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07.11.2017

Das Unterallgäu ist spitze

Das Unterallgäu ist bekannt für seine schönen Landschaften und Kirchen. Doch das ist nicht das Einzige, was den Landkreis lebenswert macht.
Bild: Sandra Baumberger

Der Landkreis ist deutschlandweit die beste Region zum Leben und Arbeiten – zumindest in einer Studie. Eine andere kommt zu einem weniger rosigen Ergebnis

Wenn das kein Erfolg ist: Vor sieben Jahren landete der Landkreis bei einer Studie des Magazins Focus Money, bei der die wirtschaftliche Stärken und Perspektiven von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland untersucht wurden, noch auf Platz 60. Drei Jahre später, also 2013, hatte sich das Unterallgäu bereits auf Platz 31 vorgearbeitet, 2015 auf den siebten Platz und 2016 schließlich sogar aufs Podest: Nach München und Pfaffenhofen an der Ilm belegte der Landkreis den dritten Platz. Und nun das: Eine neue Rangliste von finanzen100.de weist das Unterallgäu als die Region in Deutschland aus, in der es sich am besten leben und arbeiten lässt.

Für die Liste wurden 400 Landkreise und kreisfreie Städte in fünf Kategorien bewertet. Insgesamt konnte jede Region maximal 500 Punkte erhalten. Das Unterallgäu liegt demnach mit 385 Punkten knapp vor dem Landkreis Günzburg, der es auf 383 Punkte bringt. Gewertet wurden Finanzielles, Jobchancen, Mieten und Attraktivität. Um die Löhne zu bewerten, wurde die Höhe des durchschnittlichen Bruttojahreseinkommens je Arbeitnehmer im Jahr 2015 herangezogen. Im Unterallgäu lag das laut den Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bei 41100 Euro. Aus der selben Quelle stammt die Bewertung des Einkommens: Hier zählten die Höhe des verfügbaren Einkommens je Haushalt und Jahr. Je größer es ist, umso mehr Punkte erhielt die Region. Für den Landkreis weist die Statistik ein verfügbares Einkommen in Höhe von 23573 Euro pro Jahr aus.

Um Aussagen über die Jobchancen zu treffen, wurden die Arbeitslosenquoten der 400 Regionen im September 2017 verglichen. Je niedriger die Quote war, desto mehr Punkte wurden vergeben. Da das Unterallgäu mit 1,7 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote Deutschlands vorweisen kann, punktete der Landkreis auch in dieser Kategorie entsprechend.

Für die Bewertung der Mieten war der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter im September 2017 maßgeblich. Die Regionen erhielten umso mehr Punkte, je günstiger die Miete ist. Im Unterallgäu lag der Durchschnittspreis bei 7,48 Euro pro Quadratmeter.

In der Kategorie „Attraktivität“ zählte schließlich, wie viele Menschen die Region in den vergangenen zehn Jahren verlassen haben und wie viele zugezogen sind. Je stärker der Zuzug überwog, desto mehr Punkte gab es. Während im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, in der Liste der besten Landkreise immerhin auf Platz zehn, in den vergangenen zehn Jahren 2,1 Prozent der Bewohner weggezogen sind, kann man sich im Unterallgäu über eine Zuzugsrate von 3,6 Prozent freuen. Noch höher ist der Zuzug mit fünf Prozent in Landsberg (Platz 12) und mit 9,1 Prozent in Kempten (Platz 11).

Auf dem letzten Platz des Ranking landeten übrigens der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die es beide nur auf je 111 Punkte bringen.

Bei den vorangegangenen Untersuchungen von Focus Money waren die Kategorien Wachtstum/Jobs, Produktivität/Standortkosten, Einkommen/Attraktivität, Sicherheit/Lebensqualität sowie Firmengründungen ausschlaggebend. Dabei hatte sich stets ausgewirkt, dass das Unterallgäu besonders sicher ist – im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West belegt es auch hier den ersten Platz.

Wem das alles zu rosig ist: Der Prognos-Zukunftsatlas 2016 listet das Unterallgäu unter allen Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands lediglich auf Rang 115, an der Spitze steht hier der Landkreis München. Gewertet wurden in dieser Untersuchung die Dynamik, also wie sich der Landkreis im Zeitverlauf entwickelt hat, die Stärke, gewissermaßen der Ist-Zustand des Kreises und außerdem die Bereiche Demografie, Arbeitsmarkt, Innovation und Wohlstand. Das Unterallgäu punktet dabei in den Bereichen Arbeitsmarkt und Dynamik, am schlechtesten schneidet es in der Kategorie Wohlstand ab. Der bei finanzen100.de Zweitplatzierte Landkreis Günzburg liegt bei Prognos vor dem Unterallgäu auf Platz 102.

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