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Unterallgäu

30.01.2021

Das sind die beliebtesten Vornamen im Unterallgäu

Was für ein süßes Babylächeln! Doch welchen Namen gibt man dem Kind? Diese Frage ist eine der schwierigsten, die Eltern zu Beginn eines neuen Lebens zu treffen haben.
Foto: Szilvia Izsó

Plus Wie beliebt die deutschen Trendnamen „Mia“ und „Noah“ im Unterallgäu wirklich sind und welche außergewöhnlichen Namen Eltern von hier ihren Kindern gegeben haben.

Es ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die Eltern zur Geburt eines Babys treffen müssen: Welchen Namen soll das Kind bekommen? Wie klingt er, wie schreibt er sich und passt er gut zum Nachnamen? Soll er bekannt und weit verbreitet sein oder doch eher außergewöhnlich und speziell? Einen Monat Zeit haben Eltern nach der Geburt eines Kindes, den Namen bei den Behörden anzugeben. „Mia“ und „Noah“ waren einer ersten Auswertung des Namensforschers Knud Bielefeld zufolge die deutschlandweiten Trend-Namen im Jahr 2020. In der Statistik für die Region schafften sie es allerdings nicht auf die vorderen Plätze. Stattdessen stehen andere Namen ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

613 Kinder sind im vergangenen Jahr bei Hausgeburten oder in der Klinik in Mindelheim zur Welt gekommen, der Großteil stammt aus der Stadt und dem näheren Umkreis. 380 von ihnen haben „nur“ einen Vornamen bekommen, 217 von ihnen zudem noch einen zweiten. 16 Kindern wurden sogar drei Vornamen mit ins Leben gegeben.

"Lea" führt die Liste der beliebtesten Babynamen in Mindelheim an

Die Rangliste bei den beliebtesten ersten Vornamen für Mädchen führt in Mindelheim Lea an. Neun Babys wurden 2020 so genannt. Dahinter folgen Anna und Sophia mit jeweils acht Nennungen. Sieben Neugeborene wachsen als Lena auf, sechs als Ida oder Magdalena. Jeweils fünf Mal wurden die Namen Charlotte, Isabella, Johanna, Laura, Nora und Sarah ausgesucht – und „Mia“, die deutschlandweit auf dem ersten Platz gelandet ist. Die republikweit ebenfalls sehr beliebten Namen „Emilia“ und „Hannah“ kommen in Mindelheim vier- beziehungsweise zweimal vor.

Als zweiter Vorname wurde in Mindelheim 13 Mal Maria verwendet, gefolgt von Marie mit neun Nennungen sowie Sophie mit fünf. Sieben Mädchen haben 2020 auch einen dritten Vornamen bekommen, zwei von ihnen Elisabeth. Weitere dritte Vornamen sind Carla, Guadalupe, Marie, Sophie und Summer.

"Jakob" ist der beliebteste Namen für Jungen im Raum Mindelheim

Bei den Jungen steht „Jakob“ auf Platz eins der Rangliste der ersten Vornamen. Zehn in Mindelheim geborene Buben haben diesen Namen im Jahr 2020 erhalten. Acht Kinder namens Maximilian kamen zur Welt, sechs Mal wurden Buben Elias, Leopold, Luis oder Samuel genannt. Dahinter folgen mit jeweils fünf Nennungen die Namen Anton, David, Hannes, Jonas, Jonathan, Ludwig und Moritz.

Der deutschlandweit beliebteste Namen „Noah“ landet im Mindelheim mit zwei Nennungen auf dem 32. Platz. „Ben“ und „Matteo“, die deutschlandweit auf Platz zwei und drei gelandet sind, kamen auch in Mindelheim öfter vor: Drei Jungen wurden Matteo genannt (was Platz 20 der Rangliste entspricht), zwei Ben (Platz 32).

Als zweiter Vorname bei Buben wurde 2020 am häufigsten Maximilian gewählt (fünf Nennungen), dicht gefolgt von Alexander und Martin (je vier Nennungen). Neun Jungen haben einen dritten Namen bekommen, nämlich Alexander, Alfred, Andreas, Daniel, Georg, Godestio, Ludwig, Simeon und Willi.

