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Erkheim

02.09.2019

Baufritz-Turm bei Erkheim: Was für ein Holzkopf!

Seit 1996 steht der Holzkopf an der A 96: Er beinhaltet nicht nur die Büros der Architekten, sondern wirkt für Baufritz auch als Werbeträger.
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Seit 1996 steht der Holzkopf an der A 96: Er beinhaltet nicht nur die Büros der Architekten, sondern wirkt für Baufritz auch als Werbeträger.

Plus Das Wahrzeichen von Baufritz ist ein Aussichtspunkt. Der Turm hat aber auch eine tiefergehende Bedeutung – und eine kuriose Entstehungsgeschichte.

Türme prägen nicht nur das Bild der Mindelheimer Altstadt, sondern sind auch in anderen Orten des Unterallgäus markante Wahrzeichen. Wir haben uns auf Spurensuche begeben. Wie sieht es in diesen Türmen aus? Wie werden sie genutzt, welche Geheimnisse können sie uns verraten?

Es war in den neunziger Jahren: Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Erkheimer Firma Baufritz standen bevor und eine Gruppe von Mitarbeitern traf sich, um das Jubiläum zu besprechen. Etwas Besonderes sollte noch her, schließlich wird man nur einmal 100 Jahre alt. Doch wie es eben manchmal so ist in Konferenzen: Keiner der Anwesenden hatte eine wegweisende Idee. Bis plötzlich die damalige Marketingleiterin sagt: „Fällt Euch Holzköpfen denn nichts Besseres ein?“

Der Holzkopf wurde ein Symbol für die Firma Baufritz

Ein Holzkopf! Und das für ein Bauunternehmen, das vor allem auf Holz setzt. Gäbe es denn ein besseres Symbol? Die Idee für den Turm war geboren. Sie wurde bis zu den Feierlichkeiten im Jahr 1996 Wirklichkeit, und bis heute ist der Holzkopf das Markenzeichen für den Holzbauer. Benjamin Rau vom Marketing hat es auf Messen oft festgestellt: „Baufritz oder Erkheim kennt man nicht, dafür aber den Holzkopf an der A 96.“

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Ganz oben befindet sich eine Aussichtsplattform mit Fernglas, die zu den Öffnungszeiten von Baufritz und den Musterhäusern (Montag bis Samstag, 10 bis 18 Uhr) für jedermann zugänglich ist. Auch die Mitarbeiter genießen gerne mal ihre Pause mit schönster Aussicht auf die Allgäuer Bergwelt. In die andere Richtung reicht der Blick bis zum Kohlbergtunnel. Doch der außergewöhnliche Turm dient nicht nur dem Genuss oder der Dekoration. In den vier Stockwerken der „Denkwerkstatt“ haben die Ingenieure und Architekten ihre Büros, zudem befindet sich hier die sogenannte Kreativschmiede, in der neue Ideen geboren werden.

Blick vom Baufritz-Turm "Holzkopf" in Richtung Autobahn A 96

Gepostet von Redaktion Mindelheimerzeitung am  Montag, 12. August 2019

Den Holzkopf hat der Ottobeurer Künstler Diether Kunerth entworfen

Entworfen hat den 13 Meter hohen Turm der in Ottobeuren ansässige Künstler Diether Kunerth, der auch bei der feierlichen Enthüllung vor Ort war und Hand anlegte. Die Verkleidung aus Lärche weist auf die Holzbautradition bei Baufritz hin. Die Fenster sind als Augen gestaltet: Durch sie soll man nach draußen blicken können – auch im übertragenen Sinne. Wie beim Fernglas auf der Plattform geht es um den Blick in die Zukunft, um neue Trends und Anforderungen beim Bauen und Wohnen, um das Finden von Partnern, die sich gemeinsam mit Baufritz entwickeln wollen, so die Idee dahinter.

Der Mund soll der Vorreiterrolle der Menschen in der Denkwerkstatt gerecht werden und dies auch kommunizieren. Die markante Nase soll auf den natürlichen Geruch von Holz und das Thema Wohngesundheit hinweisen, aber auch ökonomisch und ökologisch sinnvolle Entwicklungen herausriechen. Firmenchefin Dagmar Fritz-Kramer sagt gerne: „Wir stehen mit beiden Beinen fest am Boden, aber halten die Nase in den Wind.“ Nicht zuletzt will sich Baufritz mit dem Turm ein wenig selbst auf den Arm nehmen und über sich lachen: Denn wer kann von sich schon behaupten, den wohl größten Holzkopf der Welt zu besitzen?

Hier erfahren Sie mehr über die Firma Baufritz und ihre Philosophie: Wie eine Firma frauenfreundlich wird

Hier kommen Sie zu den bereits erschienenen Teilen unserer Türme-Serie:

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