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Sechs Kauferinger fahren zur Süddeutschen

15.05.2015

Ungewisse Zukunft für Schwimmer

Nicole Fritsch schwamm in Regensburg zweimal ins Finale – doch die Kauferinger Schwimmabteilung sieht einer ungewissen Zukunft entgegen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Gute Ergebnisse gibt es genügend, aber die Abteilung hat ein großes Problem

Beim letzten großen Vorbereitungswettkampf zur süddeutschen Meisterschaft zeigten Kauferings Schwimmer eine deutlich ansteigende Form – und doch blickt man sorgenvoll in die Zukunft.

In den Osterferien waren 14 Schwimmer mit ihrer Trainerin Heidi Amrhein nach Rabenberg gereist, um in der dortigen Sportschule zu trainieren. Unterstützung erhielten sie dabei auch von Dr. Iris Komar, die bei den Olympischen Spielen 1968 am Start war und als eine der ersten deutschen Schwimmerinnen die Minutengrenze über 100m Freistil geknackt hatte. Wie trainingsintensiv der Schwimmsport ist, zeigt das Trainingspensum, das die Kauferinger dort absolvierten: täglich 6 Stunden im Wasser und zusätzlich noch 2 Stunden Laufen, Krafttraining und Gymnastik.

Gespannt fuhr man deshalb nach Regensburg zum internationalen arena Swim Meeting. Dabei galt es, die Qualifikationszeiten für die bayerische, süddeutsche und oberbayerische Meisterschaft zu erreichen. Die Tatsache, dass 77 Vereine aus 9 Nationen, gespickt mit einer Reihe von WM- und Olympiaathleten am Start waren, spornte die Kauferinger besonders an: Man kann nicht jeden Tag Olympiateilnehmer starten und siegen sehen.

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Am Ende sah man erleichterte Trainer und glückliche Schwimmer. Die wertvollste Leistung zeigte die 13-jährige Nicole Fritsch. Sie erreichte sowohl über 50 Meter Rücken als auch 50 Meter Freistil das Finale. Nachdem sie bereits im Vorlauf neue persönliche Bestzeiten aufgestellt hatte, steigerte sie sich im Finale noch mal und schrammte mit 30,13 Sekunden über 50 Meter Freistil nur um einen Wimpernschlag an der 30-Sekunden-Grenze vorbei. Zwei siebte Plätze waren in dem hochkarätigen Feld der Lohn. Neben Nicole Fritsch haben sich noch fünf VfL-Schwimmer in ihren Jahrgängen für die Süddeutsche qualifiziert – und damit für den größten Erfolg seit 2012 gesorgt: Nadja Amrhein (16 Jahre), Julia Drasky (20), Jan Imhof (15), Amira Holzmann (14), Svenja Plank (15).

Umso schwerer und bedauerlicher wiegt die Tatsache, dass die Zukunft des Leistungsschwimmens in Kaufering ab Sommer unklar ist. Cheftrainerin Heidi Amrhein wird sich nach drei hochintensiven Jahren aus der ersten Reihe zurückziehen und ein Nachfolger steht bisher nicht bereit.

Händeringend suchen die Verantwortlichen deshalb nach einem qualifizierten Trainer, der die Leitung der Leistungsgruppe übernehmen und das Schwimmerteam weiterentwickeln kann.

Interessierte können sich unter abteilungsleitung@schwimmverein-kaufering.org melden.

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