Diese Namen wurden in Kaufbeuren am häufigsten vergeben

Viele Eltern aus der Region, gerade aus dem Raum Türkheim und Bad Wörishofen, entscheiden sich für eine Entbindung im Krankenhaus Kaufbeuren. 875 Babys kamen im Jahr 2020 in der kreisfreien Stadt zur Welt. Die beliebtesten ersten Vornamen hier sind bei den Mädchen Emilia (elf Nennungen), Emma (acht) und Johanna (sieben).

Es folgen Anna, Ella und Mia mit jeweils sechs Nennungen sowie mit jeweils fünf Nennungen Fiona, Leonie, Luisa, Magdalena, Mara, Marie, Mila und Sophia.

Bei den in Kaufbeuren geborenen Jungen liegen Lukas (13 Nennungen), Jakob und Moritz (jeweils neun Nennungen) auf den ersten drei Plätzen, dicht gefolgt von Leon und Liam (acht Nennungen). Sieben Mal kam ein „Elias“ in Kaufbeuren zur Welt, jeweils sechs Mal wurden Jungen David, Jonas, Matteo oder Theo genannt. Fünfmal kommen die Namen Anton, Jonathan, Leo, Milan, Paul und Vincent in der Statistik vor.

Diese besonderen Namen tauchen in der Mindelheimer Namensstatistik auf

Immer wieder tauchen in der mehr als 300 verschiedene Namen umfassenden Liste der Stadt Mindelheim auch besondere Namen auf. Ob bei Heidi, Romy und Adele wohl das Model, die Schauspielerin und die Sängerin Pate standen? Mochte die Mama von „Ophelia“ Shakespeares Drama Hamlet? Vielleicht sind die Eltern von Loredana Fans der bekannten Rapperin? Oder fanden sie den Namen, der wohl von einem venezianischen Familiennamen abstammt, nur einfach wunderbar?

Denn unter den außergewöhnlichen Namen sind auch viele mit einer schönen Bedeutung: So stammt etwa „Aleyna“, von denen in Mindelheim 2020 zwei auf die Welt kamen, aus dem Türkisch-Arabischen und bedeutet so viel wie „Gottes Geschenk“. Eine ähnliche Bedeutung hat auch der ungarische Vorname Dorka, der zudem auch mit „Reh“ oder „Gazelle“ übersetzt wird. Weitere besondere Mädchennamen, die 2020 in Mindelheim vergeben wurden, sind beispielsweise Asiel, Ebosetale, Feja und Hira sowie Iksha und Ioana-Ariana.

Ob eine Frau ein Mädchen oder einen Jungen zur Welt bringt ist laut einer neuen Studie weitgehend Zufall. Die Familiengene spielen dabei keine Rolle.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Diese besonderen Namen erhielten in Mindelheim geborene Buben

Natürlich gibt es auch bei den 2020 in Mindelheim geborenen Jungen besondere Namen: Während sich jeweils zwei Elternpaare für die bayerischen Klassiker Alois, Franz, Toni und Xaver entschieden haben, sind die Namen Benett (englisch für Benedikt), Deon (afrikanisch) und Kastriot (albanisch) hier eher wenig gebräuchlich.

Auch Anian, Béan, Liano und Magd werden vermutlich die einzigen in ihrer Klasse mit diesen Namen sein – ebenso wie Mio, Nate und Nibras. Die Frage, ob „Robbie“ nach dem einstigen Take-That-Mitglied benannt wurde, bleibt ebenso offen wie die, ob die drei Elternpaare, die ihre Söhne mit zweiten Namen „Ragnar“ tauften, Fans der TV-Serie Vikings sind, die sich um den Wikinger Ragnar Lothbrok dreht.

Die verrücktesten Namen gibt es in Berlin

Der Fantasie der Eltern sind bei der Namenswahl eben (fast) keine Grenzen gesetzt – wie man an den ungewöhnlichsten Vornamen aus Berlin erkennt: Dort gibt es, wie die Berliner Zeitung berichtet, zum Beispiel neugeborene Jungen namens Jax-Brooklyn, Hristo-Omer, Heimath, Reinherz, Arkenbald, Berlin, Du, Faustus, Lamborghini, Nacho, Urmel, Winter, Neuesleben, Obi, Pascha und Bam-bam.

Und auch bei den Mädchen waren die Eltern teils sehr kreativ: Sie heißen zum Beispiel Schnee, Ân-Rosé, Persephone, Sultan, Khaleesi, Lilith, Trinity, Babie, Löwe, Moxxi, Pipistrella oder Txell sowie Aloy-Manuela, Faustina, Frohmut oder Fanta.

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