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Unterallgäu

19.10.2020

Corona-Update Unterallgäu: 7-Tage-Inzidenzwert schnellt auf 59,17

Der bayerische Landkreis Unterallgäu hat den Warnwert gemessen an den Infektionen pro 100.000 Einwohner überschritten.
Bild: Oliver Wolff (Archiv)

Das Gesundheitsamt hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Das Unterallgäu liegt bei der 7-Tage-Inzidenz jetzt über dem Grenzwert von 50 und ist damit Risikogebiet.

Update Montag, 19. Oktober:

Im Unterallgäu ist nun der Fall eingetreten, den viele angesichts drastisch steigender Fallzahlen schon länger erwartet hatten: Die Corona-Ampel steht jetzt auf Rot. Grund ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Sieben-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende über den Grenzwert von 50 geschnellt, und zwar auf 59,17. Damit gilt das Unterallgäu nun als Risikogebiet.

Damit gelten automatisch so lange verschärfte Corona-Beschränkungen, bis der Grenzwert volle sechs Tage wieder unterschritten wird:

  • Private Treffen sind auf maximal zwei Hausstände oder fünf Personen begrenzt. Das gilt auch für Zusammenkünfte in privat genutzten Räumen oder auf privaten Grundstücken. Veranstaltungen mit Hygienekonzept wie Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Sportveranstaltungen sind nicht betroffen.
  • Überall, wo Menschen dicht oder länger zusammenkommen, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. So gilt die Maskenpflicht zum Beispiel bei Veranstaltungen, bei der Arbeit oder in öffentlichen Gebäuden. Außerdem ist eine Mund-Nasen-Bedeckung laut Infektionsschutzverordnung auch für alle Schüler vorgeschrieben - auch an Grundschulen und auch während des Unterrichts. Das Unterallgäuer Landratsamt plant hiervon eine Ausnahmeregelung für alle Schüler. Diese muss jedoch vorab mit der Regierung von Schwaben und dem Gesundheitsministerium abgestimmt werden. Werden die Schüler in einem festen Klassenverbund unterrichtet, soll die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterrichtsraum abgenommen werden dürfen - so wie dies zuletzt in der eigenen Verordnung des Landratsamts geregelt war. Solange die Ausnahme nicht genehmigt ist, gilt aber die Maskenpflicht.
  • Ab 22 Uhr ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen untersagt (Sperrstunde). Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen sowie ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen.
  • Regelungen für Kindertagesstätten sind in der Infektionsschutzverordnung nicht enthalten. Hier sieht das Landratsamt vor, dass eine funktionelle Trennung der Gruppen vorgenommen werden muss. Die Regelung soll verhindern, dass unter Umständen komplette Einrichtungen schließen müssen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung in den Kindertagesstätten wird empfohlen, ist aber nur vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Erwachsenen nicht eingehalten werden kann.

Aktuell sind 108 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, seit Freitag wurden 33 Neuinfektionen registriert. Weil in dieser Zeit gleichzeitig 44 Unterallgäuer wieder genesen sind, ist die Zahl der Infizierten von zuletzt 119 um elf gesunken. Insgesamt wurden bisher 644 Unterallgäuer positiv getestet, 516 von ihnen gelten als genesen, 20 sind gestorben.

In der vergangenen Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in einer Woche umgerechnet auf 100.000 Einwohner, im Unterallgäu noch unterhalb des kritischen Werts von 50. Es galten die Vorschriften bei Erreichen des Frühwarnwerts von 35. Die Kreisverwaltung hatte hierzu eine eigene Allgemeinverfügung mit den Vorschriften erlassen. Dies ist nun nicht mehr möglich. Ab sofort gelten bei Überschreiten der Werte automatisch die Beschränkungen, die die Infektionsschutzverordnung vorsieht.

Das bayerische Gesundheitsministerium gibt nun täglich auf seiner Homepage alle Landkreise und kreisfreien Städte bekannt, in denen die Regeln greifen. Die Vorschriften gelten am Tag nach der erstmaligen Nennung und bleiben bis zum Tag der letztmaligen Nennung gültig. Ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt bleibt solange auf der Liste, bis die Grenzwerte sechs volle Tage unterschritten werden.

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Update Freitag, 16. Oktober

Aktuell sind 119 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - das sind 35 mehr als noch am Donnerstag.

