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Türkheim

13.11.2019

Buchwoche: Literatur im Auf und Ab der Gefühle

Der Chor der Fünftklässler an der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule in Türkheim durfte bei der Eröffnung der Türkheimer Buchwoche mit einem ersten Auftritt glänzen.
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Der Chor der Fünftklässler an der Ludwig-Aurbacher-Mittelschule in Türkheim durfte bei der Eröffnung der Türkheimer Buchwoche mit einem ersten Auftritt glänzen.
Foto: Sabine Schaa-Schilbach

Tamara Bach liest zur Eröffnung der zehnten Buchwoche Türkheim. Immer im November werden Schüler für Literatur begeistert.

Den Organisatoren der Türkheimer Buchwoche um Walter Mirbeth ist auch diesmal wieder gelungen, bekannte Kinder- und Jugendbuchautorinnen an die Wertach zu locken. An Schulen in Türkheim, Mindelheim und Markt Rettenbach werden Tamara Bach, Silke Wolfrum und Carmen Mayer lesen. Allerdings nur für Schüler im Rahmen des Unterrichts. Die Chance für Eltern und andere Erwachsene ergab sich bei der Eröffnung der Buchwoche im Sieben-Schwaben-Saal der Mittelschule in Türkheim durch die Schulleitung Barbara Engel. Da durften alle Interessierten mit dabei sein.

Seit zehn Jahren begeistert die Buchwoche junge Türkheimer für Literatur

Walter Mirbeth gab einen Rückblick auf zehn Jahre Türkheimer Buchwoche: „Unter den Autoren der ersten Stunde fanden sich damals so bekannte Namen wie der des Schweden Mats Wahl und der des Donald-Duck-Zeichners Jan Gulbransson. Dann Dirk Reinhardt, der in seinen Jugendromanen Fiktion und Sachbuch zusammenbringt, mit Themen aus dem heutigen Weltgeschehen. Aber es waren auch Übersetzer mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit vertreten.

Ein großer Teil der jährlichen Neuerscheinungen sind auch bei Kinder- und Jugendbüchern Übersetzungen.“ Bei der Auswahl der Autoren ging und geht es Walter Mirbeth immer darum, dass es sich inhaltlich und sprachlich lohnt.

Um die Lesekompetenz und die Ausdrucksfähigkeit bei den Kindern zu fördern, gibt Walter Mirbeth Bücher, die er für Besprechungen zugeschickt bekommt, als Spende an die Türkheimer Schulen weiter. Schreibwettbewerbe in den Klassen während der Buchwoche sollen die Kreativität der Schüler wecken und stärken.

Die besten Arbeiten werden gemeinsam ausgesucht und in drei Altersstufen prämiert. In diesem Jahr geht es darum, eine Geschichte weiter zu erzählen: „Eines Morgens wachte ich auf und fand einen Fahrradschlüssel vor der Tür“. Frage: was könnte dann passieren?

Den ersten Part der Lesung übernahm Thorsten Oliver Rehm aus Irsingen. Sein neuer Wissenschafts-Thriller für Erwachsene und Jugendliche mit dem Titel „Subliminal - das Experiment“ wird Ende des Monats erscheinen und führt in die Welt der Medien und des Geldes. Dabei will der Autor nicht nur spannend unterhalten, sondern auch beängstigenden Entwicklungen wie einer „zunehmenden Verrohung der Gesellschaft“ eine Stimme geben.

Danach stellte sich Tamara Bach aus Berlin vor. Sie sagte: „Ich hab den besten Job der Welt! Ich bin Geschichtenerzählerin, ist das nicht toll?“ Man glaubte ihr das sofort. Sie las zwei kurze Kapitel aus ihrem zweitjüngsten Werk „Vierzehn“: die Innenschau einer Vierzehnjährigen, und da geht es um die Freundin, Jungs, Verletzungen, Enttäuschungen, aber auch um glückliche Augenblicke.

Wie sie das schaffe, sich so in ihre jugendlichen Protagonisten hineinzuversetzen? Tamara Bach sagt: „Es braucht offene Augen und Ohren.“ „Vierzehn“ ist wunderbares kleines Buch mit hohem Wiedererkennungswert für Gleichaltrige. Und genau das Richtige für Erwachsene, die ohne Klischees und aus erster Hand erfahren wollen, wie ihre Kids und die anderer Eltern ticken.

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