Eishockey

18.01.2020

Noch kommt keine Panik auf

Der HCL-Nachwuchs kämpft um den Klassenerhalt

Die Senioren des HC Landsberg haben mit der Zwischenrunde das erste Saisonziel – Klassenerhalt – erreicht. Doch wie sieht es beim Nachwuchs aus? Sowohl die U20 als auch die U17 kämpft aktuell in der deutschen Nachwuchsliga um den Klassenerhalt. Nervosität kommt aber bei Thomas Blaschta, im HCL-Präsidium für den Nachwuchs verantwortlich, nicht auf. Im Gegenteil. Er hat gute Gründe, die Situation ganz gelassen zu sehen.

„Eigentlich läuft es bei uns besser als gedacht“, ist Blaschta ganz entspannt. Auch wenn die U20 derzeit auf dem vorletzten Platz in der DNL DivisionIII liegt, macht er sich keine Sorgen: „Wir haben es selbst in der Hand. Im Übrigen hat die Mannschaft die meisten Spiele ganz knapp verloren.“ Und die vier Punkte Vorsprung vor Schlusslicht Peiting sorgen zudem für eine gewisse Sicherheit.

Am Sonntag ist der HCL in Peiting zu Gast, dann folgt ein Doppelspieltag beim Drittletzten Mannheim und danach sollte man sich aus der brenzligen Situation befreit haben, ist Blaschta zuversichtlich. Und was die U17 betrifft, sieht Blaschta noch weniger Probleme: „Selbst wenn das Team Letzter werden sollte, gibt es eine Relegation mit der Bayernliga und da gewinnen die Jungs sicher.“

Noch kommt keine Panik auf

Sollten seine Vorhersagen nicht eintreffen, wäre es allerdings kritisch für den HCL. Mit viel Aufwand erfüllte man die vom DEB verlangten Vorgaben, um in die DNL aufgenommen zu werden. „Wenn wir absteigen würden, wäre es natürlich nicht schön“, sagt Blaschta. Abgesehen davon, dass man erst sportlich wieder den Aufstieg schaffen müsste, müsste man auch erneut um die Aufnahme in den DEB bemühen.

Was ihm aber größere Kopfzerbrechen machen würde, wäre die Saison in der Bayernliga, denn dort reiche das Niveau derzeit nicht, um die Spieler zu fördern. Und genau das ist das Ziel. „Die Tabelle schaue ich mir eigentlich gar nicht so genau an“, sagt Thomas Blaschta. „Uns geht es in erster Linie darum, die Spieler so zu fördern, dass sie in der ersten Mannschaft Fuß fassen können.“

Dass dieser Plan aufgeht, dafür ist Christopher Mitchell das beste Beispiel. In der vergangenen Saison erzielte er für die U20 des HCL in 34 Spielen 17 Tore und insgesamt 39 Punkte. In dieser Saison traf er für die Riverkings in der Bayernliga-Vorrunde vier Mal.

Und es hat sich bereits herumgesprochen, dass die Nachwuchsförderung beim HC Landsberg vorbildlich ist. „Was mich besonders freut, ist, dass inzwischen auch U13-Spieler aus Bad Wörishofen zu uns gewechselt sind. Früher sind diese immer nach Kaufbeuren gegangen“, sagt Blaschta.

Und abgesehen von den beiden DNL-Teams läuft es beim Nachwuchs auch sehr gut. So ist die U15 aktuell auf Platz drei in der Mittelrunde der Bayernliga. „Wir hatten befürchtet, dass die Mannschaft absteigt, jetzt spielt sie so gut mit“, freut sich Blaschta.

Gleiches gilt auch für die beiden U13-Teams. Während das erfahrenere Team ebenfalls in der Bayernliga sehr gut mitspielt, überzeugt auch die zweite Mannschaft: „Sie sind in der Landesliga nicht Letzter“, so Blaschta. Und das, obwohl die wenigsten Spieler über Wettkampferfahrung verfügen.

Die Zahlen geben den Landsbergern recht: Mit 163 Kindern mit Spielerpass war man in die Saison gestartet. „Jetzt haben wir 184“, freut sich der Chef der Nachwuchs-Abteilung. (mm)

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