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Unterallgäu

28.05.2019

Ausgezeichnete Naturschutzprojekte im Unterallgäu

Sie freuen sich über die Auszeichnung (von links): LPV-Geschäftsführer Jens Franke, Joachim Stiba vom Bund Naturschutz, Projektmanager Michael Schneider und Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather.
Bild: Zita Schmid

Schutzmaßnahmen für Bachmuscheln und Libellen im Unterallgäu sind offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt. Info-Trail wird eingeweiht.

Die Initiative „Bachmuschel- und Libellenbäche im Landkreis Unterallgäu“ ist zum offiziellen Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt ernannt worden. Es ist ein Prädikat, das die Vereinten Nationen für vorbildliche Projekte verleiht. Der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather nannte es ein „schönes Beispiel“ für gelungene Zusammenarbeit. Die Initiatoren bezeichnete er als „Vorreiter“ in Sachen biologischer Vielfalt.

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Das Projekt „Bachmuschel- und Libellenbäche im Unterallgäu“ habe bei vielen Menschen Interesse und Begeisterung geweckt. Und das schon Jahre bevor der Begriff Biodiversität etwa durch das Bürgerbegehren „Rettet die Bienen“ in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, sagte Landrat Weirather. Es startete 2014 in Kooperation von Landschaftspflegeverband (LPV) und Bund Naturschutz. Gefördert wird es durch den Bayerischen Naturschutzfonds und den Landkreis.

Die Bäche im Unterallgäu werden intensiv betreut

Die Maßnahmen im Rahmen des Projekts, das die Jury überzeugte, erstrecken sich etwa von der Bestandskontrolle, der Entwicklung von vegetations- und insektenfreundlichen Pflegeverfahren bis hin zum Kauf oder Tausch von geeigneten Wiesengräben und Flächen, um die Lebensräume zu erweitern.

Ausgezeichnete Naturschutzprojekte im Unterallgäu

Mit Aktivitäten wie der Geocache „Bachmuschel-Safari“, jährlichen Bachmuscheltagen und Exkursionen wird Öffentlichkeitsarbeit geleistet und so ein Bewusstsein für die bedrohten Arten geschaffen. An diesem Abend offiziell freigegeben wurden außerdem die neuen Libellen-Stationen im Infotrail „Draußen in Kettershausen“ des LPV.

Die Veranstaltung sollte ursprünglich im Freien im Kettershauser Ried stattfinden. Aufgrund des Wetters wurde sie in die landwirtschaftliche Halle der Familie Winter verlegt. Dort begrüßte LPV-Geschäftsführer Jens Franke rund 60 Gäste. Darunter waren Bachmuschel- und Libellenbetreuer, Vertreter von Behörden, Gemeinden und Naturschutzverbänden sowie Landwirte. „Ihr habt alle einen Teil dazu beigetragen“, hob Projektmanager Michael Schneider die Mitwirkung der anwesenden Unterstützer hervor, die dem Projekt zur Auszeichnung verhalfen.

Ein zehn Kilometer langer Radweg entlang der Günz

Auch die Freigabe des Infotrails „Draußen in Kettershausen“ fand witterungsbedingt in der Halle statt. Laut Schneider handelt es sich dabei um einen zehn Kilometer langen Rundweg entlang der Günz bei Kettershausen. An neun Stationen werden kurze Videos zu Themen wie „Kettershauser Ried – Naturschutzgebiet mit Hausmeister“ oder „Artenreiche Wiesen geben unseren Sinnen Nahrung“ gezeigt.

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