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Unterallgäu

23.01.2020

Achtung, Baustelle: Diese Straßen werden 2020 ausgebaut

Im Unterallgäu müssen Autofahrer in diesem Jahr mit mehreren Baustellen und Umleitungen rechnen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Der Landkreis gibt mehr als vier Millionen Euro für die Sanierung von Straßen und Brücken aus. Wo die Autofahrer demnächst mit Behinderungen rechnen müssen.

Auch heuer investiert der Landkreis in den Erhalt seiner Straßen und Brücken. Das entsprechende Investitionsprogramm stellte der Leiter des Tiefbauamts, Walter Pleiner, in einer gemeinsamen Sitzung des Kreis- und Bauausschusses vor. Insgesamt sind in diesem Jahr Ausgaben in Höhe von 4,01 Millionen Euro vorgesehen. 2,73 Millionen Euro davon muss der Landkreis selbst aufbringen, der Rest stammt aus Fördermitteln sowie Beiträgen von Bund, Bahn und Gemeinden.

An erster Stelle auf Pleiners Liste stehen drei Projekte, die im Vorjahr begonnen wurden und in diesem abgeschlossen werden sollen. So sind für den zweiten Bauabschnitt des Ausbaus der Kreisstraße MN 25 zwischen Mindelau und Dorschhausen 160.000 Euro eingeplant (den Artikel über die Eröffnung des ersten Abschnitts finden Sie hier:Die letzte Hürde ist genommen), 60.000 Euro davon trägt der Landkreis selbst. Die südliche Ortsdurchfahrt von Amberg wurde im vergangenen Jahr so weit ausgebaut, dass sie über den Winter bereits wieder befahrbar ist. (Lesen sie dazu auch: Der Verkehr durch Amberg kann wieder rollen) Hier stehen laut Pleiner nur noch kleinere Restarbeiten sowie die Bepflanzung des Grünstreifens an. Und in Erisried wurden im vergangenen Jahr die Staatsstraße und ein Teil der Kreisstraße MN 4 innerorts erneuert. In diesem Jahr soll nun auch die freie Strecke in Richtung Dirlewang ausgebaut werden.

Die Straßen nach Unteregg und durch Warmisried hätten schon im Vorjahr ausgebaut werden sollen

Ebenfalls in diesem Jahr sollen die Ortsdurchfahrt von Warmisried und die Kreisstraße in Richtung Unteregg sowie die Ortsdurchfahrt von Bad Grönenbach ausgebaut und die Mindelbrücke auf Höhe der Facklermühle erneuert werden. Beide Vorhaben hätte Pleiner gerne schon im vergangenen Jahr angepackt. Weil aufgrund der großen Nachfrage jedoch keine Fördermittel dafür zur Verfügung standen, hatte sie die Regierung von Schwaben zurückgestellt. „Wir waren die letzten Jahre sehr verwöhnt“, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather dazu. In den vergangenen Jahren habe der Landkreis stets die erhoffte Förderung bekommen. „Jetzt kommen offensichtlich andere Zeiten.“

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Was er damit meint, zeigen drei weitere Projekte, die der Landkreis in diesem Jahr beginnen wollte, die bei der Förderung aber leer ausgingen. Dazu gehören der Ausbau der Sebastian-Kneipp-Straße in Ottobeuren und die Sanierung der Kreisstraße zwischen Rammingen und Türkheim, die deshalb auf das nächste Jahr verschoben wurden. Ebenfalls keine Förderung gab es für den zweiten Bauabschnitt der Straßensanierung zwischen Unteregg und Warmisried. Weil jedoch nicht auszuschließen sei, dass im Laufe des Jahres zusätzliche Fördermittel bereitgestellt werden, so Pleiner, steht dieses Vorhaben weiterhin für dieses Jahr im Programm. Könnte es realisiert werden, wäre die Kreisstraße zwischen Unteregg und Warmisried komplett neu.

Statt der Ortsdurchfahrt von Salgen wird nun die von Stockheim saniert

Nach Absprache mit der Gemeinde Salgen ganz aus dem Programm genommen wurde dagegen der Ausbau der Ortsdurchfahrt Bronnen. Weil der Breitbandausbau hier noch andauere und die Gemeinde signalisiert habe, später keine Gehwege und sonstigen gemeindlichen Flächen zu erneuern, sei das Projekt aktuell nicht förderfähig, erklärte Pleiner.

Stattdessen soll nun nach einstimmigen Beschluss des Kreis- und Bauausschusses die östliche Ortsdurchfahrt von Stockheim ausgebaut und die Wertachbrücke saniert werden. Hintergrund ist, dass die Straße in diesem Jahr ohnehin aufgerissen werden muss, weil die Stadt Bad Wörishofen dort bis spätestens Ende des Jahres den Abwasserkanal erneuern und umbauen muss. Wie Pleiner weiter erläuterte, weise die Straße starke Verdrückungen, Spurrillen sowie Risse auf und sei teilweise stark ausgemagert. Die Schäden seien auf den unterdimensionierten Oberbau zurückzuführen. Die Asphaltschichten hielten der heutigen Belastung nicht mehr stand. Die Straße soll deshalb auf einer Länge von rund 450 Metern ausgebaut und auf 6,50 Meter verbreitert werden.

In Stockheim soll es künftig nur noch einen, dafür aber einen breiteren Gehweg geben

Weiter ist geplant, dass der Einmündungsbereich der Kreisstraße mit der städtischen Straße künftig zur abknickenden Vorfahrt wird und es am östlichen Ortseingang eine Mittelinsel mit Querungshilfe gibt. Im Zuge der Dorferneuerung will die Stadt Bad Wörishofen außerdem die Gehwege erneuern und die Seitenflächen neu gestalten. Statt der bislang beidseitigen Gehwege soll es dann nur noch einen an der Nordseite geben, der jedoch auf 1,80 Meter verbreitert werden soll. Auf beiden Seiten seien so breite Gehwege nicht unterzubringen, antwortete Pleiner auf eine entsprechende Nachfrage von Kreisrätin Doris Kienle (Grüne). Auch für einen sogenannten „einseitigen Zweirichtungs-Radweg“, nach dem sich Alfons Biber (Freie Wähler) erkundigt hatte, fehle der Platz – und zudem die weitere Anbindung innerorts.

Da die Autofahrer durch die Bauarbeiten ohnehin schon eine Umleitung in Kauf nehmen müssen, will der Landkreis die Sperrung nutzen und außerdem auch die Wertachbrücke sanieren. Sie wurde 1978 erbaut und schließt an die Kreisstraße an. Auch hier zeigt der Fahrbahnbelag laut Pleiner Risse, die teils bis zur Abdichtungsebene reichen und die Brückenlager seien ebenfalls verschlissen und müssten erneuert werden. Für die Sanierung der Straße und der Brücke rechnet das Tiefbauamt mit Kosten von insgesamt rund 740.000 Euro. Weitere 900.000 Euro sind für verschiedene Deckenbau- und Brückenbauarbeiten sowie Oberflächenbehandlungen an den Kreisstraßen eingeplant.

Im nächsten Jahr stehen dann – neben den genannten aufgeschobenen Projekten – der Ausbau der Ortsdurchfahrt Markt Rettenbach und der Kreisstraße in Richtung Gottenau sowie der Ausbau der Ortsdurchfahrt Babenhausen auf dem Programm.

Mehr zu den geplanten Bauarbeiten in Stockheim finden Sie hier:

Die kleine vor der großen Dorferneuerung

Boscha-Kreuzung: Kreisverkehr nicht in Sicht

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