Insgesamt wurden seit Mitte März 611 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind verstorben, 472 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Neuinfektionen innerhalb einer Woche umgerechnet auf 100.000 Einwohner – liegt aktuell bei 33,03.

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Update Donnerstag, 15. Oktober:

84 Unterallgäuer sind aktuell nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, das sind zehn mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden seit Mitte März 576 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind verstorben, 472 gelten als genesen.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut LGL bei 32,34. Weil jedoch der Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen mgerechnet auf 100.000 Einwohner kürzlich überschritten wurde, gilt bis auf Weiteres die Allgemeinverfügung.

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Update Mittwoch, 14. Oktober:

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis ist erneut gestiegen: Am Mittwoch waren 77 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, tags zuvor waren es noch 64. Binnen eines Tages wurden 19 Neuinfektionen registriert, während gleichzeitig sechs weitere Patienten wieder als genesen gelten.

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen umgerechnet auf 100.000 Einwohner, die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, lag am Mittwoch laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 38,53 und damit nach wie vor über dem Frühwarnwert von 35. Es gilt deshalb weiterhin die Allgemeinverfügung. Insgesamt wurden seit Mitte März 566 Unterallgäuer positiv auf das Virus getestet, 469 gelten als genesen, 20 sind gestorben.

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Update Dienstag, 13. Oktober

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen umgerechnet auf 100.000 Einwohner, am Montag auf 29,59 gesunken war, hat sie am Dienstag mit 37,84 den Frühwarnwert erneut überschritten. Die Allgemeinverfügung bleibt deshalb voraussichtlich noch bis 16. Oktober in Kraft. Hier erfahren Sie mehr: Wird das Unterallgäu Corona-Risikogebiet - und was heißt das für Bürger?

Weil inzwischen weitere neun Corona-Infizierte als geheilt gelten, ist die Zahl der Unterallgäuer, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, trotz dreier Neuinfektionen von zuletzt 70 auf 64 gesunken. Insgesamt wurden seit Mitte März 547 Unterallgäuer positiv getestet. 463 von ihnen gelten inzwischen wieder als genesen, 20 sind gestorben.

Am Dienstag-Nachmittag wurde bekannt, dass es im Kloster in Bad Wörishofen und in einem Hotel einen Corona-Fall gegeben hat. Lesen Sie hier mehr: Corona-Fälle im Kloster Bad Wörishofen und einem Hotel

Update Montag, 12. Oktober

Gute Nachrichten am Montag: Das Unterallgäu ist erst einmal kein Risikogebiet. Der Warnwert von 50 Infektionen umgerechnet auf 100.000 Einwohner auf sieben Tage wurde nicht erreicht.

Mehr unter: Corona: Vorerst Entwarnung für das Unterallgäu

Update Freitag, 9. Oktober

Noch gilt das Unterallgäu nicht als Corona-Risikogebiet. Nachdem am Freitag nur vier neue Fälle gemeldet wurden, liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 44,7 weiter knapp unter dem Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Derzeit sind somit 69 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 531 Bürger positiv getestet. 20 von ihnen sind verstorben, 442 gelten als genesen.

Ab Samstag gelten dennoch strengere Corona-Regeln.

Weitere Informationen lesen Sie hier: Wird Unterallgäu Corona-Risikogebiet? 7-Tage-Inzidenz sprunghaft angestiegen

Update Donnerstag, 8. Oktober

67 Unterallgäuer sind aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 527 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind gestorben, 440 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut LGL bei 44,72.

Update Mittwoch, 7. Oktober

61 Unterallgäuer sind aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Fünf Fälle kamen im Vergleich zum Vortag hinzu. Insgesamt wurden seit Mitte März 510 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind gestorben, 431 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 37,5 pro 100.000 Einwohner und damit über dem bayerischen Frühwarnwert. Die Inzidenz wird vom LGL ermittelt und ist möglicherweise nicht tagesaktuell.

Aktive Fälle im Unterallgäu im Wochenvergleich:

Mittwoch 07. Oktober 61
Mittwoch 30. September 50
Mittwoch 23. September 78

Lesen Sie auch: Trotz Corona steht die Stadt Mindelheim gut da

Update Dienstag, 6. Oktober

59 Unterallgäuer sind aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 505 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind gestorben, 428 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 31,24 und damit knapp unter dem bayerischen Frühwarnwert. Die Inzidenz wird vom LGL ermittelt und ist möglicherweise nicht tagesaktuell.

