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Mindelheim

27.02.2020

Bundestagsvizechefin Petra Pau zu Gast in Mindelheim

Als Bundestagsvizepräsidentin trug sich Petra Pau von den Linken ins Goldene Buch der Stadt Mindelheim ein. Unser Bild zeigt sie zusammen mit (von links) der Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl und den stellvertretenden Bürgermeistern Hans-Georg Wawra und Roland Ahne.
Bild: mcb

Plus Die Bundestagsvizechefin und Linken-Politikerin Petra Pau trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein und sucht auch das Gespräch mit Betriebsräten.

Seit vielen Jahren fährt die Linken-Politikerin Petra Pau nach Oberstaufen – und während die zierliche Frau mit dem markanten roten Kurzhaarschnitt anfangs noch von den Einheimischen skeptisch beäugt wurde, gehört ihr jährlicher Besuch nun schon zur Tradition. Sogar Patin eines Kälbchens ist die Vize-Präsidentin des Bundestags inzwischen geworden – wie sie in ihrem Buch „Gottlose Type: Meine unfrisierten Erinnerungen“ schildert. Für die Lesung und als Wahlkampfhilfe hat die Bundestagsabgeordnete ihre Schrothkur für einen Tag unterbrochen und ist nach Mindelheim gekommen.

Neben einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt hat Pau auch mit Betriebsräten aus dem Allgäu gesprochen und sich gemeinsam mit der Kaufbeurer Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl sowie den kommunalen Kandidaten Thorsten Barth und Hannelore Klug deren Sorgen und Nöte angehört. Ihr sei es wichtig, sich die „Risiken und Nebenwirkungen“ der Bundespolitik vor Ort anzuschauen, so Pau – und solche Dinge in Berlin einzubringen, am besten, bevor Gesetze verabschiedet würden.

Die Linke ist von ihrem Erfolg im Allgäu selbst überrascht

Dass die Linke im Allgäu fast flächendeckend für die Kommunalwahl kandidiert, sei vor einem Jahr noch nicht zu erwarten gewesen, waren sich die Parteikollegen einig. Auch Petra Pau staunte: „Diese Liste und diese Zusammensetzung sind ein Riesensprung.“ Sie alle hoffen, dass über die einzelnen Persönlichkeiten die Vorurteile gegenüber der Linken abgebaut werden können.

Bundestagsvizechefin Petra Pau zu Gast in Mindelheim

Die Linke sei die einzige Partei, die die ökologische Frage mit der sozialen Frage verknüpfe, erklärte Ferschl, und Pau ergänzte: Man müsse sowohl bei der Energie- als auch bei der Verkehrswende die „gesamte Gesellschaft mitdenken“ und auch die Betroffenenperspektive einnehmen. In ihrem Gespräch mit den Betriebsräten sei sie bestärkt worden, dass es um die soziale Gerechtigkeit gehe. In der Automobilbranche fehlten Rahmenbedingungen der Bundesregierung, wohin es gehen soll mit der Antriebstechnik, kritisierte Ferschl: Wenn man nicht weiß, was die Regierung will und was die Hersteller machen, dann herrsche auch Unsicherheit bei den Zulieferern, so das Resümee des Treffens mit den Betriebsräten.

Betriebsräte im Allgäu wollen bei der Qualifizierung von Mitarbeitern mitreden

Ferschl kritisierte die Leiharbeit, weil Leiharbeiter in schwierigen Situationen als erstes gehen müssten, und wünschte sich mehr Einfluss der Betriebsräte im Hinblick auf Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern. So schätzen die anwesenden Betriebsräte, dass etwa 500 Mitarbeiter in ihren Unternehmen Schulungsbedarf hätten, sich allerdings nur ein Dutzend Personen in einer Qualifizierung befänden.

Petra Pau widmete sich auch dem gesellschaftlichen Klima, das sich verändert habe. Die AfD versuche, Menschen im gewerkschaftlichen Milieu zu mobilisieren, sagte sie. Doch, so Pau: „Die AfD ist nicht die Partei der kleinen Leute.“

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