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Mindelheim

13.08.2020

Corona: Grundrechte-Demonstranten zeigen sich kompromissfähig

Die Demonstranten vom Marienplatz sind zu Kompromissen bereit.
Bild: jsto

Plus Die Organisatoren der Freitagsdemos wollen Rücksicht auf den Mindelheimer Einzelhandel nehmen. Nach einigem Ärger und Diskussionen zeichnet sich jetzt eine Lösung ab.

Seit Wochen finden in der Mindelheimer Altstadt immer freitags Demonstrationen zum Erhalt der Grundrechte statt. Zunehmend hatten sich aber die Fronten zwischen Einzelhändlern und Demonstranten verhärtet, weil die Händler feststellen mussten, dass während der Kundgebungen Kunden die Geschäfte mieden. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Die Organisatoren der Grundrechte-Demos von Mindelheim haben sich in einem Gespräch mit Vertretern des Landratsamtes und der Polizei darauf verständigt, vom Kundgebungsort Marienplatz weitgehend Abstand zu nehmen. „Wir wollen zu einer Deeskalation beitragen“, sagte Markus Beetz gegenüber der MZ. Der Attenhausener organisiert die nächste Demo diesen Freitag, 14. August um 16 Uhr in Mindelheim. Zwar beginnt die Demo wieder auf dem Marienplatz. Das ist aber lediglich der Start für einen Zug durch die Altstadt. Der Marienplatz wird diesmal auch nicht abgesperrt werden. Der Zug wird in der Hauberstraße nach 20 bis 30 Minuten enden. Die Schlusskundgebung dort soll gegen 17.30 Uhr zu Ende sein. Die genaue Route des Zuges wollte der Veranstalter im Vorfeld nicht bekannt machen.

Die Demonstranten wollen Kontakt zu verantwortlichen Bundestagsabgeordneten aus der Region

Die Demos sollen bis auf weiteres fortgeführt werden. Beetz sagte, „wir machen das so lange, bis wir in Kontakt mit verantwortlichen Politikern kommen“. Gemeint sind Bundestagsabgeordnete aus der Region. Die Demo steht unter der Überschrift „Wahrheit und Freiheit bringt Frieden“.

Bei der Demo vorigen Freitag auf dem Marienplatz war es zu vereinzelten Disputen mit Kritikern der Demo gekommen. Die Veranstalter hatten diesen sogar angeboten, drei Minuten ihre Sichtweise zur Maskenpflicht zu äußern. Das hatten diese abgelehnt. In Leserbriefen hatten sich in der Folge mehrere Leser über die andauernden Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen beschwert.

Auf dem Mindelheimer Marienplatz demonstrierten Bürger für den Erhalt der Grundrechte auch in Corona-Zeiten.
31 Bilder
Demonstration für Grundrechte in Mindelheim
Bild: Johann Stoll

Landrat Alex Eder hat das Gespräch mit den Grundrechte-Demonstranten gesucht

Landrat Alex Eder hat versucht, mit den Organisatoren der Demos ins Gespräch zu kommen. Er hat den Eindruck gewonnen, dass mit den Demonstranten zu reden sei. Das seien keine extremen Leute, sagte er sinngemäß gegenüber unserer Zeitung. Vorigen Freitag betonten die Veranstalter ausdrücklich, dass sie nicht dem Einzelhandel schaden wollten. Gerade auch die regionale Struktur zu fördern, sei eines ihrer Anliegen.

Hier geht es zum Kommentar über die neue Lösung: Ärger um Freitags-Demos in Mindelheim: So kann ein Dialog beginnen

Mehr über die Demos und die Kritik daran erfahren Sie hier:

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