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Projekt

18.01.2019

Wie sich drei Gemeinden näher kommen wollen

Ein gemeinsames Konzept soll Windach, Eresing und Finning in kleinen Schritten voranbringen. Wie es weitergeht

Viele Punkte sind bereits erledigt, aber auch im neuen Jahr wird es noch eine Menge Arbeit für die Ratsmitglieder von Eresing, Finning und Windach geben. Im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung informierten sie sich über den aktuellen Stand des interkommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), mit dem sich bereits mehrere Arbeitsgruppen beschäftigen.

An dem Treffen nahmen auch Vertreter der Regierung von Oberbayern teil, um zum Beispiel Fragen nach Zuschüssen zu beantworten. Ilka Siebeneicher vom Augsburger Büro für Ortsplanung und Stadtentwicklung gab den Gemeinderäten einen Überblick auf das bisher Erreichte und die Aufgaben, die noch erledigt werden müssen.

Im Internet will sich die Verwaltungsgemeinschaft (VG) künftig mit einer professionellen Seite präsentieren, die den Bürgern transparent macht, was in den Rathäusern der drei Gemeinden alles passiert. Neben der aktuellen Kommunalpolitik soll auch über den Tourismus informiert werden, zum Beispiel Gaststätten, Radwege oder Unterkünfte. „Ein eigenes VG-Blatt könnte das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken“, sagte Siebeneicher.

Das komplette Radwegenetz in den drei Gemeinden soll erfasst, die Beschilderung verbessert und der Individualverkehr verringert werden. Ein Arbeitskreis will konkrete Maßnahmen auflisten, wie man wichtige Verbindungen stärken und Gefahrenpunkte entschärfen kann. Eresing und Windach wollen sich am Anruf-Sammeltaxi beteiligen.

Weil die Zahl der älteren Menschen in den kommenden Jahren stark steigen werde, so Siebeneicher, sei ihre Betreuung und Pflege in den Dörfern ein wichtiges Thema. „Dazu werden wir in Zukunft verstärkt Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer brauchen.“ Notwendig seien auch neue Wohnformen sowie Tagespflegeplätze und die gesellschaftliche Teilhabe. Barrierefreie Treffpunkte für Senioren sollten möglichst im Ortszentrum liegen. Als konkretes Beispiel nannte die Referentin den Kracherhof in Eresing. Dort gibt es inzwischen ein privates, genossenschaftliches Wohnmodell mit acht Wohnungen.

Um Zuschüsse zu bekommen, schlägt das Planungsbüro vor, Sanierungsgebiete festzulegen, in denen Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Für private Haus- und Grundstückseigentümer gebe es dabei steuerliche Vorteile: Sie können ihre Kosten für Gebäudemodernisierungen in Form einer Sonderabschreibung geltend machen.

Als Mittler zwischen Gemeinderat und Bürger gibt es in Finning ein Bürgergremium. Dessen Mitglieder treffen sich jeden ersten Montag im Monat und beschäftigen sich unter anderem mit der nachhaltigen Dorfentwicklung. Diskutiert wird auch über die künftige Nutzung des früheren Kindergartens in der Sonnenstraße. In den Blick nimmt man dabei den Vorschlag, etwas für die Senioren des Ortes zu schaffen.

„Nicht immer müssen es große und teure Maßnahmen sein, um etwas zu verbessern“, stellte Siebeneicher fest. Zum Beispiel könnte man in Schöffelding einen kleinen Dorfplatz schaffen. Das Ortsbild prägende Gebäude in den Gemeinden könnten gesichert oder öde Asphaltflächen zurückgebaut werden.

Wie geht es weiter? Nach der gemeinsamen Ratssitzung will das Planungsbüro bis zum Frühjahr seine vorbereitenden Untersuchungen abschließen und Empfehlungen vorlegen, wie die Verwaltungsgemeinschaft bei den einzelnen Punkten weiter vorgehen kann.

Die Ergebnisse sollen dann bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Außerdem müssen vor der endgültigen Ausweisung von Sanierungsgebieten noch die Träger öffentlicher Belange, also Ämter, Behörden und Verbände, gehört werden.

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