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09.06.2010

Besorgte Bürger machen gegen UMTS mobil

Dr. Claus Thiessen mit einem Strahlenmessgerät. Foto: Helmut Bader
Bild: Helmut Bader

Bad Wörishofen Recht ruhig geworden war es in der Öffentlichkeit in letzter Zeit um die Bürgerinitiative Mobilfunk (BI) in Bad Wörishofen. Wie Dr. Markus Gerum jedoch erklärte, sei sie dennoch aktiv und in die jüngsten Entscheidungen des Stadtrates eingebunden gewesen. Jetzt traten der Mediziner Gerum und der Physiker Dr. Claus Thiessen wieder an die Öffentlichkeit und luden zu einer Info-Veranstaltung in den Gasthof Rössle ein.

Hintergrund dafür dürfte gewesen, dass sich trotz des Zusammenschlusses der verschiedenen Initiativen die Aufstellung der neuen Sendeanlagen am Waldsee und zwischen Stockheim und der Gartenstadt nicht hatte verhindern lassen. Damit war das Interesse vieler Mitglieder erloschen. Gerum und Thiessen suchen jetzt Personen, die sich in der derzeit noch etwa 20 Mitglieder starken BI wieder verstärkt einbringen könnten. Andererseits steht derzeit aber auch die Entscheidung über die Umrüstung der Sendemasten auf dem Rathaus auf die neue UMTS-Technik an, die vom Anbieter O2 vorangetrieben werde. Darüber sollte die Bevölkerung informiert werden, finden Thiessen und Gerum.

Wie Thiessen hervorhob, habe sich auch die Bürgerinitiative mit den Sendemasten, die dem "normalen" Handybetrieb dienen, arrangiert und akzeptiere diese auch. Anders jedoch sehe es bei der UMTS-Technik aus, die überwiegend der neuen Handy-Technik mit ihren vielfältigen Spiel- und Fimmöglichkeiten diene. Thiessen hält die Technik auch für schädlicher für die Gesundheit. Bewiesen werden konnte das aber bis heute nicht.

Für die Stadt ergebe sich in Sachen UMTS eine vertrackte Situation. Lasse sie den Ausbau auf dem Rathaus nicht zu, dann wolle sich der Anbieter nach zwei neuen Standorten in der Nähe umsehen, hieß es bei der Veranstaltung. Während Werner Würstle vom Hauptamt den Standpunkt der Stadt vertrat und glaubte, dass es wohl eher dazu kommt, dass die Stadt dem Vorhaben von O2 als dem kleineren Übel zustimmen wird, argumentierte Dr. Thiessen, dass man sich von dem Anbieter nicht erpressen lassen solle. Die BI will in der Bevölkerung für eine Verhinderung der UMTS-Anlage werben.

Besorgte Bürger machen gegen UMTS mobil

Geplanter Sendemast für Behördenfunk war ebenfalls Thema

Weiteres Thema der Versammlung war die geplante Errichtung eines neuen Sendemasten für den einzuführenden digitalen Behördenfunk für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste im Gebiet um den Moosberg. Hier stellte sich die Frage, ob dieser Standort nicht weiter von der Stadt ferngehalten werden könnte. Die BI will sich mit dem Grundstücksbesitzer in Verbindung setzen. Außerdem wurde beschlossen, künftig die jüngere Generation für die Argumente der BI zu sensibilisieren. Die Aufklärung wolle man am besten in Zusammenarbeit mit der Stadt führen. (heb)

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