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Scheuring

04.10.2019

Luftpistole: Scheuring startet seinen zweiten Anlauf in der 1. Bundesliga

Vor zwei Jahren hatten die Scheuringer Edelweißschützen zum Heimkampf in der 1. Bundesliga eingeladen. Viele Zuschauer und Fans sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre in der Lechrainhalle. In dieser Saison wird es sogar zwei Heimwettkämpfe für die Pistolenschützen in der höchsten Liga geben.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga zu schaffen, haben sich die Scheuringer Schützen unter anderem den Weltranglistenersten geholt. Trotzdem könnte es eng werden.

Die Scheuringer Pistolenschützen nehmen einen zweiten Anlauf, um in der 1. Bundesliga Fuß zu fassen. Diesmal allerdings unter geänderten Vorzeichen. Nachdem das sogenannte Einheimischenmodell 2017/18 keinen einzigen Punkt einbrachte, schließen sich die Lechrainer dem „Geschäftsgebaren“ der meisten Konkurrenten an und bringen auf Position eins eine ausländische Spitzenkraft zum Einsatz - der Weltranglistenerste Artem Chemousov. Zudem ist Arben Kucana vom Ligarivalen HSG München als Trainer und Schütze nach Scheuring gewechselt.

Kommt der Führende der Weltrangliste

Im Aufgebot der Lechrainer finden sich mit dem Russen Artem Chemousov (Schnitt laut Setzliste 392,66 Ringe), dem Bulgaren Samuil Donkov (384,00) und dem Schweden Morgen Gunnar Johansson (374,00) drei Ausländer. Eingesetzt werden darf aber pro Begegnung nur jeweils einer. Wunschkandidat ist natürlich Chemousov, der derzeit die Weltrangliste mit der Luftpistole anführt. Aber sein Start ist beim Auftakt an diesem Wochenende wegen Terminüberschneidungen fraglich.

Das Niveau des Scheuringer Teams anheben dürfte auch Arben Kucana (371,00) selbst. Sein Wunschplatz während der Wettkämpfe wäre zwar der Trainerstuhl hinter den Aktiven, da der Deutsch-Albaner aber auch ein treffsicherer Schütze ist, wird er wohl in den meisten Partien selbst antreten und so auch in dieser Rolle seinen Teil zum angestrebten Klassenerhalt beitragen. Auf die Frage, ob diesmal denn der sofortige Wiederabstieg zu vermeiden ist, kommt wie aus der Pistole geschossen ein klares „Ja“ von Kucana. „So etwas wird Scheuring kein zweites Mal erleben“, ist er sich sicher. Obwohl die 1. Bundesliga in dieser Saison nach seiner Einschätzung so stark wie noch nie besetzt ist.

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Der neue Trainer ist sehr zufrieden

Mit den Bedingungen und dem Umfeld in Scheuring ist Kucana hoch zufrieden. „Etwas Besseres hätte mir gar nicht passieren können“, lobt er. Bei den Aufstellungen für die erste und zweite Mannschaft will er sich als Coach zunächst am Ringschnitt der vergangenen Saison orientieren. „Ich bin nicht gekommen, um hier alles umzukrempeln“, versichert der in München wohnende Deutsch-Albaner. Aber mittelfristig erwartet er schon, dass sich einige der talentierten Nachwuchskräfte nach vorne schieben werden.

Trotz der genannten Verstärkungen werden sich einige Konkurrenten für die Lechrainer wohl erneut als eine Nummer zu groß erweisen. Andere jedoch müssten nun auch zu packen sein. Dazu gehören die beiden Auftaktgegner Waldhausen (Landkreis Biberach) und Hambrücken bei Karlsruhe. Gegen beide Teams gab es beim Scheuringer Kurzbesuch in der 1. Liga eine 2:3-Niederlage. Waldhausen schaffte im Vorjahr als Drittletzter gerade noch den Klassenerhalt und liegt vom Vorjahresschnitt auf allen Positionen etwas unter den Scheuringern. Gegen Hambrücken dürfte die Tagesform den Ausschlag geben. Beide Gegner haben übrigens als eine der wenigen Ausnahmen in der 1. Bundesliga keinen ausländischen Star in ihrem Aufgebot.

So sieht das Auftaktprogramm am ersten Wochenende aus

Neben den Neuzugängen gehört das komplette Team, das in der vergangenen Saison die Rückkehr in die 1. Bundesliga geschafft hat, dem Kader der Edelweiß-Schützen an. Dies sind Oliver Balg (374,10), David Probst (372,55), Thomas Ranzinger (369,36) und Philipp Ranzinger (368,73).

1. Bundesliga Süd, das erste Wochenende: 5. Oktober Gruppe I in Fürth: HSG München - Murrhardt-Karnsberg; Hilpoltstein - Weil am Rhein; Dynamit Fürth - Waldenburg Gruppe 2 in Kelheim-Gmünd: Scheuring - Waldhausen; Ludwigsburg - Waldkirch; Kelheim-Gmünd - Hambrücken 6. Oktober Gruppe I: Weil am Rhein - Murrhardt-Karnsberg; Waldenburg - HSG München; Dynamit Fürth - Hilpoltstein Gruppe II: Scheuring - Hambrücken; Waldkirch - Waldhausen; Kelheim-Gmünd - Ludwigsburg.

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