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Fasten

14.02.2018

Damit das Fasten auch im Alltag funktioniert

Zu Beginn der Fastenzeit haben viele noch den guten Vorsatz, Verzicht zu üben. Doch die Bandbreite ist groß. Manche lassen nur die Süßigkeiten weg, andere steigen gleich komplett auf Wasser und Brot um. In der Fastenserie der MZ gibt es Tipps vom Kneipp-Bund.
Bild: Baier

In den Wochen bis Ostern geben Experten vom Kneipp-Bund Tipps für gesunden Verzicht

Bewusster Verzicht, Abnehmen und ein gesunder Lebensstil – wenn am heutigen Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, werden viele MZ-Leserinnen und -Leser den Selbstversuch wagen. Es muss ja auch nicht gleich das meist unter ärztlicher Aufsicht gestellte Heilfasten sein; es gibt viele Möglichkeiten, sich ein individuelles Fastenprogramm zusammenzustellen. Allerdings sollten einige Dinge beachtet werden, um auch den gewünschten gesundheitsförderlichen Effekt zu erzielen. In unserer MZ-Fastenserie begleiten wir zusammen mit Gesundheitsexperten des Kneipp-Bundes und der Sebastian-Kneipp-Akademie Bad Wörishofen fasteninteressierte Menschen, nehmen Bezug auf die verschiedenen Methoden und begleitenden Maßnahmen im Sinne Kneipps und beantworten Fragen, die man über das Fasten wissen sollte.

Ursprünglich religiös und kulturell motiviert, beinhaltet die aktuelle Diskussion rund um das Fasten weit mehr als den per Definition freiwilligen und zeitlich festgelegten Verzicht auf feste Nahrung. Die intensive Erfahrung des Nahrungsverzichts dient natürlich auch heute noch zur Vertiefung der Religiosität und Spiritualität – egal ob christliche Fastenzeit, Ramadan oder Yom Kippur.

Fastenmethoden haben sich verändert

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Viele der ursprünglichen Fastentraditionen haben sich im Laufe der Zeit gewandelt, Inhalte wurden gelockert, verändert oder auch um neue ergänzt. Auch die hierzulande bekannten Fastenmethoden nach Otto Buchinger (von 1935) oder F. X. Mayr (von 1921) wurden über die Jahre modifiziert beziehungsweise entstanden auch Varianten wie das Molke-, Saft- oder Teefasten. Für Sebastian Kneipp – als katholischen Pfarrer – war der Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch ein selbstverständlicher Bestandteil des christlichen Kalenderjahrs. Für ihn lag der religiöse, nicht der gesundheitliche Aspekt des Fastens im Vordergrund. Heute ist Fasten ein wichtiger Bestandteil der klassischen Naturheilverfahren. Beeindruckend ist, dass Kneipp viele Zusammenhänge in der Ernährung intuitiv und durch Beobachtung richtig erkannt hat, die in der Wissenschaft und Medizin erst Jahre später bestätigt wurden. Und viele Bestandteile seiner Gesundheitslehre eignen sich hervorragend, um als fastenbegleitende Maßnahmen mögliche Begleiterscheinungen zu lindern, aber vor allem, um die Gesundheit zu stärken.

Wissenschaftler halten Intervallfasten für vielversprechend

Die Motivation zu Fasten ist für jeden unterschiedlich. Stehen bei manchen Menschen die Gewichtsreduktion sowie der Verzicht auf Alkohol und Süßigkeiten im Vordergrund, ist es anderen wichtig, den Körper insgesamt zu entlasten, und sie legen auch Wert auf die psychisch-seelische Dimension des Fastens. Die beliebtesten Fasten-Methoden – die auch zuhause praktiziert werden können – wie das Buchinger-Fasten oder das Basen-Fasten dauern mindestens sieben Tage. Das ist vielen zu lange, weil sie sich schwer vorstellen können, wie das im Alltag, neben Beruf und Familie, funktionieren soll.

Auch für Nicole Palmowski, die bislang kaum Erfahrungen mit dem Thema Fasten gemacht hat, ist die Dauer das größte Problem. Die 22-Jährige aus Bad Wörishofen ist in der Garde der Gaudilonia aktiv und war bis gestern im Einsatz. Die letzten Jahre hat sich Palmowski nichts aus der Fastenzeit gemacht, die Erholung von den Strapazen des Faschings war wichtiger. In diesem Jahr soll sich das aber ändern – wenn es denn im Alltag funktioniert: „Ein bis zwei Wochen zu fasten ist mir einfach zu lange. Gibt es denn keine kürzeren Varianten?“, fragt Nicole Palmowski. Ursula Lenz, Diplom-Ökotrophologin an der Sebastian-Kneipp-Akademie, hat eine Antwort parat. Sie empfiehlt Nicole Palmowski das Intervallfasten, das derzeit im Trend ist und von dem sich Wissenschaftler viel versprechen.

Wie das genau funktioniert, lesen Sie ausführlich in der Samstagsausgabe der Mindelheimer Zeitung.

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