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Die Bäume in Mindelheim gehen jeden etwas an

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Kommentar Von Johann Stoll
06.11.2019

In Mindelheim müssen zahlreiche Bäume gefällt werden. Alle paar Jahre neue Bäume zu pflanzen, kann nicht die Lösung sein.

Wer sich für Bäume im Stadtbild einsetzt, handelt vernünftig. Jeder Baum trägt dazu bei, das Kleinklima zu verbessern. Wo nur noch wenige Bäume stehen, heizt sich eine Stadt im Sommer immens auf. Und die Luft ist obendrein noch schlechter.

Die Lösung kann aber nicht sein, alle paar Jahre kranke und tote Bäume durch Neupflanzungen zu ersetzen. (Hier kommen Sie zum Artikel über dasgroße Baumsterben in Mindelheim )

Es kommt besonders auf alte Bäume an. Wie aber können Bäume überhaupt 100 Jahre und mehr alt werden, wenn

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a) viel zu schnell angeblich störende Bäume umgesägt werden;

b) den Bäumen viel zu wenig Lebensraum zugestanden wird, weil sie eingepflastert werden und

c) wenn sie Trockenperioden einfach nicht überleben, weil sie verdursten.

Dass wir gesunde und möglichst alte Bäume im gesamten Stadtgebiet brauchen, sollte uns alle im eigenen Interesse interessieren. Dazu braucht es Straßen und Platzgestalter, die einsehen müssen, dass Bäume viel mehr Platz brauchen als ihnen bisher oft zugestanden wird. Sonst schafft ein Baum vielleicht 20 Jahre, aber keine 100. Es braucht aber auch Bürgerengagement.

Baumpatenschaften könnten eine Lösung für heiße Sommer sein

Wie wäre es, wenn die Stadt Baumpatenschaften vergeben würde? Jeder Mindelheimer könnte sich doch um „seinen“ Baum kümmern und ihn bei der nächsten Trockenperiode alle paar Tage mit Wasser versorgen, sobald der Stadtgärtner Alarm schlägt. Das wäre ein klitzekleiner Beitrag für ein noch besseres Mindelheim. Zur Erinnerung: Eine erhebliche Zahl der 55 Bäume, die jetzt abgestorben sind, waren verdurstet.

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