Newsticker

Steigende Infektionszahlen: Bundesregierung spricht für ganz Belgien eine Reisewarnung aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Die Mittlere Reife als Sprungbrett ins Berufsleben

28.07.2010

Die Mittlere Reife als Sprungbrett ins Berufsleben

Mit strahlenden Gesichtern und den Zeugnissen der Mittleren Reife in der Hand beim Erinnerungsfoto: die 10M-Klasse an der Hauptschule Pfaffenhausen mit Klasslehrer Harald Schmidt (hinten li.) und Rektor Helmut Pletzer (hinten re.). Fotos: Josef Hölzle
2 Bilder
Mit strahlenden Gesichtern und den Zeugnissen der Mittleren Reife in der Hand beim Erinnerungsfoto: die 10M-Klasse an der Hauptschule Pfaffenhausen mit Klasslehrer Harald Schmidt (hinten li.) und Rektor Helmut Pletzer (hinten re.). Fotos: Josef Hölzle

Pfaffenhausen "Es ist geschafft!", hieß es für 26 Absolventen und Absolventinnen der 10M-Hauptschulklasse in Pfaffenhausen. "Geschafft" haben sämtliche Schüler die "Mittlere Reife". Sehr erfolgreich "geschafft" wurde auch wieder die Kooperation der beiden Volksschulen Kirchheim und Pfaffenhausen im "Mittlere-Reife-Zug" hin zur Station eines von der Praxis geschätzten Bildungsabschlusses. Doch niemand zeigte sich "geschafft".

Das Dreieck Lehrer-Eltern-Schüler hat - wie bei der Abschlussfeier zu spüren war - so gut funktioniert, dass man sogar manch leises Bedauern über die endgültige Entlassung der Klasse heraushören konnte. Liebeserklärungen wechselten die Seiten, offen und hintergründig. Klasslehrer Harald Schmidt sprach von einer "liebenswürdigen Klasse" und die Schüler hatten ihre Lehrer wohl so ins Herz geschlossen, dass sie ihnen kleine Geschenke überreichten und ihnen als "Zeichen der Zuneigung" auch mehrdeutige Zeugnisbemerkungen übergaben.

Doch ehe die 26 Schüler aus den Sprengeln Kirchheim und Pfaffenhausen ihre heiß ersehnten und ob ihres bestätigten Eifers auch verdienten Zeugnisse der Mittleren Reife in Empfang nehmen konnten, durften sie noch manch Lobendes, gut Gemeintes und auch Nachdenkenswertes hören. So nannte Rektor Helmut Pletzer den Tag der Abschlussfeier "einen der wichtigsten Tage im Leben eines Schülers". Der stellvertretende Schulverbandsvorsitzende Josef Mayer aus Breitenbrunn bekundete seine Freude darüber, dass alle bestanden haben und nun vom M-Zug auf eine erwartungsvolle berufliche Bahn umsteigen können. Für die Elternschaft dankte Hermine Zuchtriegel besonders Klasslehrer Harald Schmid und auch den anderen Lehrern für die Ausdauer bei der Erziehung und für die gewährten Freiräume. Sie sah die Schüler nun am Anfang einer langen Wanderung mit vielen Kreuzungen, wo gute Begleiter und Wegweiser gefragt und wichtig seien.

Doch auch die Schüler hatten noch etwas mitzuteilen. Als Klassensprecherin Nicole Zwing auf einige Stationen zurückblickte, hob sie das Glück hervor, mit Harald Schmid die beiden letzten Jahre einen "sehr guten Lehrer" bekommen zu haben. Er habe ihnen schnell eingetrichtert, dass ihre Arbeiten "Format haben müssen". Freudig erinnerte sie sich an die prägende Abschlussfahrt nach Kroatien zurück, um dann beim "heute" zu landen: "Wir haben einen prima Abschluss hingelegt", sagte sie. Dann benotete sie mit flotten Sprüchen manche Eigenarten ihrer Lehrer.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In die Tiefe des alltäglichen Schullebens, der Begabungen, der Auffälligkeiten, der Stärken und Schwächen seiner Schüler ging Klasslehrer Harald Schmid mit hintergründigem Humor, mit dem Spiel der Worte und mit haargenauen Beobachtungen ein. Für ihn waren die zwei Abschlussjahre wie eine gemeinsame Fahrt, an der sich jeder unter seiner Führung beteiligen konnte. Sein Ziel war es, wieder sicher und gestärkt in Pfaffenhausen anzukommen und "nicht irgendwo bei Spitzispui". So haben alle das Ziel erreicht. Harald Schmid bekannte: "Ich habe die zwei Jahre genossen", und fügte in der Stunde des Abschieds hinzu: "Ihr ward eine besondere, liebenswürdige Klasse!"

Das letzte Wort der nicht ganz alltäglichen Abschlussfeier, die musikalisch eindrucksvoll vom Duo Siglinde Steiner und von den Schülern Tobias Kocher und Lisa Zeller im Wechsel begleitet wurde, hatte Rektor Helmut Pletzer. Er dankte für die humorvolle Präsentation des Abends, besonders aber auch der Volksschule Kirchheim und den beiden anwesenden Repräsentanten Rektor Anton Sonntag und Konrektor Herbert Gutser, für das "harmonische Miteinander" bei der Ausführung des M-Zuges. Diese Kooperation werde ja bei der künftigen "Mittelschule" fortgesetzt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren