angerer, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sind wichtige Zeichnen für eine Anerkennung der Leistungen behinderter Menschen, heißt es in einer Pressemitteilung. (lt)

Ein Porträt über Maximilian Lohse lesen Sie hier: Doha ist das große Ziel des Schondorfers

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