Lesen Sie aktuelle Nachrichten aus der Region:

Aktive Fälle im Unterallgäu im Wochenvergleich:

Dienstag 06. Oktober 59
Dienstag 29. September 48
Dienstag 22. September 76


Update Donnerstag, 1. Oktober

Die Zahl der Infizierten im Unterallgäu ist leicht gesunken. Zwar wurden am Donnerstag vier neue Corona-Fälle im Landkreis gemeldet, doch die Zahl der Genesenen ist um sieben gestiegen. Damit gibt es im Unterallgäu derzeit 47 aktive Infektionsfälle. Insgesamt ist die Zahl der Coronainfektionen seit März auf jetzt 466 gestiegen. 18 infizierte Personen sind gestorben, 401 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Unterallgäu lag laut LGL am Donnerstag bei 10,41.

Update Mittwoch, 30. September:

50 Unterallgäuer sind aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Landratsamt am Mittwoch bekannt gegeben. Insgesamt wurden seit Mitte März 462 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind gestorben, 394 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Unterallgäu liegt laut LGL aktuell bei 9,03.

Aktive Fälle im Unterallgäu im Wochenvergleich:

Mittwoch 30. September 50
Mittwoch 23. September 78
Mittwoch 16. September 65


Update Dienstag, 29. September:

48 Unterallgäuer sind aktuell nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Landratsamt am Dienstag bekannt gegeben. Insgesamt wurden seit Mitte März 454 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind gestorben, 388 gelten als genesen. Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Unterallgäu liegt laut LGL bei 5,55

Aktive Fälle im Unterallgäu im Wochenvergleich:

Dienstag 29. September 48
Dienstag 22. September 76
Dienstag 15. September 54


Artikel vom Montag, 28. September:

Nach Wochen des Anstiegs sind die aktiven Corona-Fälle im Landkreis Unterallgäu (Bayern/Schwaben) rückläufig. Der bayerische Frühwarnwert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche ist den offiziell gemeldeten Zahlen des Gesundheitsamts zufolge in weite Ferne gerückt.

Die Corona-Updates der vergangenen Woche finden Sie hier: Corona-Update: 73-Jährige gestorben, 80 Maristenkolleg-Schüler werden getestet

Aktive Fälle im Unterallgäu im Wochenvergleich:

Montag 28. September 47
Montag 21. September 77
Montag 14. September 46

So ist die Corona-Lage im Unterallgäu

Seit vergangenem Freitag, 25. September, wurden im Unterallgäu nur noch vier neue Corona-Fälle registriert. Nach Auskunft des Landratsamtes sind derzeit 47 Unterallgäuer nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 452 Unterallgäuer positiv getestet. 18 von ihnen sind gestorben. 387 Corona-Patienten gelten als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz fürs Unterallgäu liegt laut LGL aktuell bei 9,03 (Stand Sonntag, 27. September).

Dritter Todesfall nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim

Rückblick: Vergangene Woche starb eine 73-jährige Bewohnerin im Krankenhaus. Die Bewohnerin einer Senioreneinrichtung in Ottobeuren war der dritte Todesfall nach dem Corona-Ausbruch in der besagten Einrichtung. Alle Bewohner und das Personal wurden getestet. Insgesamt hatten sich nach Angaben des Landratsamts zehn Mitarbeiter und 20 Bewohner der Einrichtung mit dem Coronavirus infiziert. Drei Bewohner werden momentan in einer Klinik behandelt.

Pandemie: Schüler des Mindelheimer Gymnasiums infiziert

Entwarnung kommt aus Mindelheim: Weil sich ein Schüler des Maristenkollegs mit Corona infiziert hatte, mussten sich 86 Mitschüler und sieben Lehrer testen lassen. Nach einer Reihentestung liegen nun die Ergebnisse vor: Alle anderen Schüler sind negativ, müssen aber vorsichtshalber noch in Quarantäne bleiben.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Alle 93 Corona-Tests am Mindelheimer Maristenkolleg waren negativ

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