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Mindelheim

23.07.2019

Champagnatfest: Ein Tag so bunt wie das Maristenkolleg

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Johanna Schüle ließ einen Alien als grünes Männchen auf einer Leinwand lebendig werden – passend zum Thema „Mondlandung und Weltraum“.

Das Mindelheimer Maristenkolleg präsentiert sich und seine vielfältigen Aktivitäten beim traditionellen Champagnatfest. Von Kultur bis Sport war viel geboten.

„Hallöchen! Ich bin Dein neues selbstgemachtes Mindelheimer Bienenwachstuch!“ Mit dieser Einladung machten einige Jugendliche in anschaulicher Weise auf das Thema des diesjährigen Champagnatfestes am Maristenkolleg aufmerksam: „Unser Klima“. Ein solches Tuch sei ganz leicht herzustellen: Dazu wird ein ausgedienter, natürlich frisch gewaschener Baumwollstoff wie ein Küchenhandtuch mit einer Mischung aus reinem Bienenwachs und Joboba-Öl getränkt. Dann könnten darin eine Brotzeit wie Käse oder Brot, ein halber Apfel oder eine Zwiebel eingewickelt werden. Es diene dann, so die Schüler, als Ersatz für Alu- und Frischhaltefolie.

Die Schüler hatten sich viele Gedanken zu dem Thema „Unser Klima“ gemacht und in vielfältiger Weise umgesetzt. Es gab einen Mal- und Schreibwettbewerb, eine Klima-Rallye und etliche interessante Ausstellungen. In einem Klassenzimmer waren die unterschiedlichsten Vogelstimmen zu hören. Dazu konnten ausgestopfte Exponate wie der prächtige, balzende Auerhahn, aus der eigenen Biosammlung bewundert werden.

Manche Schüler des Maristenkollegs beschäftigten sich mit der Mondlandung

Bei der Jahresausstellung Kunst war auch das Thema „Mondlandung und Weltraum“ aktuell. Johanna Schüle aus der Klasse 8 sw (sprachlich-wissenschaftlich) machte sich vor Ort direkt ans Werk und ließ einen Alien als „grünes Männchen“ auf einer Leinwand lebendig werden, gleichzeitig mit einem „zerfließenden blauen Planeten“.

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Die Schüler stellten sich auch Fragen wie: „Sind die Bauern an allem schuld?“ oder „Wie kann Plastikabfall wieder verwendet werden?“ Sie hatten eine zündende Idee: Sie machten aus halben Flaschen, quer oder längs halbiert, zauberhafte Blumentöpfe, natürlich gleich mit Sommerblumen und Kräutern bepflanzt. Sie bemalten Luftballons mit „Fair Plant“ und zeigten auf, wie Bienenhonig entsteht, natürlich gleich mit Kostproben verbunden.

Wer die steile Leiter hinaufsteigen mochte, der konnte in der Sternwarte die Sonne beobachten. Im Marionettentheater agierte „Kalif Storch“, das Oberstufentheater hatte das Thema „Das Klima an deutschen Bahnhöfen“. Im Musiksaal sang Felix Krauß ein Gesangsrecital. Und in der Bibliothek gab es einen Bücher-Flohmarkt.

Besondere Aufmerksamkeit zollte ein Dialog zwischen Lehrer und Schüler. Kenan Ühsal erläuterte als Moderator, worum es dabei ging. Ein Schüler wurde zum Lehrer beordert. Der hatte eine Schülerin erniedrigt. Der Schüler will sich auf keinen Fall entschuldigen. Und wie agiert der Lehrer? Keine einfache Aufgabe, denn wer hat recht? Wie sollten sich beide verhalten? Ist der Schüler zu „cool“? Ist der Lehrer machtlos? Die Fragen gingen auch an das Publikum.

Rund 500 Besucher kamen zum feierlichen Gottesdienst ans Maristenkolleg

Doch damit waren die Aktivitäten nicht erschöpft. In Sachen Sport war nicht nur das Torwandschießen ein Hit. Auf dem Sportplatz ging es beim Fußballturnier hoch her. Schon am frühen Vormittag begann das Champagnatfest mit einem feierlichen Gottesdienst in der Dreifachturnhalle mit rund 500 Besuchern, darunter auch Abordnungen der Partnerstädte Bourg-de-Péage (Frankreich), aus Sant Feliu de Guixols (Spanien) aus Tramin in Südtirol und Verbania (Italien), aus Schwaz in Tirol und aus East Grinstead (England). Chöre des Maristenkollegs und Musikgruppen umrahmten die Feier.

Musik stand dann am Nachmittag ganz groß im Programm. Beim Festkonzert gab die hauseigene Band mit Werner Kral, die „New Horizons“, den Ton an, um ihn dann an „die Spezialisten für angewandte Blasmusik“, das „5er Blech“ weiterzugeben. Dieser Auftritt war etwas Besonderes, denn fast alle hatten hier ihr Abitur oder ihren Realabschluss gemacht. Damals, beim Abi-Abschluss, war ihr erster gemeinsamer Auftritt, der schließlich zu ihrem Erfolg führte. Hunderte Besucher hatten an allen Aktivitäten ihre Freude, zumal auch kulinarisch keine Wünsche offen blieben.

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Beim Champagnatfest steht das Klima im Mittelpunkt
Bild: Maria Schmid
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