Newsticker

Österreich verhängt Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten von 7. Dezember bis 10. Januar

Fußball

11.10.2017

Zenkner und Detmar sind raus

Ein Bild aus vergangenen Zeiten: TSV-Abteilungsleiter Robert Michel (links) hat Trainer Uwe Zenkner (Mitte) freigestellt, daraufhin nahm auch Christian Detmar (rechts) seinen Hut.
2 Bilder
Ein Bild aus vergangenen Zeiten: TSV-Abteilungsleiter Robert Michel (links) hat Trainer Uwe Zenkner (Mitte) freigestellt, daraufhin nahm auch Christian Detmar (rechts) seinen Hut.

Der TSV Landsberg trennt sich vom Cheftrainer – sein Assistent geht gleich mit. Einen Nachfolger kann der Verein aber noch nicht präsentieren. Mölders war schon mehrmals da

Das war es dann für Uwe Zenkner und Christian Detmar: Die Fußball-Abteilung des TSV Landsberg hat sich von Cheftrainer Zenkner getrennt, daraufhin zog sich auch Christian Detmar zurück. Die Bayernliga-Fußballer stehen ohne Trainer da, in dieser Woche übernimmt erst mal Michael Bugdoll, Trainer der zweiten Mannschaft, zusammen mit dem sportlichen Leiter Arek Wochnik das Training und die Leitung beim Spiel in Kottern am Wochenende.

Für Zenkner und Detmar kam die Nachricht überraschend, sagen beide. Michel sieht es anders: Nach dem positiven Gefühl vor ein paar Wochen mit den drei Spielen ohne Niederlage und dem Spielabbruch gegen Neumarkt, sei man nach den beiden Niederlagen in Schwabmünchen „in einen Bereich abgerutscht, in dem wir schon zweimal waren“, so Michel – in die Abstiegszone.

Geredet worden sei in der Abteilung immer wieder, auch dass man die Trainerfrage stellen müsse, so Michel. Da mache man sich Gedanken und jetzt habe man gehandelt. Nicht beeinflusst hat dies Hauptsponsor 3C-Carbon, wie Christoph Kruse, verantwortlicher Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit in dem Unternehmen, mitteilt: „Dass wir lieber eine erfolgreichere Saison gesehen hätten, ist kein Geheimnis. Wir stehen auch in engen Gesprächen mit der Abteilung, aber in die sportlichen Entscheidungen mischen wir uns nicht ein.“

Dass Robert Michel Zenkner von seinem Rauswurf telefonisch informieren musste, sei den Umständen geschuldet, da er die ganze Woche beruflich unterwegs sei. „Aber wir werden uns sicher noch zusammensetzen“, so der TSV-Abteilungsleiter. „Das werden wir müssen“, kommentiert dies Uwe Zenkner mit einem Lachen, schließlich habe er noch einen Vertrag mit dem TSV. Für ihn kam die Freistellung „zu diesem Zeitpunkt sehr überraschend. Mit einer Mannschaft, die zweimal in die Relegation musste, kann man nicht plötzlich oben mitspielen. Da liegen Vorstellung und Wirklichkeit schon weit auseinander.“ In dieser Saison sei der Kader zwar breiter, aber „in der Spitze noch lange nicht so, dass wir mit den Top-Teams der Bayernliga mitspielen können“. Außerdem habe man bislang mehr Auswärtsspiele bestreiten müssen als alle anderen Mannschaften, auch das hätte berücksichtigt werden müssen. Im Übrigen fehlte ihm die Rückendeckung: „Christian Detmar und ich waren Einzelkämpfer, nicht mal nach der geglückten Relegation gab es eine große Runde um sich auszutauschen.“

Dass Detmar es ablehnte, die Mannschaft zu übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist („Ich habe Uwe mit hierher geholt. Das wäre nicht loyal gewesen.“) habe Zenk-ner sehr beeindruckt – ebenso, wie ihn die ganze Entscheidung auch überraschte, „vor allem, da der Verein jetzt völlig blank dasteht, es gibt ja keinen Trainer, der übernimmt“.

Diesen hofft Michel Mitte nächster Woche präsentieren zu können. Man habe zwei Kandidaten ins Auge gefasst, mit denen gesprochen werde. Allerdings ist Michel diese Woche eben beruflich unterwegs, und so werde wohl Mitte nächster Woche einen Nachfolger präsentiert werden können.

Frei wären ja einige Trainer, da bereits vor den Landsbergern in der näheren Umgebung zum Beispiel der Bayernliga-Konkurrent Schwabmünchen oder der Landesligist Aindling ihre Trainer entlassen haben. Zudem war in Landsberg der frühere Trainer des SV Mering ein oft gesehener Zuschauer: Sascha Mölders. Er ist gut befreundet mit Dominik Schön, der zu Saisonbeginn vom SV Mering nach Landsberg wechselte. Derzeit ist Mölders Stammspieler beim TSV 1860 München in der Regionalliga.

Eine Entscheidung über die Wertung des Spielabbruchs gegen Neumarkt wird erst am heutigen Mittwoch bekannt gegeben, teilte Heinz Ferber, Vorsitzender des Sportgerichts gestern mit.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren