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Oldtimer

17.08.2017

Alte Schätzchen brauchen viel Liebe

Einene echten Hingucker hat Raimund Goroll mit nach Amberg gebracht. Sein Cadillac gilt völlig zu Recht als Straßenkreuzer, ein echtes Dickschiff mit jeder Menge Chrom.
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Einene echten Hingucker hat Raimund Goroll mit nach Amberg gebracht. Sein Cadillac gilt völlig zu Recht als Straßenkreuzer, ein echtes Dickschiff mit jeder Menge Chrom.
Bild: Franz Issing

Michael Deininger aus Rammingen verrät, welchen Aufwand Sammler betreiben und das begehrte H-Kennzeichen zu erhalten. In Amberg freuen sich die Besucher an ausgefallenen Modellen

Amberg „Unser Dorf lebt und die Leute kommen gerne zu uns“, freute sich Gemeinderat Gerhard Fohr angesichts des großen Ansturmes. Mehr als 100 Schätzchen auf Rädern rollten in die kleine Gemeinde. Sehen und gesehen werden wollten die Teilnehmer mit ihren Oldtimer, die am Fest „Maria Himmelfahrt“ in der Frühlingstraße und auf dem Platz vor dem Gasthaus „Deutscher Kaiser“ für einen Riesenstau sorgten. Beim Anmeldepoint ging Hans Wagner und Günther Mayer die Arbeit nicht aus. Im Sekundentakt tuckerten historische Bulldogs meist aus den 50er Jahren an. Einen Parkplatz suchten auch die Besitzer von historischen Motorrädern und Luxuslimousinen von anno dazumal. Zwischen den Fahrzeugen drängten sich Hunderte Oldiefans und fachsimpelten mit auffalend vielen jungen Leuten. Wer alte Autos und Traktoren mag, kam in Amberg voll auf seine Kosten.

Gesichtet wurden unter anderem zwei Cadillacs der Typen „Excaliber“ und „Eldorado“ der Baujahre 1980 und 1985. Ihre stolzen Besitzer, Raimund Goroll aus Kaufering und Michael Deininger aus Rammingen, hatten ihre „Chromjuwelen“, von denen es nur noch wenige Exemplare weltweit gibt, auf Hochglanz poliert. „Man muss ständig an ihnen herumschrauben und restaurieren, um das H-Gutachten für Oldies nicht zu verlieren“, verriet Deininger. Die Reise in die automobile Frühgeschichte lockte auch Herbert Rudhardt aus Holzhausen. Mit seiner knallroten „Isetta 250“, früher auch als „Knutschkugel“ verspottet, sorgte er für Aufsehen.

Im Besitz eines echten „Hinguckers“ wußte sich auch Franz Baur aus Amberg. Er kreuzte mit einem Lanz-Traktor in königsblau aus dem Jahre 1959 auf und verriet, dass sein Bulldog speziell in Sonderkulturen und im Weinberg eingesetzt wurde und die Räder des Schleppers auch auf Normalspur gedreht werden können.

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Einen großen Auftritt hatte auch Josef Rampp mit einem „Ford Tudor, Baujahr 1928, den er in Südafrika erwarb. Beifall gab es für Adolf Klein aus Kammlach, der auf einem blauen Vespa-Roller, Jahrgang 1961 vorfuhr. „Mit seinen 61 Jahren ist das gute Stück genau so alt wie ich und läuft noch immer wie geschmiert“ kokettierte er mit seinem Alter.

Mit den Besuchern und der Sonne strahlten die Besitzer der historischen Fahrzeuge um die Wette und gerieten auch beim Anblick 100 Jahre alter landwirtschaftlicher Gerätschaften, wie auch zahlreicher „Dieselrösser“ und Hanomags ins Schwärmen.

Vom Veranstalter, der Bürgergemeinschaft Amberg, nach Schauen und Staunen zu einem zünftigen Frühschoppen eingeladen, wartete man gespannt auf den großen Fahrzeugkorso, der sich gegen Mittag durch die Straßen der Gemeinde bewegte und mit seinen rollenden Schätzen für Furore sorgte.

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