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Bad Wörishofen

06.12.2017

Die nächsten großen Bauvorhaben

Die Josef Maier GmbH und Co. KG will ihren Unternehmenssitz in Bad Wörishofen um ein Drittel erweitern. Dazu ist der Bau einer großen Halle geplant.
Bild: Markus Heinrich

Die Nachfrage nach Wohnungen ist ungebrochen. Derweil entsteht auch im Gewerbegebiet Neues. Aber nicht jeder Vorschlag stößt sofort auf Begeisterung.

Die nächsten großen Bauprojekte in Bad Wörishofen sind auf dem Weg. Ungebrochen ist die Nachfrage nach Wohnungen – entsprechend wird gebaut. Aber auch im Gewerbegebiet tut sich was. Dort will Wild Maier den bestehenden Betrieb um ein Drittel vergrößern. Die Josef Maier GmbH & Co. KG, wie der Wildfleisch-Händler offiziell heißt, plant eine 75 Meter lange Halle. Auch die Zahl der Mitarbeiter, derzeit 100, soll steigen. Wild Maier, nach eigenen Angaben Marktführer, wird im Zuge des Projekts auch das Gelände der ehemaligen Kneipp Werke nutzen, welches im Firmenbesitz ist. Dort sollen Parkplätze entstehen. Mindestens 50 müssen es sein, das hat der Bauausschuss schon einmal vorgegeben. Die Mitglieder beratschlagten über eine Bauvoranfrage des Unternehmens, das pro Jahr 5500 Tonnen Wild zerlegt. Wie es immissionsrechtlich aussieht, muss das Landratsamt klären.

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Die neue Halle, etwa 12 Meter hoch und 29 Meter breit, soll unmittelbar an das große Kühllager des Unternehmens an der Leonhard-Oberhäußer-Straße angrenzen. Das Projekt wird außerhalb des dort geltenden Bebauungsplans entstehen. Das sei ausnahmsweise zulässig, sagte Bernhard Oberstaller vom Bauamt, der auch Zustimmung zur Voranfrage empfahl. Das letzte Wort habe in diesem Punkt aber das Landratsamt. Womöglich muss die Stadt den Bebauungsplan an dieser Stelle noch anpassen. Der Bauausschuss befürwortete die Bauvoranfrage einstimmig. Bis wann ein Bauantrag vorliegen wird, ist nicht bekannt. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) informierte den Ausschuss darüber, dass ein Nachbar bereits Bedenken gegen das Vorhaben angemeldet habe. Es gehe dabei um die Größe des Projekts.

Einstimmig genehmigt hat der Ausschuss den Bau einer Wohnanlage mit zehn Wohnungen in der Straße Am Anger, gegenüber des Kreis-Seniorenwohnheims. Ein 16 mal 13 Meter großes Gebäude mit Walmdach kann dort nun entstehen. Der Ausschuss genehmigte Ausnahmen bei Dachform, Geschoßzahl und Nutzungsziffern. Etwas komplizierter gestaltete sich die Angelegenheit in der Auenstraße. Dort soll aus einem Kurhotel eine Anlage mit Ferienwohnungen und Eigentumswohnungen werden. Mit einer Voranfrage sollte geklärt werden, ob der Bauausschuss das mittragen würde. Bernhard Oberstaller schilderte die Situation des Hauses mit etwa 25 Betten. Es finde sich kein Nachfolger. Gelingt die Umnutzung nicht, bliebe nur der Abbruch. Oberstaller sprach sich für den Erhalt aus. „Das vorliegende Konzept wäre eine Möglichkeit, aus dem Betrieb etwas Neues zu machen.“ Das Problem: Es ist nicht genügend Platz für die geforderten Parkplätze vorhanden. Neun könnten gebaut werden, weitere neun müssten zu jeweils 6000 Euro von der Stadt abgelöst werden. Grünen-Fraktionssprecherin Doris Hofer kritisierte die Ablöse-Praxis. „In dem ganzen Gebiet gibt es keine Parkplätze“, sagte sie. Das Konzept gefalle ihr aber. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) wiederum signalisierte Zustimmung zur Ablöse, weil „uns aufgrund der Örtlichkeiten gar nichts anderes bleibt.“ Oberstaller wiederum erinnerte daran, dass „150 oder 200 Meter entfernt“ die Kurhaus-Tiefgarage liege. Am Ende stimmte der Ausschuss mit einer Gegenstimme für die Voranfrage. Weniger Erfolg hatte dagegen der Investor für ein weiteres Boardinghouse im Gewerbegebiet, ebenfalls an der Max-Planck-Straße.

Dabei handelt es sich um einen Beherbergungsbetrieb. Weil aber Wohnungen mit bis zu 130 Quadratmetern vorgesehen sind, zweifelte Oberstaller an, dass dort nur befristet gewohnt werden soll. Die gewünschten Büroräume könnten gebaut werden. Ein Boardinghouse will der Ausschuss aber nur genehmigen, wenn die Räume nicht größer als 35 Quadratmeter werden und eine maximale Nutzungsdauer von drei Monaten vereinbart wird.

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