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Veteranen

20.11.2019

Karg: Sorge vor einem Krieg ums Wasser

Für die Geschicke des Ascher Soldaten- und Veteranenvereins sind weiterhin (von links) Donat Vogel, Anton Weinholzner, Markus Beisch, Hannes Vogel, Anton Nirschl und Martin Nirschl verantwortlich.
Bild: Andreas Hoehne

Redner erinnern auch an den Mauerfall vor 30 Jahren. Jubiläum wird vorbereitet

150 Jahre alt wird der Veteranen- und Soldatenverein Asch 2021. Über die Gestaltung des Fests habe man sich bereits Gedanken gemacht, berichtete der Vorsitzende Donat Vogel bei der Jahreshauptversammlung in der Restauration Blätz. So wird das Jubiläum am 30. Mai 2021 mit einem Gottesdienst und einer Veranstaltung in der Fuchstalhalle gefeiert.

Bei den Vorstandswahlen wurde Vogel in seinem Amt bestätigt. Auch bei den übrigen Positionen gab es keine Veränderungen.

In seinem Rückblick ging Vogel auf die Teilnahme des Vereins beim Festumzug anlässlich des Ascher Bezirksmusikfests ein. Auf dem Wagen war eine Nachbildung der Stockkapelle zu sehen. Er bedankte sich bei Karl Gleich senior für die vielen Stunden, die er in dieses Werk investiert hatte, und bei Hermann Kerschmeier für seine Rolle als Initiator und Ideengeber. Der Oberbau des Wagens soll nun in der Nähe der Ascher Pfarrkirche aufgestellt werden.

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Im kommenden Jahr beteiligt man sich an der traditionellen Veteranenwallfahrt zur Stockkapelle. Zum 60. Jubiläum dieser Veranstaltung werde sie wieder einmal von Asch ausgerichtet, kündigte Vogel an. Der damalige Vorsitzende Anton Wegscheider hatte die Wallfahrt 1963 begründet.

Auch wenn in Asch vor drei Jahren der letzte Teilnehmer am Zweiten Weltkrieg verstorben war, wird es künftig wieder sehr viele Veteranen geben. In einem Tagesbefehl hatte im November 2018 die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärt, dass alle aktiven und ehemaligen Soldaten der Bundeswehr künftig als Veteranen gelten. Donat Vogel informierte über das Aussehen des Abzeichens und die Modalitäten der Beantragung.

Vorausgegangen waren der Versammlung nach dem Gottesdienst, den Pater Joseph Mangalathukaryder zelebriert hatte, der Jahrtag und die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Sowohl Vogel als auch Bürgermeister Erwin Karg bezogen sich in ihren Ansprachen auf den Mauerfall vor 30 Jahren. Karg mahnte zudem, dass der nächste Krieg wohl vom Kampf um Wasser und Nahrung geprägt sei. Man sollte statt Waffen lieber Meerwasserentsalzungsanlagen nach Afrika schicken, schlug er vor.

Donat Vogel würdigte in seiner Rede das vor 70 Jahren geschaffene Grundgesetz. Er wies darauf hin, dass in Deutschland, im Gegensatz zu vielen Ländern, das Parlament über bewaffnete Auslandseinsätze zu bestimmen habe. Der Friede selbst lasse sich nur durch Anstand und Vernunft bewahren.

Umrahmt wurde der Tag von der Musikkapelle Asch unter Leitung von Xaver Wiedenmann. Der Antrag eines Musikers, den Jahrtag künftig auf Samstagnachmittag und -abend oder den Sonntag zu verlegen, wurde in der Versammlung mit großer Mehrheit abgelehnt. (hoe)

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