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Pfaffenhausen

29.12.2020

Die VG Pfaffenhausen sucht einen Kümmerer

Ob Musik- oder Sportverein, Alt oder Jung - ein Kümmerer soll in der VG Pfaffenhausen die Menschen vernetzen.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Ein professioneller Netzwerker soll die Menschen in den Gemeinden der VG Pfaffenhausen zusammenführen.

Gut zwei Jahre hat es gedauert, bis aus der Idee Wirklichkeit werden kann: Pfaffenhausen, Oberrieden, Breitenbrunn und Salgen suchen nach den Beschlüssen in ihren jeweiligen Gemeindegremien zusammen mit der Kirche einen „Kümmerer“. In der Stellenausschreibung für das Projekt „Zukunft Aktiv Meistern“ (ZAM) ist davon freilich nicht die Rede: „Referent Gemeindeentwicklung“ nennt sich die vorerst auf vier Jahre befristete Stelle, die nun mit Leben gefüllt werden soll.

Die Idee vom „Kümmerer“ entstand noch unter Salgens vorherigem Bürgermeister Johann Egger, der gemeinsam mit Diakon Albert Greiter festgestellt hatte: „Eigentlich ist die Welt hier noch in Ordnung – aber wir sehen Entwicklungen.“ Großfamilien gibt es kaum noch, man redet immer weniger miteinander, Vereinsamung ist ein Problem, nicht nur bei den älteren Menschen. Nach der Schule trennen sich die gemeinsamen Wege häufig. Not ist auch in unserer Region vorhanden, nur selten ist sie offensichtlich. Und wie kommt man in einem Dorf eigentlich an Mitbürger heran, die sich weniger am öffentlichen Leben beteiligen?

Verschiedene Gruppen in Kontakt bringen

Ein „Kümmerer“, so die Idee, sollte die Menschen zusammenführen und das Leben auf dem Land noch lebenswerter machen. Er oder sie soll sich um Vereine und Ehrenamtliche kümmern, aber auch alle Altersgruppen und sozialen Gruppen zusammenführen, er oder sie soll netzwerken können, Angebote entwickeln, Kontakte herstellen, Ehrenamtliche und Hauptamtliche zusammenbringen sowie Lücken und Nöte erkennen, die auf den ersten Blick vielleicht übersehen werden.

Vier Gemeinden und die Pfarreiengemeinschaft Pfaffenhausen machen mit

Das Außergewöhnliche an dem ZAM-Projekt: Die vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) und die Pfarreiengemeinschaft (PG), deren Gebiete deckungsgleich sind, haben sich zusammengetan und suchen gemeinsam nach jemandem, der diese Sozialstelle besetzt. Unterstützt wird das Projekt vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben, das eben genau solche bereichs- und ortsübergreifenden Kooperationen unterstützt. Wie Pfaffenhausens Bürgermeister und VG-Vorsitzender Franz Renftle erklärt, kommt das Bistum Augsburg für 45 Prozent der Kosten auf, die Gemeinden bekommen für ihren Rest noch 75 Prozent Förderung vom ALE. Am Ende bleiben für jeden Ort maximal rund 2500 Euro an Kosten pro Jahr – eine überschaubare Summe.

Nach den vier Jahren werde man sehen: Ist das Projekt erfolgreich? Wird man es weiterführen? „Für die Gemeinden ist das kaum ein Risiko“, sagt Renftle.

Lesen Sie auch: Wohnprojekt: In Salgen ziehen die ersten Mieter ein

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29.12.2020

Natürlich bleibt die Stelle auch nach 4 Jahren - und bezahlen wird die Gemeinde!

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