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Penzing

21.04.2015

Starke Nerven bewiesen

Nach einem langen Turniertag waren Penzings Volleyballerinnen die glücklichen Sieger: Das Team des Trainergespanns Gelhaar/Babl schlägt auch in der kommenden Saison in der Landesliga auf.
Bild: Thorsten Jordan

Volleyball Damen machten es im Abstiegskampf ausgesprochen spannend. Aber jetzt kann man die Pause genießen

Penzings Volleyballerinnen haben ihre Chance genutzt: Im Relegationsturnier gewannen sie gegen die beiden unterklassigen Mannschaften aus Germering und Kleinaitingen. Auch wenn Spielerinnen, Trainer und mitgereiste Fans einen wahren Krimi erlebten, war das Ergebnis alles in allem gerechtfertigt und die FCP-Damen belohnten sich damit für ihren großen Kampfgeist während der Saison. Ein großartiger Zusammenhalt im ganzen Team und viele sehr konzentrierte Trainingseinheiten über zehn Monate hinweg zahlten sich schlussendlich aus. „Egal, wie das gelaufen ist – ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, meinte Coach Achim Gelhaar nach dem letzten Satzball freudestrahlend. Als Favorit ging der Landesligist in die Spiele gegen die beiden Vizemeister aus den Bezirksligen. Und dieser Rolle wollten die Penzingerinnen auch gerecht werden, wie Romana Kohlhund berichtet: „Alle waren sich einig, dass Penzing heute siegt und gute Chancen hat, die Landesliga zu halten.“ Penzings erster Gegner war Gastgeber SV Germering, dieser hatte nämlich zum Auftakt zuvor gegen Kleinaitingen verloren. Beiden Teams merkte man die Nervosität an, Penzing machte dadurch zu viele Eigenfehler und Germering erarbeitete sich sowohl im ersten als auch zweiten Durchgang jeweils einen Vorsprung von vier Punkten. Beide Male behielt der FCP aber die Nerven und gewann mit 25:23 und 25:22 relativ knapp. Das Spiel wirkte teilweise sehr zerfahren, dann wieder zeigte Penzing seine Klasse – leider erneut nicht konstant genug.

Das wurde den FCP-Damen im dritten Satz zum Verhängnis, der ging nämlich an Germering (20:25). Auch im vierten Satz erwischte Germering den besseren Start – die großen Mittelblockerinnen machten es Penzings Angreiferinnen schwer. Zwei taktische Auswechslungen, in denen Gelhaar zwei neue Angreiferinnen einsetzte, zeigten Wirkung: Andi Epp fand zu ihrer Form zurück und verstärkte die Annahme und Abwehr, Christine Schöpf, ausnahmsweise auf der Diagonalposition, brachte frischen Wind in die Angriffs- und Blockreihe. Beim Spielstand von 19:23 verwandelte Schöpf sechs druckvolle Aufschläge, die den SVG unter Druck setzten, und Penzing gewann 25:23. Die erste Hürde war genommen.

Jetzt musste man noch gegen den FC Kleinaitingen gewinnen, doch die ersten beiden Sätze waren aus Penzinger Sicht eine einzige Katastrophe: Nichts lief zusammen und Penzing stand nach dem 0:2-Satzrückstand vor dem Aus.

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„Wir wollten uns so nicht geschlagen geben und machten uns gegenseitig Mut“, so Caro Zach. Der Plan ging auf: Auf einmal hatte Penzing wieder das nötige Selbstvertrauen, spielte die nächsten drei Sätze ohne viele Schnörkel und Extravaganzen zu Ende und erlaubte sich keine Durchhänger mehr. Allen voran Caro Zach, die an diesem Tag in Top-Form war, verwandelte jeden der gestellten Bälle in einen wichtigen Punkt. Alle waren nun wieder fokussiert auf das Ziel, und das merkten die Schwaben wohl – sie zeigten zu wenig Gegenwehr, um noch mithalten zu können. Mit 25:17, 25:12 und 15:5 sicherten sich die Damen des FCP den Klassenerhalt in der Landesliga.

Erleichterung breitete sich aus, und Chrissi Degle gab zu: „Nach dieser nervlichen Anspannung die letzten Wochen über sind alle froh, mal ein paar volleyballfreie Wochen vor sich zu haben.“ Rückblickend war die Saison alles in allem sehr erfolgreich, Penzing hat sich in der Landesliga gegen starke Gegner behauptet und „sich nun dafür belohnt“, freute sich auch Gelhaar für seine Mannschaft.

Daran hatten sowohl er, als auch Co-Trainer Franz Babl, der immer einsprang, wenn Not am Mann war, einen großen Anteil. Wie es personell weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Natürlich hoffen der Verein und die Mannschaft, dass im gleichen Trainer- und Mannschaftsteam weitergearbeitet werden kann und neben eventuellen Neuzugängen nicht zu viele Veränderungen bevorstehen.

Neben den Vorbereitungen auf die neue Hallensaison im Herbst, geht es für viele der FCP-Spielerinnen nun aber erst mal in den Sand, denn mit dem Frühling steht auch wieder die Beach-Volleyball-Saison vor der Tür. (lt)

Penzing: Brugger, Degle, Epp, Helmer, Kohlhund, Mannsbart, Reisacher, Schmitz, Schöpf, Zach

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