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Unterallgäu

13.01.2018

Bei Mindelheim: Spaziergängerin trifft auf Wolf

Eine Spaziergängerin ist im Wald nahe Mindelheim auf einen frei laufenden Wolf getroffen. (Symbolbild)
Bild: Alexander Heinl (dpa/Archiv)

Nahe Mindelheim ist eine Spaziergängerin nach eigenen Angaben einem Wolf begegnet. Was man tun sollte, wenn man ein Tier trifft.

Indizien, dass durch die Wälder und über die Fluren im Raum Mindelheim mindestens einzelne Wölfe streunen, gibt es schon seit längerem. Im April 2017 war ein Wolf bei Ohnsang vor eine Wildkamera gelaufen. Im Herbst hieß es aus dem Raum Türkheim, dass dort Wolfsgeheul zu hören gewesen sei.

Jetzt gab es eine Begegnung mit einem Wolf, diesmal bei St. Anna im Osten von Mindelheim. Eine Spaziergängerin im Wald traf auf einen frei laufenden Wolf. Zu einer gefährlichen Situation kam es dabei aber nicht, weder für die Frau noch für den Hund, den sie bei sich führte.

Den Vorfall bestätigte Stadtförster Peter Heckel. Die überraschende Begegnung hatte sich bereits kurz vor Silvester abgespielt. Das Tier war sofort davon gelaufen. Möglicherweise war auch noch ein zweiter Wolf in der Nähe. Darüber war sich die Spaziergängerin aber nicht sicher.

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Eine Gefahr bestand für die Spaziergängerin nicht. Heckel rät allen, sich einem Wolf nicht anzunähern und sich ruhig zu verhalten und sich langsam der Situation zu entziehen. Hunde sollten unbedingt an der Leine gehalten werden, da Wölfe auf frei laufende Hunde, in sich in unmittelbarer Nähe aufhalten, sehr aggressiv reagieren.

Nicht auf einen Wolf zugehen

Gegenüber Menschen ist der Wolf in der Regel scheu und verschwindet auch schnell wieder, erklärt Heckel. Ansonsten rät er Spaziergängern, nicht näher an einen Wolf heranzutreten, sich ruhig zu verhalten und sich der Situation langsam zu entziehen.

Sollte ein Wolf einen Hund angreifen, rät das Bundesumweltministerium, laut zu schreien und wild mit den Armen zu fuchteln, um den Wolf zu vertreiben, der grundsätzlich ein scheues Tier ist.

Das Landesamt für Umwelt gab folgende Regeln heraus:

  • Haben Sie Respekt vor dem Tier.
  • Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück.
  • Falls Sie einen Hund dabei haben, sollten Sie diesen in jedem Fall anleinen und nahe bei sich behalten.
  • Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar.
  • Laufen Sie dem Wolf nicht hinterher.
  • Füttern Sie niemals Wölfe. Die Tiere lernen sonst sehr schnell, menschliche Anwesenheit mit Futter zu verbinden und suchen dann eventuell aktiv die Nähe von Menschen.

Wie gefährlich sind Wölfe?

Der Wolf ist von Natur aus vorsichtig und weicht dem Menschen aus, heißt es von Seiten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt. Seit Wölfe wieder in Deutschland gesichtet wurden, hat es keinen Angriff auf Menschen durch Wölfe gegeben.

In den vergangenen 50 Jahren sind in Europa neun Fälle von tödlichen Angriffen auf Menschen bekannt geworden, fünf davon durch tollwütige Tiere. Bei weiteren vier Ereignissen waren die Tiere vorher angefüttert worden und damit bewusst an den Menschen gewöhnt worden.

Bei einem Wolfsverdacht sollten das Landratsamt, die landwirtschaftliche Fachberatung in den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das Bayerische Landesamt für Umwelt oder die Polizei verständigt werden.

Wolf
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Bild: Landratsamt Oberallgäu
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Die Diskussion ist geschlossen.

14.01.2018

Wenn die Ämter den Wolf so behandeln, wie unsere Vorfahren, dann informiere ich sie gerne!

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