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Pflugdorf

20.06.2020

Rennfahrer Marcel Schrötter kann wieder Gas geben

Ein bisschen muss sich Marcel Schrötter noch gedulden, dann geht für den Pflugdorfer Motorradfahrer die Saison nach der Corona-Pause weiter.
Bild: Glänzel (Archiv)

Plus Nach der Corona-Pause geht für den Pflugdorfer Marcel Schrötter die Saison in der Moto2-Klasse weiter. Ein Abbruch hätte ihn doppelt hart getroffen.

Die „Katastrophe“, die Absage der gesamten Saison, ist abgewendet. Die Motorrad-WM-Serie beendet die viermonatige Corona-Pause und nimmt am 19. Juli im spanischen Jerez den Rennbetrieb wieder auf. Besonders für den Pflugdorfer Rennfahrer Marcel Schrötter ist das wichtig, hat er sich doch für diese Saison ein ganz hohes Ziel gesetzt.

Für die „Königsklasse“, die MotoGP, ist es der Start in die Saison, für die Moto2-Klasse, in der Deutschlands bester Motorradfahrer, der 27-jährige Pflugdorfer Marcel Schrötter, an den Start geht, ist es der Re-Start nach dem bislang einzigen Rennen am 8. März in Katar. Dort war der Kalex-Pilot auf Rang sieben gefahren.

Die vergangenen Wochen waren sehr schwierig

„Inzwischen wissen wir offiziell, wie und vor allem, dass es weitergeht. Es kribbelt schon total. Die Unsicherheit der letzten Wochen und Monate war schwierig für den Kopf. Aber ich hatte immer die Einstellung, dass es sicher weitergeht“, sagt der Top-Pilot vom Memminger Liqui Moly Intact GP-Team im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt. Er ist gerade in Kroatien – ein bisschen Urlaub, danach drei Tage Training in Rijeka.

Rennfahrer Marcel Schrötter kann wieder Gas geben

Nicht mehr lange, dann kann er endlich wieder das Rennrad, mit dem er wochenlang in seiner bayerischen Heimat unterwegs war, mit der Rennmaschine vertauschen. „Es war schön, mal wieder länger zu Hause zu sein. Das habe ich genossen, das hatte ich jetzt zehn Jahre nicht mehr“, erzählt Schrötter.

Mit dem Go-Kart und Mini-Bike unterwegs

Er war während der Corona-Pause auch mit Mini-Bike, im Go-Kart auf der Kart-Bahn in Ampfing und mit der Motocross-Maschine unterwegs. Und mit einer Yamaha R1, einem normalen 1000-Kubik-Straßen-Motorrad, „ganz spontan und privat“ auf den Rennstrecken in Spielberg und Oschersleben.

Aber jetzt freut er sich auf den Re-Start der Rennserie: „Ich bin topfit und total heiß“, gibt er zu. Anfang Juli fliegt er nach Spanien, um dann in Barcelona zu trainieren. 13 Rennen sind aktuell fix terminiert. „Wir brauchen laut Reglement mindestens 13, um den Titel auszufahren. Die haben wir jetzt, mit Doha sogar 14“, erklärt der Pflugdorfer. Möglicherweise kommen noch Übersee-Rennen dazu. „Aber dahinter steht noch ein großes Fragezeichen.“ Bis Ende Juli sei da noch Zeit für Entscheidungen.

Für Marcel Schrötter hat das Warten bald ein Ende.
Bild: Glänzel/Inpact GP

Doch nicht nur die Corona-Zwangspause macht diese Saison für ihn zu einer ganz besonderen. Sein Ziel ist nach dieser Saison in der MotoGP-Klasse zu starten. Dafür sind Top-Resultate nötig – aber in erster Linie natürlich auch erst mal genügend Rennen. Die bisher fest terminierten Rennen finden alle in Europa statt. In Jerez (Spanien), Spielberg (Österreich), Misano (Italien), Aragon und Valencia (beide Spanien) als Doppel-Renntage an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden, dazu Brünn (Tschechien), Barcelona (Spanien) und Le Mans (Frankreich) als Einzelrenntage. Schrötters „Heimrennen“ auf dem Sachsenring ist komplett aus dem Rennkalender gefallen.

Auf die Doppel-Veranstaltungen freut sich der Moto2-Pilot ganz besonders: „Das ist cool. Und es macht Sinn, vor Ort zu bleiben, da wir ja einen großen Aufwand betreiben.“ Der größte Unterschied zu den bisherigen Veranstaltungen: Sie werden wegen Corona – analog zu den großen Fußballspielen – als „Geisterrennen“, also ohne Zuschauer, ausgetragen. „Das macht keinen großen Unterschied zum Rennen im März in Katar. Da war auch im Fahrerlager wenig und auf der Tribüne gar nichts los“, erinnert sich Schrötter.

Es werden keine normalen Rennen sein

Er weiß aber: „Es werden keine normalen Rennen werden. Es ist halt etwas anderes, vor ausverkauftem Haus und vollen Tribünen zu fahren.“ Auch im Fahrerlager wird reduziert: „Es sind nur zwölf Personen pro Team zugelassen. Da müssen einige daheimbleiben.“ Seine Hoffnung: „Vielleicht kommen ja noch Lockerungen, vielleicht können wir im Herbst oder später wieder vor Zuschauern fahren.“

Wer Marcel Schrötter bei den Rennen sehen will: Alle werden wieder live bei „Servus TV“ im Free-TV übertragen.

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