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Mindelheim

22.05.2020

Die Stadtkapelle Mindelheim bekommt ein neues Heim

Östlich der Eichet-Kapelle soll das neue Musikerheim der Stadtkapelle entstehen. Im linken Gebäudeteil wird sich dann der neue Probenraum befinden. Über einen Zwischenbau mit Foyer und Toiletten gelangt man zu einem zweiten, kleineren Probenraum, einem Aufenthaltsraum und der Küche, im Obergeschoss werden Trachten und Archiv untergebracht. Außerdem gibt es hinter dem Gebäude eine Fundushalle.
Bild: Stadtkapelle

Plus Für das neue Musikerheim in Mindelheim gibt es einen Zuschuss vom Freistaat. Trotzdem bleibt das Projekt ein Kraftakt für den Verein.

In ihrem Vorhaben, ein neues Musikerheim zu bauen, ist die Mindelheimer Stadtkapelle wieder einen wichtigen Schritt vorangekommen: Sie erhält in diesem und im nächsten Jahr jeweils 25.000 Euro aus dem Kulturfonds Bayern.

Die entsprechende Zusage hat der Vorsitzende Peter Müllner nun erhalten. Wie der Leiter der Arbeitsgemeinschaft Medien, Martin Jall, im Gespräch mit der MZ erklärt, hatten die Musiker frühestens im Juni mit einer Entscheidung gerechnet und freuen sich nun umso mehr, dass sie früher als erwartet getroffen wurde – und sie mit insgesamt 50.000 Euro die höchstmögliche Förderung bekommen.

Das alte Heim in Mindelheim ist zu klein geworden

Wie berichtet wollen sie östlich der Eichet-Kapelle ein neues Musikerheim bauen, weils das bisherige – 1975 für rund 40 Musiker gebaut – für die inzwischen fast doppelt so große Kapelle mit ihren Trachten, Instrumenten, dem Archiv und dem Fundus zu klein geworden ist. Geplant sind drei Gebäudeteile: ein neuer Probenraum, ein zweites Gebäude mit Platz für einen Aufenthaltsraum, die Küche sowie die Trachten und das Archiv und eine Fundushalle, in der die Hütten für das Frundsbergfest, ein Oldtimer und der Van der Stadtkapelle Platz finden sollen.

Die Stadtkapelle Mindelheim bekommt ein neues Heim

Zwei Stadel stammen vom Mindelheimer Bauhof

Zwei der drei Gebäude gibt es schon, allerdings sind sie noch nicht aufgebaut: Es handelt sich um zwei Stadel des früheren städtischen Bauhofs, die die Musiker in 1100 Stunden Eigenleistung abgebaut und zunächst auf einem anderen Grundstück gelagert hatten. Weil das im Januar aber überraschend verkauft wurde, erlaubte die Stadt der Kapelle, das Grundstück für das neue Heim schon einmal abzuschieben und zu kiesen, um die Stadel dort lagern zu können. Sie sollen so schnell wie möglich zur neuen Fundushalle und zum Aufenthalts- und Lagerraum aufgebaut werden, wenn die Baugenehmigung vorliegt.

Die Pläne dafür habe der Verein – samt der Unterschriften sämtlicher Nachbarn – schon eingereicht, so Jall. Allerdings fehlten noch ein Statik-, ein Energie- und ein Brandschutzgutachten. „Am liebsten würden wir morgen loslegen. Wir stehen in den Startlöchern“, sagt er – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Denn um die Kosten im Rahmen zu halten, müssen die Musiker etliche Arbeiten selbst übernehmen. „Eingeplant sind 14.000 Stunden. Das wird ein Kraftakt.“ Auch in finanzieller Hinsicht: Abzüglich der Förderung muss der Verein 60 Prozent der Kosten selbst stemmen, die restlichen 40 Prozent übernimmt die Stadt. Sie hat dafür heuer 300.000 Euro in den Haushalts eingestellt und für nächstes Jahr weitere 350.000 Euro eingeplant.

Die Mindelheimer Musiker hoffen auch auf Spenden

Zusätzliche Einnahmen erhofft sich die Stadtkapelle aus Spenden und auch aus dem Verkauf des bisherigen Musikerheims. Verläuft alles nach Plan, könnte es Ende nächsten Jahres bereits frei sein und dann für rund 91.000 Euro den Besitzer wechseln. Erste Interessenten gibt es laut Jall bereits.


Stadtkapelle ist jetzt Zukunftsverein

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