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Mindelheim

11.10.2019

Das ist drin im Einsatzwagen der Mindelheimer Polizei

Die Tetris-Challenge offenbart, was alles in einem Einsatzwagen der Polizeiinspektion Mindelheim steckt. Der Kofferraum ist mit all der jetzt säuberlich aufgereihten Ausrüstung gefüllt, vorne nehmen in diesem Fall Polizeioberkommissar Andreas Miller und seine Kollegin, Polizeihauptmeisterin Jessica Tatka, Platz.
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Die Tetris-Challenge offenbart, was alles in einem Einsatzwagen der Polizeiinspektion Mindelheim steckt. Der Kofferraum ist mit all der jetzt säuberlich aufgereihten Ausrüstung gefüllt, vorne nehmen in diesem Fall Polizeioberkommissar Andreas Miller und seine Kollegin, Polizeihauptmeisterin Jessica Tatka, Platz.

Plus Die Mindelheimer Polizei beteiligt sich an der Tetris-Challenge und zeigt, was alles in einem Polizeiauto steckt und wozu man es braucht.

Die Bilder, die derzeit unter #tetrischallenge im Internet kursieren, sind echte Hingucker: Neben einem Einsatzfahrzeug der Polizei, Feuerwehr oder auch des Rettungsdienstes ist fein säuberlich all das aufgereiht, was sich üblicherweise darin befindet. Auch die Polizeiinspektion Mindelheim ist auf den Trend aufmerksam geworden, hat es aber nicht beim Bild allein belassen: Gerhard Zielbauer, der Leiter der Mindelheimer Inspektion, erläutert, wofür er und seine Kollegen die jeweilige Ausrüstung brauchen.

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  • Besen Damit kehren die Beamten nach einem Unfall zum Beispiel die Glassplitter von der Straße.
  • Pylonen In einem normalen Einsatzwagen befinden sich zwei Pylonen, im großen Kombi vier, mit denen die Beamten eine Unfallstelle absichern können.
  • Warnleuchten Auch die drei blinkenden Warnleuchten dienen dazu, Gefahrenstellen abzusichern.
  • große und kleine Wasserwaage Sie wird benötigt, um das Gefälle einer Straße berechnen zu können.
  • Einsatztasche Die persönliche Einsatztasche der Beamten beinhaltet neben der persönlichen Ausrüstung unter anderem auch Fahndungschecklisten sowie Formblätter für Vernehmungen.
  • Blinkleuchten Mit den fünf Blinkleuchten im Koffer können die Beamten eine Leuchtkette legen und damit nachts beispielsweise eine Fahrspur absichern.
  • Feuerlöscher
  • Reserve-Warnweste Damit können die Beamten zum Beispiel Unfallbeteiligten aushelfen, die selbst keine Warnweste dabei haben. 0 Radmutternschlüssel Er kann bei der Pannenhilfe zum Einsatz kommen.
  • Erste-Hilfe-Kasten Wie jedes andere Fahrzeug auch verfügt natürlich auch der Einsatzwagen der Polizei über einen Erste-Hilfe-Kasten, damit die Beamten Verletzten helfen können. "Selbstschutz-Set Um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen, wenn sie Erste Hilfe leisten, haben die Beamten diesen Kasten an Bord. Er beinhaltet unter anderem Desinfektionsmittel, Handschuhe, Mundschutz und Schutzanzüge.
  • Warnweste
  • Schwere kugelsichere Westen und Helm Zusammen wiegt diese Schutzausrüstung rund 20 Kilogramm und soll selbst Maschinenpistolenfeuer standhalten. Zum Einsatz kommt sie, wenn Schusswaffen im Gebrauch sind, speziell bei Amokläufen. Die Nummer 14 zeigt die Rückenteile der zweiteiligen Schutzwesten, die mit einem Erste-Hilfe-Set speziell für Schussverletzungen ausgestattet sind, die Nummer 15 das Vorderteil.
  • Besatzung Polizeioberkommissar Andreas Miller, der wie seine Kollegin, Polizeihauptmeisterin Jessica Tatka, die leichtere Schutzweste trägt. Die roten Isomatten gehören übrigens nicht mit zur Ausrüstung, sondern kamen nur für das Foto zum Einsatz.
  • Geeichter Meterstab Er ist auf zahlreichen Polizeifotos zu sehen und macht beispielsweise sichtbar, auf welcher Höhe ein Auto ein anderes gestreift hat.
  • Markierungskreiden Sie werden nach Unfällen etwa dazu genutzt, den Endstand der Fahrzeuge zu markieren.
  • Geeichtes Messrad Damit messen die Beamten die Unfallstelle aus.
  • Funkgerät
  • Einsatzrucksack Er beinhaltet einen Fotoapparat, ein Atemalkohol-Messgerät und einen Laptop, der den Beamten auch fernab des Schreibtisches Zugang zum Polizeinetz ermöglicht. Sie können damit beispielsweise überprüfen, ob nach einer Person gefahndet wird, oder gleich vor Ort einen Unfall aufnehmen. Außerdem sind Einsatzkonzepte darauf abrufbar und – auch bei guter Kenntnis des Landkreises unabdingbar – Landkarten. Außerdem dabei ist ein Diensthandy, mit dem ebenfalls Fahndungsabfragen möglich sind. Mit der entsprechenden App muss nur die Nummer auf der Rückseite des Personalausweises gescannt werden und schon Sekunden später ist klar, ob in Bayern, Deutschland oder dem Schengenraum nach dem Inhaber des Ausweises gefahndet wird. Über die App „Teamwire“ können die Beamten außerdem Fahndungsaufrufe oder Vermisstenfälle teilen und sich über Einsätze informieren. Damit wird auch der Funkverkehr entlastet. „Das ist schon ein cooles Einsatzmittel“, findet Zielbauer. Zumal das Handy mit Flightradar und Bayerninfo über eine Reihe weiterer Apps verfügt, die den Polizeialltag erleichtern.
  • Atemschutzmaske Auf sie können die Beamten zurückgreifen, wenn sie mit nicht sofort identifizierbarem Rauch konfrontiert werden. „Das ist eine klassische ABC-Maske. Die brauchen wir hoffentlich nie“, sagt Zielbauer.
  • Markierungsspray Während die Kreiden vor allem auf ebenen Untergründen eingesetzt werden, leistet der Spray auf Gras, Steinen oder an Böschungen gute Dienste.
  • Handscheinwerfer Er ist batteriebetrieben und leuchtet die Umgebung bei einer Suche in der Dunkelheit bis auf eine Entfernung von mindestens 100 Meter aus.
  • Body-Cam Drei dieser Kameras gibt es neuerdings in der Polizeiinspektion Mindelheim. Sie sollen die Beamten, aber auch Rettungskräfte vor Angriffen schützen, indem die damit gemachten Aufnahmen vor Gericht belegen, was sich vor Ort ereignet hat. Zwar geht es im Unterallgäu noch verhältnismäßig ruhig zu, doch auch hier steigt die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte stetig. Im vergangenen Jahr wurden im Unterallgäu laut einer Statistik des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 48 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte angezeigt, in der Stadt Memmingen waren es 70 und im gesamten Präsidiumsbereich 636. Die Zahl der Beamten, die beleidigt, angegriffen und verletzt wurden, ist jedoch deutlich höher, weil ein Fall mehrere Beamte betreffen kann. Sie müssen darauf hinweisen, dass sie die Kamera einschalten.

Hier erfahren Sie mehr über die Tetrischallenge: Menschen stellen Spielzeug nach

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