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Umwelt

04.07.2019

Dem gefräßigen Zünsler den Garaus machen

Wenn der Buchsbaumzünsler sich über seine namensgebende Lieblingsspeise hermacht, dann bleibt davon nur noch wenig übrig. Kreisgartenberater Markus Orf hat Tipps, wie Gartenfreunde ihre Buchsbäume retten können.
Bild: AZ-Archiv/Eileen Kumpf

Gartenfachberater Markus Orf erklärt, wie Gartenfreunde in Wiedergeltingen und Türkheim ihre Buchsbäume vor dem eingewanderten Schädling retten können

Nicht nur in Wiedergeltingen treibt der Buchsbaumzünsler sein gefräßiges Unwesen, auch in Türkheim wurden schon einige Pflanzen von dem Schädling befallen. Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu, hatte schon im April darauf hingeweisen: „Der Buchsbaumzünsler ist im Unterallgäu angekommen“. Der Schädling befällt Buchsbäume und kann diese vollständig zerstören. Um das zu verhindern, sollten Gartenbesitzer bei einem Befall der Ziersträucher schnell reagieren.

Der Buchsbaumzünsler wurde laut Orf vor einigen Jahren aus Asien nach Deutschland eingeschleppt. Seitdem verbreitet er sich immer weiter.

Damit die Raupe des Schädlings Buchsbäume nicht kahl frisst und diese im schlimmsten Fall zum Absterben bringt, sollten die Pflanzen sofort kontrolliert werden. „Die Raupen befinden sich vorwiegend im Pflanzeninneren und sind aufgrund ihrer guten Tarnung oft schwer zu erkennen“, sagt Orf. Die Tiere sind fünf Zentimeter lang, gelbgrün und haben einen schwarzen Kopf. „Befallene Pflanzen sind meist beige-gelblich, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingespinnt.“

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Die Raupen sollten abgesammelt und deren Gespinste herausgeschnitten werden, rät Orf. Entfernte, befallene Pflanzenteile müssen laut dem Kreisfachberater in Säcke verpackt und über den Restmüll entsorgt werden.

Möglich ist auch eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Diese sollten aber nur Personen mit Fachwissen verwenden. Denn die Mittel könnten nur wirken, wenn die Pflanze richtig behandelt werde, so Orf. Der Buchsbaumzünsler überwintert in Buchsbäumen und überlebt Temperaturen von bis zu zwölf Grad minus. Im Frühjahr beginnen die Raupen zuerst die Blätter und anschließend die Rinde zu fressen. Nach einer Puppenruhe Ende Mai schlüpfen die Falter und legen rund 150 Eier auf den Blattunterseiten ab. Dann folgt eine zweite Generation des Schädlings mit einer weiteren Raupenphase Anfang Juli. (mz)

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05.07.2019

Falls jemanden interessiert: Ich habe in Friedberg am 29.06.2019 einen Buchsbaumzünsler Schmetterling gesehen. Normalerweise schlüpfen dann nach 10-14 Tagen die kleinen Raupen aus den Eiern. Da der Falter ca. 8 Tage lebt, lohnt es sich ab heute (05.07.2019) seinen Buchsbaum genauer zu untersuchen und bei Raupenbefall entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Viel Erfolg!

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