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Kirchheim

13.02.2020

Der neue Rektor fühlte sich in Kirchheim schnell zuhause

Sein erstes Halbjahr als Schulleiter in Kirchheim hat David Ott jetzt hinter sich. Seine Zwischenbilanz fällt positiv aus.
Bild: home

Plus David Ott leitet seit September die Grund- und Mittelschule Schule in Kirchheim. Vieles dort hat ihn positiv überrascht.

An eine neue Schule zu kommen, ist eine aufregende Sache – und das nicht nur, wenn man zu den Abc-Schützen gehört. Auch mit 36 Jahren kann mit dem Schuljahresstart ein neuer Lebensabschnitt beginnen – so wie bei David Ott, der seit September die Grund- und Mittelschule in Kirchheim leitet. Dass dieser Start so gut verlaufen ist, daran haben auch die Schüler ihren Anteil.

„Wer sind Sie? Was machen Sie hier?“ Das wollten die Kinder und Jugendlichen von ihm wissen, als er die Schule bereits vor seinem offiziellen Start als Leiter ein paarmal besucht hat. Überall sei er freundlich empfangen worden. „Mein Start war ein sehr guter“, sagt der Pädagoge rückblickend. Er habe schnell gespürt, „dass mir als Fremden das nötige Vertrauen entgegengebracht wird“. Die Lehrer, aber auch die Eltern und andere Gremien wie der Förderkreis oder die Gemeinde hätten ihn von Anfang an unterstützt. „Ich hatte das Gefühl, kaum Akklimatisierungszeit gebraucht zu haben.“ Schon zu den Herbstferien „habe ich mich hier ein Stück weit zuhause gefühlt“, sagt der 36-Jährige.

In Memmingen hat David Ott erste Schullleitungsluft geschnuppert

Der Babenhauser hat vor seiner Anstellung in Kirchheim zwei Jahre lang kommissarisch die Elsbethenschule, eine Grundschule in der Memminger Innenstadt, geleitet. „Da habe ich erste Schulleitungsluft geschnuppert“, sagt er. Die Aufgabe habe ihm gefallen und als er auf die frei werdende Stelle in Kirchheim aufmerksam geworden sei, habe er sich beworben.

Der neue Rektor fühlte sich in Kirchheim schnell zuhause

Besonders überrascht sei er von den guten Rahmenbedingungen gewesen, die in Kirchheim vorlagen, sagt Ott. „Was da nach der Sanierung entstanden ist, ist ganz toll!“ Das gut funktionierende Ganztagskonzept mit frischgekochtem Essen und den nötigen Räumen für Ruhe, aber auch zum Spielen, ist ihm positiv ins Auge gestochen. Und er freut sich auch, dass sich der Schulverband entschieden hat, den jetzigen Altbau ebenfalls zu sanieren.

Die Schulfamilie in Kirchheim sei eine andere als in Memmingen, findet David Ott. Der Austausch sei ein anderer, „ein Stück weit gewinnbringender“, die Unterstützung von den Eltern sei hier intensiver, als er es zuvor gewohnt war. Was ihm auch gefällt: Zwar gibt es in Kirchheim die beiden Schulformen Grund- und Mittelschule, aber dennoch hätten beide Schulen viele Gemeinsamkeiten. Insgesamt gibt er seinem „Zufriedenheitslevel“ im ersten Halbjahr die Note zwei. „Dass alles perfekt ist, wäre vermessen, das muss es auch nicht sein.“

Der Spagat zwischen seinen Aufgaben als Schulleiter und als Klassenleiter ist für den Kirchheimer Rektor nicht immer leicht

Sehr überrascht hat ihn, wie gut die Zusammenarbeit der Schule mit Partnern läuft, also dem mobilen sonderpädagogischen Dienst oder der „Jugendsozialarbeit an Schulen“. Beide Partner gehörten fest zum Team und hätten feste Sprechstunden in der Schule, etwa um Lehrer zu unterstützen, wenn Schüler Schwierigkeiten in der Lernentwicklung oder untereinander haben. Hier werde gemeinsam im Sinne der Kinder und Familien entschieden. Das habe auch ihm geholfen und ihn entlastet.

Nicht immer so leicht fällt David Ott der Spagat zwischen seinen Aufgaben als Schulleiter und als Klassenleiter. Er findet es einsteils gut, dass er immer dieselbe Bezugsgruppe habe, sagt er, der Unterricht selbst sei auch kein Problem. Schwieriger sei die teils zeitaufwendige Organisation drumherum, etwa von Lernentwicklungsgesprächen. Schüler, Kollegen, Eltern und man selbst: All diesen Seiten gerecht zu werden, sei gar nicht so einfach, sagt Ott und ergänzt: „Aber es macht Spaß!“ Froh ist er darüber, dass sein Stellvertreter Ludwig Förner ihm Aufgaben abnimmt, etwa die Organisation von Lehrern in Krankheitsfällen, und dass er mit Sekretärin Sanja Marjanovic eine große Hilfe an der Seite hat.

David Ott ist guter Dinge, dass ihm an der Grund- und Mittelschule in Kirchheim nicht langweilig wird

David Ott schätzt an Kirchheim die kurzen Wege und die geringen Vorlaufzeiten, etwa im Kontakt mit der Marktgemeinde. Nach einem halben Jahr im Fuggermarkt hat er sich die ersten Ziele gesteckt – oder ist sie bereits angegangen. So will er etwa den Austausch mit den Kindergärten verbessern, um für einen „geschmeidigen Schulstart“ zu sorgen.

Um die Schüler in der Pause zu mehr Bewegung zu animieren, soll es bald eine Spielehütte mit Pausenspielen geben, die sich die Schüler ausleihen können. In Sachen Digitalisierung will er Fördermöglichkeiten wahrnehmen, das Angebot optimieren und ausbauen. „Mir wird definitiv nicht langweilig!“

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