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Bad Wörishofen

25.08.2020

Brauchen Wörishofens Wirte mehr Platz?

Mundschutz, Besucherregistrierung: Wirte haben in der Corona-Krise viele Auflagen zu erfüllen.
Bild: Marijan Murat/dpa

Plus Bad Wörishofens amtierender Bürgermeister Daniel Pflügl berichtet von Sorgen der Wirte in der Corona-Krise. Andernorts werden mehr Außenbereiche gefordert.

Dauerhafte Außenbestuhlung als Hilfe für Gastronomen, auch in den Zeiten nach der Corona-Pandemie? In Freiburg wollen Wirte nun genau das erreichen. Auch für Bad Wörishofen wäre dies eine Idee, die er „grundsätzlich charmant finde“, sagt Bad Wörishofens derzeit amtierender Bürgermeister Daniel Pflügl (Grüne) auf Nachfrage.

„Es ist unbestritten, dass die Corona-Pandemie insbesondere die Gastronomie hart getroffen hat – gerade auch in der Kneippstadt“, sagt Pflügl. „Seitens der Stadt- und Kurverwaltung versuchen wir, den heimischen Hotel- und Gastronomiebetrieben unter die Arme zu greifen, wo es nur geht, und sind für jeden Vorschlag offen.“

Außengastronomie bedeute „Leben und Lebendigkeit in der Stadt, weswegen ich die Idee, dauerhaft zusätzliche Außenbestuhlung zuzulassen, grundsätzlich charmant finde“, sagt Pflügl. Natürlich müsste in diesem Fall genügend Platz für Fußgänger und Rettungswege frei bleiben.

Was Pflügl aber zu bedenken gibt

Pflügl gibt aber auch zu bedenken, dass das zusätzliche Platz-Angebot bei der Außenbewirtung „bei uns allerdings bislang kaum in Anspruch genommen“ werde. Denn auch Bad Wörishofen hat seinen Gastronomen längst mehr Platz im Außenbereich angeboten. „Möglicherweise liegt das daran, dass viele Betriebe ohnehin schon relativ große Außenflächen haben“, so Pflügl. Der Zweite Bürgermeister berichtet von Gesprächen mit Gaststätten- und Kneipenbetreibern.

Da sei deutlich geworden, „dass hier große Sorgen für die kommende Zeit bestehen, wenn die Witterung keine Außengastronomie mehr zulässt.“ Viele Gast- und Schankräume seien einfach zu klein, um die vorgegebenen Hygienemaßnahmen umsetzen und dann noch sinnvoll betrieben werden zu können. „Herbst und Winter warten also bereits mit neuen Herausforderungen für Politik und Gastronomie“, sagt Pflügl. „Mein Wunsch an die Staatsregierung wäre deshalb, sich bereits jetzt mit der Problematik intensiv auseinanderzusetzen.“

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