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Badeunfall

05.08.2018

13-Jährige aus Mindelheim ertrinkt im Rhein bei Worms

Rettungskräfte suchten im Rhein nach den zwei Kindern, die zum Baden in einen Strudel geraten und untergegangen waren. Am Sonntag stand fest: Die Mädchen sind ertrunken.
Bild: Kreutz, dpa

Ein 13 Jahre altes Mädchen aus Mindelheim ertrinkt im Rhein. Auch ihre neun Jahre alte Verwandte kommt bei dem Unfall ums Leben.

Am Sonntag war es traurige Gewissheit: Zwei neun und 13 Jahre alte Mädchen sind beim Baden im Rhein ums Leben gekommen. Fieberhaft wurde zuvor nach den Mädchen gesucht. Am späten Samstagabend fand ein Angler dann die Leiche der 13-Jährigen. Die Polizei gab dies am Sonntag gegen 13 Uhr bekannt.

Das Mädchen stammt aus Mindelheim. Dies bestätigte Stefan Kienle vom Integrationskreis. Das zuständige Polizeipräsidium wollte am Sonntag auf Nachfrage keine Angaben zur Herkunft der Mädchen machen.

13-jährige Mindelheimerin ertrinkt im Rhein bei Worms

Das Mädchen gehört laut Kienle zu einer Flüchtlingsfamilie, die seit mehreren Jahren in der Kreisstadt lebt. Sie war zu Besuch am Rhein. Bereits am Samstagmittag hatten Bootsfahrer bei Biebesheim am Rhein den leblosen Körper der Neunjährigen entdeckt und ihn an Land gebracht. Die Leiche der 13-Jährigen lag bei Groß-Rohrheim. Die Mädchen sind verwandt.

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Die Kinder hatten am Freitag bei Worms-Rheindürkheim im Fluss gebadet. Dabei gerieten sie in einen Strudel und gingen unter. Polizei und Feuerwehr hatten mit einem Großaufgebot bis in die Nacht zum Samstag nach ihnen gesucht.

Immer wieder schlimme Badeunfälle in Flüssen und Seen

Stefan Kienle ist tief betroffen von der Nachricht. Er kennt die große Familie gut. Kienle sagt, Fließgewässer seien sehr gefährlich. Nur sei das vielen Flüchtlingen nicht bewusst. Deshalb habe es im Unterallgäu eigene Schulungen gegeben. Er ruft zu größter Vorsicht auf.

Die Zahl der schweren Badeunfälle häuft sich. Nach Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) ertranken in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bundesweit etwa 280 Menschen, 38 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gerade an ungesicherten Badestellen im Binnenland sei es zu den tödlichen Unfällen gekommen, wird berichtet. (mit dpa)

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