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Fußball

21.09.2020

Vom Bundestag auf den Fußballplatz: Michael Kießling spielt in Lengenfeld  

Einmal als Fußballer, einmal als Redner: Der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling sorgt beim Neustart der Amateurfußballer im Landkreis Landsberg für eine Überraschung: Er läuft für den SV Lengenfeld in der A-Klasse auf.
Bild: Büro MdB Kießling/Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Beim Neustart der Fußballer im Kreis Landsberg nach der Corona-Pause herrscht beim A-Klasse-Verein SV Lengenfeld Personalnot. CSU-Bundestagsabgeordneter Michael Kießling springt ein.

„Ich will natürlich, dass der SV Lengenfeld den Klassenerhalt schafft.“ Das sagt der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kießling. Und es blieb bei ihm nicht bei den Worten: Am ersten Spieltag nach der langen Corona-Pause stand der 47-Jährige für den Vorletzten der A-Klasse 7 auf dem Platz. Wie es dazu kam, erzählte er dem Landsberger Tagblatt.

Mit dem Zweiten Vorsitzenden des SV Lengenfeld, Thomas Rösler, hatte sich Kießling bereits vor einiger Zeit unterhalten, und der schilderte ihm die Personalnot beim SVL. „Ich habe ja früher beim SV Lengenfeld gespielt“, erzählt der Politiker, der daraufhin seine Hilfe angeboten habe. Und Erfahrung im Fußball hat Kießling genug – er spielt auch beim FC Bundestag. „Wir haben momentan dienstags und mittwochs Freundschaftsspiele oder Benefizspiele“, erzählt Michael Kießling – im Training steht er also.

Lengenfelds Zweiter Abteilungsleiter meldet sich am Freitagabend

Und dann ging es ganz schnell: „Am Freitagabend habe ich von Thomas Rösler eine SMS bekommen: Sonntag, 15 Uhr, in Lengenfeld.“ Und so stand der Bundestagsabgeordnete, „da es gepasst hat“, am Sonntag im Spiel gegen Issing für den SVL auf dem Platz – in der 32. Minute wurde er eingewechselt und spielte dann bis zum Schluss durch. Allerdings nicht auf seiner angestammten Position. „Beim FC Bundestag spiele ich Innenverteidiger, da bin ich einer der jüngeren“, erzählt der 47-Jährige.

Michael Kießling spielt auf einer ungewohnten Position

Beim SV Lengenfeld allerdings rückte er ins Mittelfeld vor – auf den Flügel. Eigentlich eine sehr laufintensive Position, „aber man muss es nicht übertreiben“, sagt der CSU-Kreisvorsitzende und lächelt. Einen „Bundestagsbonus“ habe er nicht bekommen. „Ich weiß nicht, ob es der Gegner mitbekommen hat, dass ich gespielt habe“, sagt er mit einem Schmunzeln. Schließlich habe er ohne Brille, dafür mit Kontaktlinsen gespielt, und „das verändert das Aussehen dann doch etwas“.

Aber was wichtig ist: Er hat sich nicht verletzt „und ich bin am nächsten Tag auch aus dem Bett gekommen und kann mich bewegen“. Nur die Niederlage des SV Lengenfeld (0:1) konnte er nicht verhindern. Aber er schließt nicht aus, wieder für den SVL aufzulaufen – wenn die Saison fortgesetzt werden kann.

Die Vorschriften wegen der Corona-Pandemie sind ein Thema

Beim Neustart hatte es strenge Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie gegeben. „Natürlich muss man darauf Rücksicht nehmen“, sagt Kießling. Er selbst hatte sich erst vor Kurzem freiwillig in Quarantäne begeben, da seine Corona-App Alarm geschlagen hatte (wir berichteten). Der Test war negativ, trotzdem reagiere man dann sensibler. Doch bei diesem Spiel habe er ein gutes Gefühl gehabt. „Wir Spieler sind nacheinander duschen gegangen“, erzählt er, und die Zuschauer hätten sich an die Regeln gehalten. „Aber es ist natürlich wichtig, dass die Zuschauer damit etwas bewusster umgehen“, betont der Bundestagsabgeordnete.

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