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Konzert

31.12.2018

Besinnliche Stund’ für den guten Zweck

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3 Bilder
Lisi Schiegg, Manuel Rauscher und Raphaela Natterer (von links).

In der proppenvollen Ramminger Pfarrkirche konnten die Besucher die Stille genießen

Wenn die Pfarrkirche St. Magnus in Rammingen bis zum letzten Platz und darüber hinaus mit Ersatzbänken voll besetzt ist, dann hat das gewiss einen besonderen Grund. Zum zweiten Mal (Premiere war 2017) wurden die Besucher zum Benefizkonzert mit dem schönen Titel „A besinnliche Stund vor Weihnachten“ eingeladen.

Dabei waren die Ramminger Alphornbläser, die Jungbläser des Musikvereins, der Bickenrieder Zweigesang mit Ingrid Greifenhagen und Anton Reisach.

Außerdem sangen der Ramminger Zwei- (Raphaela Natterer und Lisi Schiegg) und mit Manuel Rauscher als Dreigesang, unterstützt von Organistin Silke Striebel am Klavier. Franziska John verzauberte mit Harfenklängen und Bernd Frey mit seiner Harmonika. Ja, da konnten die Gäste wahrlich ihre Seele baumeln lassen und ihre Herzen weit öffnen.

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Das gab ein echtes „Hoamatgfühl“ und die klare Feststellung „Weihnacht, wie bist du schön“. Das stellte auch Hausherr Pfarrer Richard Dick fest. Manuel Rauscher und seine Ramminger Alphornbläser hatten für diesen Abend wieder ein wunderschönes Adventskonzert ausgearbeitet.

Er hielt eine flammende Rede zu den beiden Projekten, für die der Spendenerlös bestimmt war. Für das Kinderhospiz „St. Nikolaus“ aus Bad Grönenbach war Marlies Breher, die Vorstandsvorsitzende der Süddeutschen Kinderhospiz-Stiftung, angereist. Die Seelsorgerin Maria Hitzelberger kam von Pallium Palliative Care Team Unterallgäu-Memmingen.

Diese gemeinnützige GmbH wird zu gleichen Teilen vom Sankt Elisabeth Hospizverein Memmingen-Unterallgäu und dem Diakonischen Werk Memmingen getragen. Manuel Rauscher sagte: „Für Sie und Ihre Teams gibt es nur ein Wort: Dankeschön! Was Sie und Ihre Leute tagein und tagaus erleben, mitmachen, sehen und bewältigen, ist einfach großartig. …Jeder von uns hier in dieser Kirche kann in die Situation kommen. Genau dann ist man froh, dass es Leute wie Sie gibt, die einem unter die Arme greifen. Für mich haben Ihre Einrichtungen schon fast etwas Beruhigendes, zu wissen, dass in einer schwierigen, vielleicht oft fast aussichtslosen Lage es jemanden gibt, der zu mir, zu einem Angehörigen kommt, ihm beruhigend zur Seite steht bis zu seinem letzten Tag, der letzten Stunde, der letzten Minute und Sekunde.“

Dieser Appell an die Gäste des Konzertes kam an. Die Spendensumme übertraf alle Erwartungen: 3687 Euro. Die jeweilige Hälfte wurde nach dem Konzert direkt und in bar ohne einen Cent Abzug an Marlies Breher und Maria Hitzelberger übergeben.

Die Jungbläser vom Musikverein Rammingen spielten von der Orgelempore „Tochter Zion“ und „Es ist ein Ros entsprungen“.

Ingrid Greifenhagen und Anton Reisach sangen sehr anrührend: „Wie sind heut Maria und Josef verlassen. Es sind alle Türen und Tore verschlossen. Nachdem sie ein so harte Reise vollbracht, geduldet sie dennoch kein Mensch über Nacht.“

Und der Ramminger Zweigesang bat: „Jesus, berühre mich, hole mich ab, öffne die Tür für mich in deine Gegenwart. Jesus, ich spüre dich, strecke mich aus nach dir, berühre dich und mein Herz brennt von Neuem nur für dich in deiner Gegenwart.“ In der Ramminger Kirche wurden die Türen und Fenster der Herzen geöffnet bis sich die Alphorn- und Jungbläser mit dem „Allgäuer Hirtenruf“ verabschiedeten.

In der Kirche wurde es still, während alle Kirchenglocken läuteten und der „Andachtsjodler“ gespielt, gesungen und gemeinsam gesummt wurde.

Dass alle Akteure stehenden Applaus erhielten, war mehr als wohl verdient. Diese besinnliche Stunde wird hinaus getragen bis zum nächsten Advent.

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