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Bürgerversammlungen

13.05.2011

1,2 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingenommen

In Könghausen fand die letzte Bürgerversammlung im Gasthaus „Alpenrose“ statt, bevor diese nun ab Mai endgültig geschlossen wurde. Wo künftig Versammlungen und Zusammenkünfte stattfinden werden, ist noch ungewiss. Auch die Schützen haben ihr Vereinslokal verloren.
Bild: Foto: kk

Josef Kerler zog Bilanz für 2010 und informierte über anstehende Bau- und Sanierungsmaßnahmen

Eppishausen Bei den ruhig verlaufenen Bürgerversammlungen in den Ortsteilen Könghausen, Mörgen, Eppishausen und Haselbach, wartete Bürgermeister Josef Kerler mit einer vielfältigen Bilanz auf. Schlechteste Nachricht war, dass die Gemeinde 2010 rund 1,2 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingenommen habe. Dadurch ging auch die Gewerbesteuerumlage an den Staat um 370000 Euro zurück, die sich auf 164000 Euro belief. Kerler schob aber noch weitere Wermutstropfen nach: 2010 bekam man keine Schlüsselzuweisung. Die Kreisumlage 2010 stieg um 6000 Euro und betrug satte 731884 Euro. Durch die Erhöhung um 1,5 Punkte hat die Gemeinde 2011 sogar 960000 Euro zu entrichten, was eine Kreditaufnahme von rund 900000 Euro notwendig machen könnte.

Bevor Kerler mit seinem Rechenschaftsbericht begann, ging er auf weltwirtschaftliche Themen ein.

Die Gemeinde Eppishausen zählte Ende 2010 1880 Bürger, 22 weniger als 2009. Der größte Ort sei Haselbach mit 747 (-11) Einwohnern. In Eppishausen wohnen 687 (-5), in Mörgen 284 (-2) und in Könghausen 162 (-4). Elf Mitbürger starben, sieben Paare gaben sich das Ja-Wort und 13 Kinder kamen zur Welt.

1,2 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingenommen

Themen im Gemeinderat waren unter anderem für Eppishausen: Nachrüstung der Kläranlage und Regenüberläufe, Randsteinerneuerungen, Parkplatz beim Friedhof, Kauf eines neuen Löschfahrzeuges und Anbau der Kinderkrippe an den Kindergarten mit zwölf Plätzen. Für Haselbach: Sanierung der Abwasserkanäle und Wasserleitungen. Bau eines Übergabeschachtes für die Notversorgung mit Staudenwasser. Untersuchungen in der ehemaligen Kreisdeponie, Freibadsanierung sowie ein neues Buswartehäuschen. Für Mörgen: Zuschuss für Kinderspielplatz und Reparatur Kirchendach. Für Könghausen: Reparatur Buswartehäuschen sowie Regelung Kirchen-Zufahrt und -Parkplatz.

Des Weiteren ließ man Brücken untersuchen, Gemeindestraßen und Feldwege wurden begutachtet sowie Urnenwände für Eppishausen und Haselbach ins Auge gefasst. Die Breitbandversorgung für die Gesamtgemeinde wurde ebenfalls realisiert. Kosten: 89 000 Euro, Zuschuss 63000 Euro. Im Rahmen des Konjunkturprogramms wurde mit einem Zuschuss von 82500 Euro (87,5 Prozent) die Gemeindekanzlei energetisch saniert. Gemeinsam mit Kirchheim wurde ein Gewässer-Entwicklungskonzept und Strukturplan erstellt.

Weiter erinnerte Kerler an die 27 gemeindlichen Bauplätze, die einen Wert von rund 1,12 Millionen Euro darstellen. 16 befinden sich in Eppishausen, acht in Haselbach und drei in Mörgen.

Mit dem Dank an seine Stellvertreter Johann Miller (Könghausen) und Franz Paulus (Haselbach), die Gemeinderäte, die Gemeindearbeiter und die VG sowie an alle Bürger, die die Gemeinde schön und lebenswert erhalten, schloss Kerler.

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