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Bad Wörishofen

18.09.2018

Der Mann, der gerne Gutes tut

Auch am Verkehrsübungsplatz erinnert eine Tafel an den Mäzen Hans-Joachim Kania (rechts, mit Bürgermeister Paul Gruschka). <b>Foto: Markus Heinrich</b>
Bild: Markus Heinrich

Der Name Kania steht für Kinderförderung in Bad Wörishofen. Jetzt hat Hans Joachim Kania selbst einen Grund, zu feiern.

Wer den Verkehrsübungsplatz Bad Wörishofen besichtigt, findet dort seinen Namen. Auch der neue Brunnen vor dem Guggerhaus ist Hans Joachim Kanias Spendenfreudigkeit entsprungen, dazu zahlreiche Jugendförderprogramme. Der Mäzen, der nun seinen 80. Geburtstag feiern kann, ist aus Bad Wörishofens Stadtleben längst nicht mehr wegzudenken.

In Breslau geboren, musste die Familie zum Ende des Zweiten Weltkriegs fliehen. „So etwas prägt für das ganze Leben“, sagte Kania einmal.

Die Kanias gelangten nach Niederbayern. Hans Kania trat dort nach der Ausbildung am Ludwigs-Gymnasium in Straubing einst eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann an. Er wollte Drogist werden, aber „auch schon damals musste man nehmen was vorhanden war“ hat Kania einmal gescherzt. Klassenprimus war er, Staatspreisträger, kein Wunder, dass es für ihn 1958 zur Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ging. Immer weiter stieg er in dem Konzern auf, leitete am Ende einen Geschäftsbereich. Dazu engagierte er sich als als Betriebsratsvorsitzender und Aufsichtsrat.

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Von Südafrika nach Bad Wörishofen

1994 verließ Kania den Konzern, weil er sich zusammen mit seiner Ehefrau Maria Paijmans-Kania ausschließlich um Straßenkinder in Südafrika kümmern wollte. Den Kindern haben sich die Eheleute auch nach der Rückkehr nach Deutschland verschrieben. In Bad Wörishofen riefen sie eine Vielzahl an Förderprogrammen für den musikalischen und sportlichen Nachwuchs ins Leben. Auch der Babygruß für Neugeborene ist mit Kania-Spenden finanziert. Gebündelt ist das alles mittlerweile im „Förderprogramm 2020“, wo sich auch Kanias neue Partnerin Marieluise Vorwerk engagiert. Maria Paijmans-Kania, Mutter dreier Kinder, ist 2017 im Alter von 89 Jahren gestorben.

In Bad Wörishofen wartet die nächste Ehrung

Der Kultur- und Sportaward Kanias fördert Jugendliche. Der Melolino-Award ist Teil der kind- und jugendgerechten Musikerziehung. Im Rahmen des Kinder-Geigen-Fonds wird mit kindgerechten Geigen unterrichtet. Jazz for Kids zum Beispiel soll zu einer Projektband führen. Den neuen Verkehrsübungsplatz hat Kania ebenfalls finanziert. Kania ist Träger der Verdienstmedaille der Stadt Bad Wörishofen, die auch Maria Paijmans-Kania erhalten hatte. Die nächste Ehrung für den umtriebigen Gönner steht schon bevor. Der Stadtrat von Bad Wörishofen wird Kania am kommenden Montag die Bürgermedaille der Stadt Bad Wörishofen verleihen. Die Entscheidung dazu ist bereits in einer nichtöffentlichen Sitzung gefallen. (Anmerkung: In einer früheren Version des Artikels war noch die Rede von einer Stadtratsentscheidung am Montag.)

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